UN-Generalsekretär bei Fischer

Ban Ki-moon spricht von Verbrechen gegen Menschlichkeit

16. Februar 2012, 16:57
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    foto: derstandard.at/honsig

    UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bei Bundespräsident Heinz Fischer.

Ende von Gewalt vor Verfassungsdebatte - UNO-Generalsekretär nach Treffen mit Fischer: "Stoppt das Blutvergießen!"

Wien - Auch in Wien fordertere UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon die syrische Führung auf, das Blutvergießen im eigenen Land sofort einzustellen. Er sprach auch von Berichten über schwerwiegende Verbrechen gegen die Menschlichkeit: "Willkürlich werden Wohngebiete bombardiert, Krankenhäuser werden als Folterzentren genutzt, Kinder werden getötet und missbraucht," sagte er vor Journalisten nach einem Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer. Dabei handle es sich "ziemlich sicher" um Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Ein Verfassungsreferendum, wie es das syrische Regime angekündigt hat, hat für Ban Ki-moon keine Priorität. "Zuerst muss Syrien aufhören, seine eigenen Leute zu töten", sagte Ban. "Stoppt die Gewalt, stoppt das Blutvergießen!" Auch die Oppositionskräfte in Syrien müssten ihre Gewalt einstellen. Als zweiten wichtigen Punkt nach einem Waffenstillstand sieht Ban humanitäre Hilfe für die syrische Bevölkerung. Das UNO-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) arbeite an einem "Zugangsplan", damit den Menschen in Syrien geholfen werden könne. Österreich sei bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten, so Fischer.

Ban bedauerte, dass - wegen Vetos aus China und Russland - bisher keine Resolution des UNO-Sicherheitsrats zu Syrien zustande gekommen ist, betonte aber, man müsse in die Zukunft sehen. Am Donnerstagabend soll in New York bei der UN-Vollversammlung eine Syrien-Resolution verabschiedet werden. Die hätte aber rein appellativen Charakter. Sanktionen gegen Syrien könnte nur der Sicherheitsrat beschließen. 

Gegenüber dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, dem Ban am Nachmittag in Wien zu einem bilateralen Gespräch trifft, will Ban nach eigenen Worten ansprechen, wie wichtig es sei, dass die internationale Gemeinschaft unter Führung der Vereinten Nationen eine politische Plattform findet, um ein Ende der Gewalt in Syrien herbeizuführen. "Je länger wir debattieren, desto mehr Menschen werden sterben", sagte Ban.

Diplomaten: Russland will Resolutionsentwurf abschwächen

Wenige Stunden vor der Abstimmung in der UN-Vollversammlung zur Syrien-Krise hat Russland versucht, den vorliegenden Resolutionsentwurf abzuschwächen. Nach Angaben von Diplomaten legte Moskau mehrere Änderungsvorschläge vor, die den von Saudi-Arabien eingebrachten Text entschärfen sollten. Beobachter sahen darin jedoch taktische Manöver. Eine Abstimmung über die Änderungsvorschläge galt als unwahrscheinlich. Saudi-Arabiens Entwurf orientiert sich an einem Aktionsplan der Arabischen Liga, der ein Ende der Gewalt und demokratische Reformen in Syrien fordert.

Österreichische UNO-Soldaten

Dem Treffen zwischen Ban und Fischer wohnte auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) bei. Er hatte sich wegen des Volksaufstandes gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad in Syrien um die österreichischen UNO-Soldaten auf dem Golan (Gebiet zwischen Israel und Syrien) besorgt gezeigt. Fischer berichtete aus dem Gespräch, dass Ban die Situation als "stabil" bezeichnet habe. Es sei "im Interesse aller, dass die Situation politisch und militärisch nicht eskaliert". Ban selbst sagte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Fischer, er lasse sich täglich vom Kommandanten der UNO-Mission am Golan (UNDOF) berichten. Alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen für die UNDOF-Soldaten würden getroffen.

Österreich stellt mit knapp 400 Bundesheersoldaten das größte Kontingent bei UNDOF. Israel hatte die Golan-Höhen 1967 von Syrien erobert und 1981 annektiert. 20.000 Syrer und 20.000 israelische Siedler leben dort. Seit 1974 überwachen UNO-Blauhelme dort eine eine Truppentrennungszone zwischen Israel und Syrien.
Weiteres Thema zwischen Fischer und Ban war Libyen. Beide stimmten überein, dass die Lage nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi nach wie vor prekär sei. Die Menschenrechte müssten von den neuen Machthabern eingehalten werden, forderte Fischer. "Die Stabilität muss wachsen." (red, APA)

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13 Postings
Franz Kohlegger
00
18.2.2012, 20:11
Der Mann ohne Rueckgrat (in diesem Fall zwei Maenner)

Der Eindruck sagt alles: "Der UNO-Depp hat ja keine eigene Meinung. Der steht am Morgen auf und liest die Zeilen und Sprueche die er am Tag loswerden muss. Am Abend geht er ins Bett und weiss nicht mehr was er am Tage fuer seine Meister gemacht hat."

quo_vadis_austria
21
18.2.2012, 16:27
"Willkürlich werden Wohngebiete bombardiert, Krankenhäuser werden als Folterzentren genutzt, Kinder werden getötet und missbraucht," sagte er vor Journalisten nach einem Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer.

