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Da die Welt sich zurzeit sehr rasch verändert, kommt es natürlich darauf an, diese Veränderungen richtig zu interpretieren: Ökonomen wie Philosophen sind rasch zur Stelle und bieten in moralischer Selbstgewissheit neue Entwürfe und Zukunftsszenarien an. So sieht etwa der Ökonom Tomás Sedlácek im Standard-Interview in der "extremen Anhäufung von Wohlstand" ein Problem und empfiehlt, "unseren Level von Wohlstand einfach zu halten", um solcherart dem ständigen Streben nach materiellem "Mehr" endlich zu entsagen. Der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht äußerte jüngst bei einem Wien-Besuch eine ähnliche Meinung und spricht dabei vielen Empörten aus der Seele: "So wie es aussieht, wird unsere Ökonomie nicht mehr wachsen. Deshalb müssen wir uns schleunigst vom Wachstumsfetisch befreien." - Müssen wir?
Der Kapitalismus ist - so lautet der gängige Befund - zu weit gegangen; die Gier hat uns zu materialistisch gemacht, sich aller Aspekte unseres Lebens bemächtigt und weitaus wichtigere Belange erstickt. Die zunehmende Besessenheit von Konsum, Wirtschaftswachstum und der Jagd nach Reichtum blockiert die Suche nach Authentizität und Selbstverwirklichung. Es gilt somit, die Menschen von ihrem seichten Materialismus und Egoismus zu befreien. Fragt man die Empörten, wann denn die Wachstumsmaschinerie angehalten werden sollte, um unsere Energie besseren und höheren Zielen zuzuwenden, lautet die einhellige Antwort: "Jetzt".
Nun ist wohl anzunehmen, dass ein Erfolgsautor oder der Chefökonom der größten tschechischen Bank heute in einer schönen und komfortablen Wohnung samt Audioanlagen hausen, íhre Vortragsreisen ins Ausland per Flugzeug absolvieren, den medizinischen Fortschritt im Krankheitsfall zu schätzen wissen und gerne das hohe Bildungs- und Freizeitangebot nutzen. Da sie aber jetzt "genug" von allem haben, soll auch die künftige Generation ohne die Vorteile auskommen, die das wirtschaftliche Wachstum und der technologische Fortschritt in den kommenden Jahren hervorbringen werden.
Was würde Sedlácek wohl sagen, wenn unsere Eltern oder Großeltern ähnlich argumentiert hätten und das Wirtschaftswachstum vor dreißig oder fünfzig Jahren zum Stillstand gebracht hätten. Das Internet wäre nicht die einzige Innovation, ohne die wir auskommen müssten. Es gäbe keine PCs, keine Satellitennavigation, keine Handys oder billige interkontinentale Ferngespräche, keine Airbags oder digitale Musik auf CDs, keine verbesserten Umwelttechnologien, keine Genomkarte des Menschen mit den sich daraus ergebenden potenziellen Therapien gegen Alzheimer oder Krebserkrankungen, keine Aidstherapien ...
Zwar könnten die meisten von uns ohne all diese Dinge leben und viele der von uns heute konsumierten Produkte sind in der Tat unbefriedigend. Aber bloß weil der Konsum mancher Waren nicht immer Zufriedenheit nach sich zieht, heißt das nicht, dass wir uns vom Wirtschaftswachstum verabschieden müssen. Da die Marktwirtschaft unablässig zu Innovationen anregt, ist es fast unvermeidlich, dass viele der auf den Markt gebrachten Waren trivial oder gar wertlos sind; einige leisten aber einen wertvollen Beitrag zum Wohlergehen der Menschen. Und es ist ebenso charakteristisch, dass wir im Voraus nicht wissen können, welche davon unser Leben verbessern werden und welche nicht - aber der Hinweis, dass viele Produkte Schrott sind, ist kein überzeugendes Argument, die Wachstumsmaschine anzuhalten. Außerdem ist nicht nachvollziehbar, warum der Konsum andere Werte oder Beziehungen wie Freundschaft, Familie, freiwillige Aktivitäten oder gar die Besinnung im Gottesdienst ausschließen soll.
Vielleicht nehmen sich manche Menschen dermaßen ernst, dass sie jeden Sinn für Paradoxien verloren haben. In ihrer selbstgerechten Empörung fliegen Popstars in ihren Privatjets um die halbe Welt um in Konzerten gegen Klimawandel zu protestieren; und empörte Jugendliche koordinieren Proteste gegen die Globalisierung über die globalen Kommunikationsnetze.
