Wienerberger: Analysten sehen Zuwächse für 2011

16. Februar 2012, 17:00
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Wien - Für die in der kommenden Woche zur Veröffentlichung anstehenden Ergebnisse zum vergangenen Geschäftsjahr 2011 des heimischen Baustoffherstellers Wienerberger erwarten Analysten Zuwächse bei Umsatz und Ergebnissen. Die Erlöse dürften nach den Prognosen der Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) und Erste Group im Mittel um 14 Prozent auf 1.983,0 Mio. Euro von 1.744,8 Mio. Euro im Jahr 2010 zulegen.

Das Nettoergebnis sehen die Experten im Schnitt bei 16,9 Mio. Euro im Plus, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 67,0 Mio. Euro zu Buche gestanden war. Die Konsensus-Schätzungen für das operative Ergebnis vor Steuern (EBIT) und das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belaufen sich auf 81,1 (Vorjahr: 10,70) Mio. Euro bzw. 288,7 (210,8) Mio. Euro. Die Erste-Group-Analysten verweisen hier aber auf die eingeschränkte Vergleichbarkeit mit der entsprechenden Vorjahreszahl, da in den Kennzahlen für 2011 Einmalerlöse aus dem zweiten Quartal in der Höhe von 33,2 Mio. Euro enthalten sind.

Diese ergeben sich aus einem Anteilstausch mit dem Joint Venture Partner Monier, im Zuge dessen Wienerberger weitere 25 Prozent der Anteile an Tondach Gleinstätten sowie eine Ausgleichszahlung in der Höhe von 40 Mio. Euro erhalten hatte. Im Gegenzug übernahm Monier von Wienerberger die 50-Prozent-Anteile an Bramac, womit Monier nun über 100 Prozent an dem Betondachsteingeschäft verfügt. Die Konsensus-Schätzungen für das um diesen Effekt bereinigte EBITDA liegen demnach bei 255,5 Mio. Euro um 21 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Angesichts der milden Witterungslage im Schlussquartal 2011 zeigen sich die RCB-Experten zuversichtlich, dass Wienerberger das angestrebte (bereinigte) EBITDA von 250 bis 260 Mio. Euro erreichen werde. Aktienkurs-Trigger erwarten sie sich von der Zahlenvorlage aber nicht, schreiben sie in einer aktuellen Studie. Von einem konkreten Finanzausblick seitens des Managements sei nicht auszugehen, zumal die Entwicklung in den meisten Märkten kaum absehbar sei.

Die Analysten der Erste Group verweisen ergänzend darauf, dass das vierte Quartal saisontypisch schwächer ausfällt. Auch sie heben die tendenziell milde Witterung, vor allem im Vergleich zum schneereichen Dezember 2010, hervor. Weiters sollten sich ihrer Meinung nach getätigte Preiserhöhungen stützend auf Umsatz und Gewinn ausgewirkt haben. (APA)

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