Phosphorsäure in Wiener Neudorfer Betrieb ausgetreten

16. Februar 2012, 13:58
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Laut Feuerwehr-Bezirkskommando aus Kühlaggregat entwichen - Mit "Brennen in den Augen" in Spital eingelieferte Mitarbeiter wieder entlassen

Mödling - In Wiener Neudorf haben am Donnerstag 40 Feuerwehrleute vier Stunden lang einen Schadstoffaustritt bekämpft. Nach Angaben des Bezirkskommandos Mödling war in einem Unternehmen im Industriezentrum NÖ Süd aus einem Kühlaggregat Phosphorsäure ausgetreten, was zu einer chemischen Reaktion führte. Ein Firmenmitarbeiter wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht.

Die Flüssigkeit - 85-prozentige Säure mit Wasser gemischt - aus einem 600 Liter fassenden Behälter der Rückkühlanlage im Keller verteilte sich auf rund fünf Quadratmetern. Eine mit Schutzanzügen ausgerüstete Schadstoffeinheit nahm erste Proben, die einen PH-Wert von 3 zeigten. Weitere Messungen ergaben, dass keine Gefahr auf eine Explosion, ätzende Dämpfe oder Bildung von Wasserstoffgas bestand.

Nach 90 Minuten gelang es den Trupps, die Anlage abzudichten. Durch die natürliche Belüftung des Kellers war es dann sogar möglich, nach weiteren Messungen den betroffenen Bereich ohne Atemschutz zu betreten. Zum Abschluss der Arbeiten wurde sicherheitshalber noch ein Chemikalienbindemittel im betroffenen Bereich aufgetragen, um etwaige Rückstände unschädlich zu machen.

Phosphorsäure wirkt in hoher Konzentration ätzend, wird stark verdünnt aber auch als Lebensmittelzusatz verwendet. (APA/red)

  • Einsatzkräfte sondieren in Schadstoffanzügen die Lage.
    foto: bernhard singer/pressestelle bfk mödling

    Einsatzkräfte sondieren in Schadstoffanzügen die Lage.

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