Ärztekammer bezweifelt versprochene Einsparungen durch ELGA

16. Februar 2012, 12:09

129 Millionen Euro pro Jahr laut Dorner falsch - Nicht mehr als 22 Millionen Euro zu erwarten

Wien - Die Ärztekammer hegt Zweifel an den versprochenen Einsparungen, die die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) bringen soll. Statt 129 Mio. Euro pro Jahr ab 2017, wie vom Gesundheitsministerium versprochen, seien nur 22 Mio. Euro zu erwarten, erklärten die Kammer-Präsidenten Walter Dorner (Ärzte) und Klaus Hübner (Wirtschaftstreuhänder) am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Die Kosten-Nutzen-Analyse des Ministeriums wertete Dorner als schlampig und dilettantisch, und der beauftragten deutschen Firma Debold & Lux sei bereits der "Totenschein" durch die Unternehmensauflösung im Vorjahr ausgestellt worden. Das ELGA-Gesetz gehöre neu aufgesetzt, man brauche realitätsnahe digitale Austauschsysteme, forderte der Ärztekammer-Präsident. "Wenn man es so ins Parlament bringt, wird es einen Wirbel geben."

Hübner hat in seiner Kanzlei die Daten des Ministeriums nachrechnen lassen, dabei seien gravierende Mängel gefunden worden. Es seien falsche Referenzzahlen herangezogen worden und etwa bei Spitälern nicht nur die variablen Kosten, sondern auch die Fixkosten als einsparbar dargestellt worden. "Das Gutachten ist aus meiner festen Überzeugung keinesfalls stimmig, keinesfalls nachvollziehbar", sagte Hübner. (APA)

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15 Postings
tablespace65
00
17.2.2012, 08:34
Wenn es sich eh nur mehr um 22 Millionen EUR handelt, dann soll das doch die Ärztekammer aus ihrer Portokassa bezahlen.

Damit hätte man auch einen plausiblen Grund, auf ELGA zu verzichten...

Jack Flash
00
16.2.2012, 23:21
was dann erst mit elga möglich wird ....

spielt sich schon in der BRD ab und wird natürlich hier totgeschwiegen ....

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf... -1.1282350

das wird ja dann lustig in unserer republik zur krummen frucht

der Xote
00
21.2.2012, 14:40

Glauben Sie ernsthaft, dass das nicht auch schon heute möglich wäre? Ich bezweifle nämlich, dass die niedergelassenen Ärzte in Österreich nicht bei der Krankenkasse einreichen was sie verschrieben und damit auch vergütet haben wollen.

Der Ehrlichkeit aber muss man sagen, dass das mit ELGA überhaupt nichts zu tun hat.

Micha Do
 
00
19.2.2012, 16:43
Davon reden wir ja die ganze Zeit -und keiner wills hören...

Bert Brecht
00
16.2.2012, 19:07
Die Berechnungen...

der ELGA GmbH wurden ja auch nur von allen führenden Systemexperten (Ärzte, Spitalsmanager, Hauptverband,...) gemacht bzw. eingeschätzt.

Also NIX gegen die Kompetenz der Steuerberatungskanzlei der Ärztekammer.

BTW: Das ist nicht zufällig diejenige die sich beim Wohlfahrtsfonds der Wr Ärztekammer so mit "Ruhm" bekleckert hat, dass da jetzt Millionen fehlen?

der gärtner
00
16.2.2012, 22:45
diese "führenden systemexperten"

sind im sold der krankenkassen stehende nicht-mediziner und
nicht-versorgungsforscher, sowie windige parteinahe agenturen.

die haben von medizinischer versorgung nicht den hauch einer ahnung.

bestes beispiel:
ein maschinenschlosser ist unser gesundheitsminister.

ohne beratung wüsste der nicht mal wie man einen schnupfen behandelt.

Dies ist eine unbezahlte Anzeige.
10
16.2.2012, 18:36
ärztekammer rülpst

so what? in china ist ein sack reis umgefallen.

Got Your Nose!
00
16.2.2012, 18:36

naja, 22 mio sind auch 22 mio, oder?

Jehane
00
20.2.2012, 10:16

Ist halt die Frage, was Aufbau und Erhaltung des Systems kosten.

noexist
 
02
16.2.2012, 16:35

Elga wäre auf jeden Fall super für Pensionistinnen und Pensionisten!
Pensionisten deshalb, weil dann diese Argumente bezüglich Arbeitgeber wegfallen und ausserdem konsumieren Pensionisten viele Medikamente und haben oft verschiedene chronische Krankheiten, während sie eventuell dement oder vergesslich sind.

Erwin Wolfram
02
16.2.2012, 14:54
...

die einsparung besteht darin, dass die kosten auf die umgelegt werden, die aus der versicherung fallen. die ak vermisst wie immer den blick fuer das grosse ganze, weil ihr die straftaeter in ihrer eigenen organisation naeher stehen als die opfer.

das ist fix
43
16.2.2012, 14:02

"ELGA" ist ein weiterer Schritt in Richtung totaler Überwachungsstaat.

Bert Brecht
00
16.2.2012, 20:18
Ahja

Wenn Ärzte auf Vorbefunde zugreifen können, ist das der Überwachungsstaat.

Dass nicht einmal die Krankenkassen Einsicht in ELGA haben, ist bekannt?

das ist fix
00
18.2.2012, 10:20

haben sie sich einmal damit befasst wer da alles zugriff auf die daten haben soll? - vermutlich nicht

naja2010
00
16.2.2012, 12:16
Das Ministerium geht also davon aus, dass Spitäler kleiner werden, wenn ein Patient entlassen wird, und sich der aktuelle Personalstand gleich mitverringert?

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