Anzeige gegen ORF-Chef Wrabetz wegen Causa Pelinka

16. Februar 2012, 18:42
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Die geplatzte Bestellung zum Büroleiter des ORF-Chefs beschäftigt nun auch noch Juristen

Wien - Niko Pelinka hat längst nach heftigem Journalistenprotest abgesagt. Seine geplatzte Bestellung zum Büroleiter des ORF-Chefs beschäftigt nun auch noch Juristen. Ein Rechtswissenschafter fand nach STANDARD-Infos einen eher überraschenden Zugang zum Thema und zeigte ORF-General Alexander Wrabetz bei der Staatsanwaltschaft Wien an "wegen Verdachts der Untreue".

Die Begründung, grob auf den Punkt gebracht:Wrabetz wusste und tat kund, dass er den bisherigen Sprecher des SP-Freundeskreises im Stiftungsrat zum Bürochef machen wird. Dennoch setzte er die Ausschreibung in Gang (die das Gesetz vorschreibt) und verursachte so Kosten für die Anzeige und im Personalbüro. Der Anzeiger selbst spricht von vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Summen. Der ORF setzt fast eine Milliarde Euro um. ORF-intern grantelt man hinter vorgehaltener Hand: "Ein weiterer Versuch, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kriminalisieren". (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 17.2.2012)

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