Hochegger widerspricht Gusenbauer

17. Februar 2012, 06:24
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In der "ZiB2": "Politik muss sich an der Nase nehmen"

Wien - Der Lobbyist Peter Hochegger widerspricht Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer, der direkte oder indirekte Arbeit für Hochegger ausgeschlossen hat (derStandard.at berichtete). Hochegger bekräftigte in der "ZiB2" am Donnerstagabend, dass er sich "strafrechtlich nichts vorzuwerfen" habe. Seine Aufgabe sei es gewesen, "Argumente an die Entscheidungsträger heranzuführen". Wenn man das für nicht in Ordnung halte, müsse man die Rahmenbedingungen ändern. "Da muss sich die Politik an der Nase nehmen" - und ihrerseits "solche Wünsche" nicht mehr an Unternehmen herantragen.

"Undenkbar" ist für Hochegger, dass Gusenbauer nicht gewusst habe, dass er über die Firma Sicon indirekt für den Lobbyisten gearbeitet hat. "Wir haben uns mehrere Male getroffen, es gab mehrere Meetings mit ihm", sagte Hochegger. Gusenbauer hatte in einer Aussendung erklärt, nicht für Hochegger gearbeitet zu haben - aber von Juli 2010 bis Februar 2011 bei der Sicon Energy Projektentwicklung GmbH als Berater tätig gewesen zu sein. (APA/red)

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Langfassung des Hochegger-Interviews auf orf.at

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