Nun waren es aber nicht die moralisch Empörten oder gar die Utopien von Philosophen, die zu einer Verringerung der Armut in der Welt beigetragen haben - weltweit ist die Armut in den letzten fünfzig Jahren stärker zurückgegangen als in den vorangegangenen fünfhundert. Die Lebenserwartung hat sich ebenfalls deutlich erhöht - am Ende des 20. Jahrhunderts lag sie in den Entwicklungsländern um durchschnittlich fünfzehn Jahre höher als im reichsten Land der Welt am Beginn jenes Jahrhunderts. Ein großer Teil der Menschen wurde von der drückenden Last körperlicher Arbeit befreit und dadurch die Möglichkeit geschaffen, wohltuendere Ziele zu verfolgen. Freilich kann man dazu auch Wachstumsfetischismus sagen, aber es war die durch den Einsatz von Marktmechanismen induzierte Produktivitätsfortschritt, der dazu führte, dass eine Arbeitsstunde heute fünfundzwanzigmal mehr Wert produziert als vor 150 Jahren. Dadurch bleibt uns mehr Lebenszeit für Muße, Künste, Sport und das Lesen von Büchern der Wachstumskritiker.
Kein sozioökonomisches System kann allen Menschen ein glückliches Leben garantieren. Was man aber verlangen kann ist, jene Voraussetzungen zu schaffen, die es ermöglichen, sich selbst ein glückliches und lebenswertes Leben zu erarbeiten. Und dazu haben Wachstum, die Durchsetzung liberaler Gesellschaftsordnungen und Wettbewerb entscheidend beigetragen. Freilich ist es einfach, in die Vergangenheit zu blicken und einen kritischen Blick auf die unbrauchbaren Dinge zu werfen, aber es ist Ausdruck egoistischer Ignoranz, den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt den zukünftigen Generationen vorenthalten zu wollen. Denn der moralische Kreuzzug von Antiwachstumsideologen, die zu wissen glauben, was gut für uns ist, hat in der Geschichte bisher wenig zu einer wirklichen Verbesserung des Lebensstandards beigetragen.(Andreas Schibany, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 17.2.2012)
nach dem Moorschen Gesetz wird die Rechner Leistung bald unsre Gehirme übersteigen und wir werden Singularität erreichen....des würde vieles verändern.
Vielleicht braucht irgendwann auch niemand mehr Arbeiten....das Arbeit was tolles ist redens uns ja auch erst seit 500 Jahren ein.....wenn Arbeit so super wäre dann hätte es ja nie Sklaven gegeben.
Also Arbeit wird nicht ausgehen - sie geht ja immer mehr Richtung Dienstleistung und Arbeitszeitverkürzung wird immer mehr Thema werden. Das haben wir in den letzten 20 Jahren nur deswegen hinausgezögert, weil wir die Lebensarbeitszeit verkürzt haben (längere Ausbildung - längere Pension).
Das große Problem im kap System - und das meinte ich mit Herrschafts- und Machtordnung - wenn die Industrie vollautomatisch abläuft und niemand mehr arbeiten muss, bekommt der "Kapitalist" 100% der Wertschöpfung. Darum gehen ja auch die Kapital-/Lohneinkünfte auseinander, weil die Produktivitätssteigerungen in der Industrie stattfinden - und die gehören zum Großteil dem Industriellen. Die Fußpflegerin kann da nicht mithalten.
Das ist das große Paradoxon! - Alle wollen möglichst wenig Lohnausgaben, profitieren aber von den hohen Löhen der anderen...
Es wir wohl neue Verteilungssysteme und Steuersysteme brauchen - solgange es die nicht gibt, klammern sich alle an die Arbeitsplätze, die unbedingt erhalten werden müssen.
Andernfalls könnte man ja die Arbeitskosten einfach weiter erhöhen und zu Rationalisierungen (in offenen VWs Abwanderung) zwingen...
weil der Grenznutzen bei allem abnimmt und wir halt auch nicht unendlich viel Zeit haben um uns mit allem Materiellen zu Beschäftigen.
Ich bin für einen New Deal, weil wir im Prinzip die gleiche Krise haben wie damals. Dann gäbe es auch wieder Wachstum weil bei uns auch viele Wohlstandsmässig aufschließen können, es geht ja auch in Österreich einigen Leuten sehr schlecht.