Ich glaube "Banki" hat da den Irakbericht über die Vorgangsweise der imperialen Söldnerarmada mit dem Syrienbericht verwechselt ... na mit so einer Weltsicht ist er hier in der Mengelesociety natürlich ein gern gesehener Gast!!

Der Jakobiner
25
17.2.2012, 18:09
Der Opernball ein Verbrechen gegen Menschlichkeit

wo doch so viele Menschen hungern - da hat er recht - ansonsten eine Fehlbesetzung, der Koreaner!

ad astrem
23
17.2.2012, 19:29
Ein Schoßhündchen der Kolonialherren seiner Heimat ist er,

sonst nichts!

Rongo
22
18.2.2012, 11:42
ein Speichellecker Washingtons

Bertel Mann
35
16.2.2012, 22:39
Diese Witzfigur ruiniert die UNO endgültig

Peace 4 Libya
22
16.2.2012, 21:28
Aufgrund des traurigen Anlasses sind keine Postings möglich, wat?

Peace 4 Libya
32
16.2.2012, 21:42
Also doch.

Hat er wieder Filme gesehen, der Ban ki moon.
Die er bis heute nicht vorgelegt hat.
Und dennoch war seine Aussage entscheidend für den Angriff auf Libyen.
Und weil er so brav war, wurde er auch gleich wieder gewählt.
Dieser Generalsekretär ist der Tiefpunkt der "Vereinten Nationen".
Dann kann es ja nur besser werden.

Peace 4 Libya
31
16.2.2012, 21:06
Aus welchem Grund wurde das psot entfernt? List Ban ki Standard? Gut so.

Hat er wieder Filme gesehen, der Ban ki moon.
Die er bis heute nicht vorgelegt hat.
Und dennoch war seine Aussage entscheidend für den Angriff auf Libyen.
Und weil er so brav war, wurde er auch gleich wieder gewählt.
Dieser Generalsekretär ist der Tiefpunkt der "Vereinten Nationen".
Dann kann es ja nur besser werden.

Land der Zwerge
10
16.2.2012, 16:49
Es geht ja hauptsächlich um das Blutvergiessen im "eigenen" Land ...

... in fremden, (noch) nicht-eigenen Ländern ist das total super!

der schwitzbär der schwitzt sehr
107
16.2.2012, 14:56
Wir wissen auch, wer die Verbrechen gegen die M. begeht

jeder, der vor Ort ist, berichtet das

- die Beobachter der Arabischen Liga (bis auf den Algerier, der lieber in Paris lebt - der wurde uns als einziger journalistisch vorgestellt - ein sehr mitteilsamer Herr jedenfalls)

- die christlichen Kirchengemeinschaften und Bischöfe in Syrien

- engagierte Fact Finder von der Türkei bis zu Tödenhofer

- die Zeugenaussagen in Syrien, die seltsamerweise nur gelten, wenn sie gegen einen geordneten demokratischen Übergang mit Referendum und Wahlen eintreten

Wenigstens bewahrt Herr Generalsekretär durch das "ziemlich sicher"

(man beachte: "ZIEMLICH" !!!)

im Gegensatz zum Libyen-Genozid ein Restgesicht, was ihm bei seiner Rückkehr in die Heimat nach Amtsende sicher recht wichtig ist.

K 3
32
16.2.2012, 16:20

Schuldzuweisungen wären zum gegenwärtigen Zeitpunkt gewissenlos. Viele anderen Ereignisse in der Welt sind vom UNO-Generalsekretär nicht erwähnt worden.

02515151541
97
16.2.2012, 13:15
Er sprach auch von Berichten über schwerwiegende Verbrechen gegen die Menschlichkeit: "Willkürlich werden Wohngebiete bombardiert, Krankenhäuser werden als Folterzentren genutzt, Kinder werden getötet und missbraucht," sagte er

mal abgesehen davon, dass sie offensichtlich ein US-Lakai sind, wie schauts eigentlich in Libyen zur Zeit so aus?

ihre neuen Super-Demokraten foltern dort am laufenden Band Menschen zu Tode und dass ist aus
1 hand bestätigt und keine Vermutungen bzw. lt. Aktivisten...

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