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Erneuerbare Energien brauchen starke Netze

17. Februar 2012, 11:55

Warum eine Investition in dezentrale Stromnetze dringend erforderlich ist

Die dezentrale Stromerzeugung mit Hilfe erneuerbarer Energien wird immer wichtiger. Ihre unverzichtbare Grundlage sind leistungsstarke Verteil- und Transportnetze. Die Zukunft der Energieversorgung liegt in den erneuerbaren Energien. Die Vorräte an fossilen Energieträgern sind endlich, und der Klimaschutz setzt ihrer Nutzung noch engere Grenzen. Schon jetzt stammen rund 30 Prozent des österreichischen Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien, bei Strom waren es 2011 sogar schon 66 Prozent. Die heimische Stromerzeugung ist nicht zuletzt deshalb eine der saubersten in ganz Europa: Nur 155 Gramm des Treibhausgases CO2 fallen pro Kilowattstunde Strom „made in Austria" an. Noch weniger sind es nur in Frankreich (55 Gramm) und Schweden (14 Gramm). Allerdings setzen diese Länder stark auf Nuklearenergie.

Energie aus Wasserkraft

Der Großteil des Stroms aus erneuerbaren Energien in Österreich kommt traditionell aus Wasserkraft. Zusätzlich waren 2011 bereits rund 22.000 Ökostromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4000 Megawatt auf Basis des Ökostromgesetzes anerkannt. Und der Ausbau geht weiter: Die im Sommer 2011 beschlossene Novelle zum Ökostromgesetz (das so genannte „Ökostromgesetz 2012")
sieht vor, allein die Leistung der Windparks bis 2020 um 2000 MW auf insgesamt 3000 MW zu steigern, die installierte Kapazität der Fotovoltaikanlagen soll sich um 1200 MW mehr als verzehnfachen. 

Investition in dezentrale Netze dringend erforderlich

Tausende kleine Stromproduzenten, verteilt über die ganze Fläche unseres Landes, werden in Zukunft immer mehr Strom in die Netze einspeisen. Sie ergänzen die großen Kraftwerke und liefern klimaschonend Energie für die Zukunft. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert daher massive Investitionen in die dezentralen Netze. Sie sind der Schlüssel zum Erfolg der künftigen Stromerzeugung. Bisher wurden Netze so geplant, dass eine sichere Verteilung des Stroms, der von zentral gelegenen Großkraftwerken über die Übertragungsnetze geliefert wird, gewährleistet ist. In Zukunft müssen die Netze auch in die Lage versetzt werden, die Stromproduktion aus tausenden kleinen Anlagen in den Regionen aufzunehmen und einen regionalen Ausgleich zu schaffen. Das wird dadurch erschwert, dass die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien regional viel höher sein kann als der regionale Stromverbrauch, für den die Netze konstruiert wurden. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass die Stromeinspeisung stark schwankt und teilweise schlecht prognostizierbar ist. Im Rahmen von Netzentwicklungsplänen entwickelt die E-Wirtschaft Maßnahmen, um die Leitungen gezielt zu verstärken und neue Leitungen zu errichten, wo das notwendig ist. Das betrifft sowohl die regionalen Stromnetze (Verteilerleitungen) als auch die überregionalen Netze (Transportnetze). Bis 2020 wollen die Mitglieder von Oesterreichs Energie etwa zehn Milliarden Euro in die Netze investieren.

Allerdings benötigt die E-Wirtschaft dafür geeignete Rahmenbedingungen: langfristige Investitionssicherheit mit angemessenen Renditen sowie überschaubare Genehmigungsverfahren, die sich nicht, wie in manchen Fällen, über Jahrzehnte erstrecken.

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Die Leser/innen von derStandard.at haben im Rahmen des von Oesterreichs Energie initiierten Energiediskurses die Möglichkeit, Fragen zur Zukunft der Energieversorgung direkt an Generalsekretärin Barbara Schmidt zu stellen und sich so an der Diskussion aktiv zu beteiligen.

Die Antworten erscheinen regelmäßig hier auf dieser Seite beantwortet. Senden Sie ihre Fragen an energiediskurs@derStandard.at.

  • Windkraft braucht Leitungen
In Niederösterreich sind derzeit Windparks mit rund 600 Megawatt 
Leistung installiert. Am 25. Oktober 2011 erzeugten sie bei großem 
Windaufkommen über 10.000 Megawattstunden (MWh) Strom, am fast 
windstillen 23. November dagegen nur 45 MWh. Im Burgenland, der zweiten 
bedeutenden „Windregion" in Österreich, wird sich die Leistung der 
Windparks bis 2014 von derzeit etwa 400 MW auf 1400 MW mehr als 
verdreifachen.
    foto: martin fuchs

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    In Niederösterreich sind derzeit Windparks mit rund 600 Megawatt Leistung installiert. Am 25. Oktober 2011 erzeugten sie bei großem Windaufkommen über 10.000 Megawattstunden (MWh) Strom, am fast windstillen 23. November dagegen nur 45 MWh. Im Burgenland, der zweiten bedeutenden „Windregion" in Österreich, wird sich die Leistung der Windparks bis 2014 von derzeit etwa 400 MW auf 1400 MW mehr als verdreifachen.

  • Dezentrale Erzeugung und Netzausbau

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