Ja Öl bereitet mir auch sorgen, aber ich glaub da fällt uns sicher was ein, wenns zu spät ist gibts dann halt leider ein paar Jahre Chaos. Ich halte Öl für Autos aber für totale Ressourcenverschwendung, soviel Energie steckt da drinnen und wir fahren damit unnütz durch die Gegend, weil die Autoindustrie schon seit jeher gutes Marketing macht.
Jep, New Deal! - Wird kommen, auch weil wir aus der Verschuldungskrise nur durch Umverteilung rauskommen werden. - Gleichzeitig würde eben viel Geld in den Konsum laufen und das Wachstum ankurbeln.
Beim Öl mach ich mehr glaub ich mehr Sorgen als sie - rein physikalisch (wenn nicht doch Kernfusion oder eine Revolution der Atomenergie) haben erneuerbare den riesigen Nachteil, dass sie große Flächen benötigen! Steigende Bevölkerung, Ausweitung der Ackerflächen durch bio (ohne Erdöl ist alles bio) und gleichzeitig enormer Bedarf für Biomasse und dergleichen. - Also Physiker sind da weit pessimistischer als Ökonomen - mein Eindruck.
Für Mobilität gibt es ja noch wenig Alternativen - aber wir zünden es nach wie vor an! Für Wärme und Strom!!
Verstehe nur nicht warum viele Meinen Kernfusion ist Blödsinn, weil wir alles durch erneuerbare Energien machen könnten, das glaub ich aber kaum, da es ja auch schädlich für die Umwelt ist und sehr viel Platz benötigt.
Kernfusion gibts halt wie immer in 50 Jahren :)
Aber wäre die natürlichste Energiequelle.
Für die Chemie wirds denke ich auch sehr schwer ohne Erdöl.
Aber irgendwie ist uns noch immer was eingefallen, als in England das Holz ausging, nahmen sie Kohle usw.
wachstum ja, wachstumszwang nein.
wenn sie sich eine volkswirtschaft als einen koerper, als etwas organisches vorstellen, dann sehen sie das diese irgendwann ausgewachsen sind.
der (exponentielle) wachstumszwang entspringt dem positiven zins, der denkbar schlechtesten moeglichkeit geld im umlauf zu halten.
die natur kennt zwar auch exponentielles wachstum in koerpern/organen, nur wir bezeichnen dies als krebs...
wachstum ja, wachstumszwang nein.
gesundes Wachstum entsteht durch Erfindungen.
Die Volkswirtschaft als Körper wie die Physiokraten des 17ten Jahrhunderts?
Irgendwann ausgewachsen, wer bestimmt den Zeitpunkt?
Also ihrer Idee nach den Zins abschaffen warum sollte dann jemand irgendwenn was borgen mit dem Risiko des Verlusts?
Zins ist sowas wie die Miete für Kapital, denn wenn man eine gute Idee hat und dafür mehr Geld braucht als man selber hat, muss man ja das Geld irgendwo herbekommen und ein andere muss seine Oppurtunitätskosten dafür decken, weil er selber mit dem Geld was machen könnte.
Zins abschaffen ist eine Totalitäre Idee, wenn sie Zinsen abschaffen, gebe es sofort einen Schwarzmarkt für Kredite und dann müssten sie einen Polizeistaat aufbauen um das zu verhindern
geldmenge mal umlaufgeschwindigkeit entspricht dem sozialprodukt sofern sie nicht märkte bedienen wollen die realwirtschaftlich sinnlos und die quantitätsgleichung zu widerlegen bemüht sind.
den zins abzuschaffen oder zu verbieten wollen, ist ein von grundauf zum scheitern verurteiltes unternehmen, da das problem der liquiditätshürde außen vor gelassen wird. ruhendes, gehortetes geld ist totes geld, die entscheidende frage ist also wie das geld zur investition zu locken, also wie der umlauf zu garantieren ist.
ein positiver zins entsricht einer positiven rückkoppplung des geldsystems und nicht umsonst scheitert dies regelmäßig seit vor gut 5000 jahren tempel in mesopotamien begannen gold/silber gegen zins zu verleihen.
