Sponsoring mit 100.000 Euro durch Telekom und Mobilkom mit dokumentierten Gegenleistungen
Wien - Die Junge Wirtschaft (JW) hat heute ausdrücklich
betont, dass sie nie Geld vom früheren Telekom-Lobbyisten Peter
Hochegger bzw. dessen Firma bekommen habe. Im Jahr 2007 habe es
Sponsoring-Verträge mit der Telekom und der Mobilkom über je 50.000
Euro gegeben, denen "klar definierte und dokumentierte
Gegenleistungen" gegenübergestanden seien. Beide Beträge seien von
den Firmen direkt an die Junge Wirtschaft überwiesen und von dieser
an keine Partei oder Vorfeldorganisation weitergegeben worden. Das
Geld habe die "überparteiliche Jungunternehmer-Organisation der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)" bekommen, so die
JW-Bundesgeschäftsführerin Elisabeth Zehetner heute in einer
Aussendung.
Über das Sponsoring hätten sich die Telekom und die Mobilkom bei
der Zielgruppe "Gründer und Jungunternehmer" positioniert. So
enthielten die Kooperationsvereinbarungen unter anderem diverse
Logo-Präsenzen auf der Homepage und im Newsletter, Inserate im
Magazin "die junge wirtschaft" sowie zahlreiche
Präsentationsmöglichkeiten im Rahmen des Weiterbildungs-Kongresses
der Jungen Wirtschaft, heißt es heute in einer Aussendung.
Das Magazin "News" hat über eine Mail berichtet, wonach der
damalige Telekom-Manager Rudolf Fischer eine Zusage über die Zahlung
von 100.000 Euro via Peter Hochegger an die ÖVP-Bundespartei gegeben
habe. Die Mail wurde von Michael Fischer, früher
ÖVP-Organisationsreferent und zum Mail-Sendezeitpunkt im November
2007 Head of Public Relations der Telekom, an Gernot Schieszler,
damals Telekom-Manager, geschickt. Die ÖVP hat betont, eine derartige
Zahlung nicht in den Büchern zu haben. (APA)