dass der mensch, zwar fähig den weltraum zu bereisen, so etwas einfaches wie exponentielles wachstum und EBEN geld und geldwirtschaft nicht zu verstehen vermag. allein das wort geldSCHOEPFUNG spricht bände der religoesen indokriniertheit, denn der doch recht profane akt papier mit ziffern zu bezeichnen und einen/mehrer rechner mit einsen und nullen zu füttern hat nichts aber auch nichts goettliches an sich. jede religion ist nichts anderes als eine wirtschaftliche programmierung, jede fehlerhafte wirtschaftliche programmierung ist religion. solange wir den geldumlauf mit einem positiven zins zu "garantieren" meinen müssen, solange wird der exponentielle wachstumszwag des positiv verzinsten geldes zur katastrophe führen müssen.
Wer mir seiner Argumentation am Ende ist, dem stehen 3 Strategien zur Verfügung:
a) Flucht ins GANZHEITLICHE, Obskure, Nebulose
Vokalbular: DIE Finanzindustrie, DAS Ziel der Gesellschaft, DIE Zinsmisere, DIE WAHRE Ursache
Vorteil: oft beeindruckend, wirkunsvoller Bluff
Nachteil: ca. 30 Stehsätze sind zu lernen
b) Flucht ins belanglose DETAIL:
Vorteil: lähmend, schläfert ein, unpointiert
Nachteil: Fachwissen, Kompetenz nötig,
c) MORALISIEREN
Vokabular: ungerechte Verteilung, Unterernährung, Neoliberalismus, Konsumzwang
Vorteil: anspruchsloseste Strategie, geeignet für jene, die über keine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und trotzdem etwas sagen wollen.
Nachteil: keine bekannten
Mischformen
sofern sie nicht märkte bedienen wollen die realwirtschaftlich sinnlos und die quantitätsgleichung zu widerlegen bemüht sind.
http://www8.pic-upload.de/02.11.11/... lz4g39.jpg
niemals frisst/fraß die geldwirtschaft die realwirtschaft regelmäßig auf, blicke in ein geschichtsbuch genügen nicht, verständnis des exponentiellen wachstums der geldmenge sind durch ein schlaues buch über "märkte" ersetzbar.
ha ha ha
in the meantime bezahlen sie und ich (sofern sie kein zinsgewinner sind) geld dafür geld überhaupt benützen zu dürfen, geld dafür, dass sich jemand das recht ergaunert hat, papier zu bedrucken, mit einem copyright! zu versehen, rechner mit zahlen anzufüttern.
tolle leistungsgesellschaft. fresst papier, ihr "checker"
aber sie koennen mich natürlich auch ins eck der "verschwoerungtheorie" stossen, was einfacher für sie ist und sie ihre religiesen dogmen nicht überdenken müssen.
"Jeder, der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler."
kenneth boulding, oekonom
verrrückt? religioes verblendet...
ich spreche von wachstumszwang.
ich spreche davon dass der zinseszins zu exponentiellem wachstum der geldmenge führen muss.
ich spreche von geldwirtschaft und dem problem der rentabiltätshürde.
ich spreche vom durch und durch religioesen fundament der seit 5000 jahren herrschenden geldwirtschaft.
ich spreche von der priestergilde die dieses untragbare system schoen sprechen.
ich spreche von wachstum und dem unterschied zu wachstumszwang.
was sie darein interpretieren moechten?
denken sie bitte ja nicht selbstständig, beten sie weiterhin nach.
banken verleihen die einlagen der sparer, der zins führt nicht zum wachstumszwang der realwirtschaft und das christkind bringt weihnachtsgeschenke.
amen.
in so vielen alten kulturen war die wirtschaftliche verrechnungseinheit das getreide. der shekel zb war ursprünglich ein getreidemaß. die ägypter benutzten die sogenannte ostrake, eine tontafel, ein getreidebezugsschein. das urgeld der roemer hingegen war das vieh = pecus, pecunias das geld. wir halten fest, dass der überschuss und nicht der mangel das fundament des arbeitsteiligen wirtschaften ist, denn ohne nahrungsüberschuss steht keine arbeitskraft des wirtschaftlichen verbundes für spazialisierung frei. soviel zum debitismus. zu vieh und getreide zurück: während getreide aus sich heraus stets weniger wird (ungeziefer, schimmel usw), vermehrt sich vieh von selbst und wirft somit eine art "zins" ab.
Spruch 84: Es gibt zwei Bäume im Paradies: Der eine bringt [Tiere] hervor, der andere bringt
Menschen hervor. Adam [aß] von dem Baume, der Tiere hervorbrachte. [Er] wurde zum
Tier und brachte Tiere hervor. Deswegen verehren die Söhne Adams die [Tiere]. Der Baum
[...] Frucht ist [...] zahlreich werden [...] aß den [...] Frucht des [...] bringt die Menschen
hervor [...] Menschen [...]. Gott erschuf den Menschen, [... und die Menschen]
erschufen Gott.
Spruch 85: So verhält es sich mit der Welt: Die Menschen erschaffen Götter und sie verehren
ihre Schöpfungen. Es wäre angemessen, daß die Götter die Menschen verehren, wie es der
Wahrheit entspricht.
gehen wir kurz näher auf ägypten ein. der reichtum des landes war also in getreide gemessen, je üppiger die ernte, desto mehr kapital für den investor, den gott, den pharao, der staatskommunistischer führer war. die pharaonen investierten groß: in den bau von pyramiden (die ägyptischen arbeiter wurden gut entlohnt!), tempel, häuser, kanäle usw. es war also viel „geld“ im umlauf, es herrschte kaum hunger, es gab viele handwerkliche, technische und kognitive spezialisierungen, zufriedene arbeitsameisen, krieg herrschte im vergleich zu heute meist selten und oft nur um den futtertrog, außer bei missernten brummte also die wirtschaft, was eigentlich durchaus logisch sein sollte. (die griechen erst führten das zinsgeld in ägypten ein…)
bei kulturen die steine, muscheln, perlen usw als rechnungseinheit, als wirtschaftliche bezugsgroesse, verwendeten und noch verwenden, ist die inumlaufbringung, die „schoepfung“, ein kultischer akt. informationsträger (und mehr ist „geld“ nicht) ist einfach das was praktisch und leicht verfügbar ist. im kult ist die menge der neuschoepfung geregelt, es wird darauf geachtet, dass weder inflation noch deflation entsteht, weil das für den stamm an sich, also die wirtschaftliche gemeinschaft, keinen nutzen bringt. großinvestitionen sind hier schwer moeglich.knüpfsysteme, kerbhoelzer und zb das chinesische fei lun sind durch und durch rationale und faire verrechnungssysteme und per se inflationsfrei,
nur bilden sich keine groeßeren kapitalanhäufungen, was auch großinvestitionen erschwert.
kommen wir nun nach mesopotamien. kennen sie diese komische geschichte vom baum der erkenntnis? die stammt von dort. die erbsünde des menschens, der zu leiden verdammt ist, weil ihm erkenntnis ward. die vertreibung aus dem paradies.
die erkenntnis: die kultur nimmt zins, also ist sie zu leiden verdammt.
Ca 3000 vor christi geburt begannen stadttempel in mesopotamien goldmuenzen zu prägen, ließen sich diese als opfer für den jeweiligen baal gegen naturalien eintauschen und gaben darlehen gegen zins und zinseszins aus. der tempel ist nichts anderes als die zentralbank des stadtstaates.
geld erblickte das erste mal die welt als (erb…)schuld dem investoren, der priesterschaft, dem gott, gegenüber mitsamt dem makrooekonomischen fehler des positven zinses als umlaufmechanismus auf.
ein totales abhängigkeitsverhältnis das im laufe von 5000 jahren bloß verfeinert wurde.
„wenn du hier auf erden brav und folgsam bist, dann winkt dir der himmel.“
ertrag es ameise und halt das maul…
die gelderzeugung muss endlich vollkommen sekularisiert, der furchtbare debitismus überwunden werden. der geldkreislauf kann erfolgreich und vor allem dauerhaft nur mit einer umlaufgebühr, das ausgleichende zwischen dienstleistungen, waren und dem geld, gesichert werden.
113) Die Jünger fragten Jesus: Wann wird denn das Reich kommen? Er aber sprach: Es kommt nicht, indem ihr darauf wartet. Man kann nicht sagen: Hier oder da ist es. Denn das Reich des Vaters ist schon ausgebreitet über die Erde, nur können es die Menschen nicht sehen
57) Jesus: Mit dem Reich des Vaters ist es wie bei einem Mann, der Korn säte. In der Nacht kam sein Feind und säte Unkraut unter all das Korn. Aber der Mann ließ niemand das Unkraut ausreißen. Er sagte zu seinen Leuten: Dass ihr mir ja nicht hingeht und das Unkraut jätet! Mit ihm würdet ihr den Weizen ausreißen. Erst am Tag der Ernte ist das Unkraut gut zu erkennen. Und dann wird es ausgerissen und verbrannt
thomasevangelium, nag hammadi
dass der makrooekonomische fehler des positven zinses sie regelmäßig um die früchte ihrer arbeit bringen MUSS, denn der positive zins lebt nur im mangel auf und trägt nur im mangel, und wir schaffen dieses mängel auch künstlich, früchte. solang der mensch derart programmiert ist das eine leistungslose einkommen (der zinsgewinn, also die umverteilung von arbeit auf besitz) gutzuheißen und die gesellschaftlichen folgen dessen nicht abzuschätzen versteht. nur den ignoranten wunderte ein plündernder londoner "poebel", auch das fussvolk will sein leistungsfreies einkommen wie es die city of london vorlebte und lebt. solang der mensch an dieses system GLAUBT, solang beißt sich der ouroboros in den schwanz...
religion...
natürlich meine ich den negativzins damit. alles andere ist verkürzte kapitalismuskritik. und kapitalismus ist positive zinswirtschaft, 5000 jahre religion und dementsprechende programmierung.
die sogenannte aufklärung war nichts weiter als ein trickbetrug...das wesen der religion ist nicht begriffen worden und die kaiser wurden nur neu eingekleidet.
http://derstandard.at/plink/132... id24824036
mfg
Das ist richtig. So hat das Ihr Vorposter aber nicht geschrieben. Er schrieb: "der (exponentielle) wachstumszwang entspringt dem positiven zins".
Erkennen Sie den Unterschied?
Und nein, Wachstum entsteht NICHT durch Erfindungen. Wachstum findet auch ganz ohne Erfindungen statt.
Beweis dafür: Stellen Sie sich eine abgeschiedene Gemeinschaft von 10 Leuten vor. Wenn im Laufe der Jahre Babies zur Welt kommen, dann wächst die Gemeinschaft und mit der steigenden Zahl verändert sich automatisch das Wirtschaftsvolumen. Ganz ohne irgendwelche Erfindungen.
Die Sache mit den Zinsen hingegen ist eine gänzlich andere. Gucken Sie mal auf www.banken-volksbegehren.at.
Wissen ist auch etwas Immaterielles. Das kann wachsen bis in alle Ewigkeit und verbraucht keinerlei Ressourcen. Im Übrigen wächst auch das Wissen in nahezu gleichem Tempo wie die Weltbevölkerung, denn auch Wissen kann sich nur im Verhältnis zur eingebrachten Gedankenarbeit vermehren.
Exponentiell ist etwas, was schwer fällt zu verstehen. Darüber sind sich alle einig, die sich damit auseinandersetzen. Das ist so, weil wir exponentiell nirgendwo in der Natur wirklich wahrnehmen können.
Tatsächlich gibt es auch in der Natur exponentielles Wachstum: Krebs beispielsweise und auch Viren vermehren sich auf diese Art. Und das führt wozu? Wird das Wachstum nicht gestoppt, stirbt der Wirt!
Nehmen wir ein Schachbrett. 64 Felder, nicht wirklich viel.
Ich hätte gerne: 1 Weizenkorn für das erste Feld und für jedes weitere Feld die doppelte Menge des vorhergehenden Feldes. Also 2 Körner für's 2. Feld, 4 Körner für's 3. Feld usw.
Kann mir dieser Wunsch erfüllt werden?
kommt bei der Geschichte über die Erfindung des Schachs vor....auch eine von Neumann Sonde wäre exp.
Sie glauben woll wirklich das die Weisheit gepachtet haben und nun frage ich wieder wer ist sich einig darüber das man sich nichts exponentielles vorstellen kann?
nur weil ich daraus nicht die selben irrationalen Schlüsse ziehe wie sie, ihr Weltbild ist halt ein wenig einfach "Der 2te Weltkrieg war die Chemotherapie gegen die Wirtschaftskrise" Null Ahnung von Wirtschaft.
Das einzige was ich nicht so recht verstehe ist das ableiten der Exponentialfunktion ;)
Exponentialfunktion anhand des Josephspfennigs:
http://www.youtube.com/watch?v=-D4utjY7E4o
Gut hinhören!
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