Risiko einer HIV-Infektion einschätzen

16. Februar 2012, 12:09

Die Aids Hilfe Wien bietet mit dem Online-Tool „sex life risiko check" auf ihrer neuen Website rasch und anonym Antworten auf Fragen

Wie sicher verhalte ich mich in meinem Sexleben? Gehe ich Risiken ein? Wäre es möglich, dass ich mich mit HIV infiziert habe? Sollte ich mich auf HIV testen lassen? Die Aids Hilfe Wien bietet mit dem „sex life risiko check" auf ihrer neuen Website rasch und anonym wichtige Antworten auf diese Fragen.

In Österreich werden pro Jahr etwa 500 HIV-Infektionen neu diagnostiziert. Die Anzahl der durchgeführten HIV-Tests liegt bundesweit um ein Vielfaches höher, im sechsstelligen Bereich. „Leider werden im Spitals- und Blutspendewesen viele HIV-Tests bei Personen gemacht, bei denen keines oder nur ein äußerst geringes Risiko für eine Ansteckung mit dem Immunschwächevirus vorliegt", betont Philipp Dirnberger, MSc, Geschäftsführer der Aids Hilfe Wien. Die Aids Hilfe Wien, die mehr als 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet HIV-Test und -Beratung aufweist, möchte mit ihrem Testangebot in Zukunft noch spezifischer jene Personen erreichen, die eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit haben.

Risikoeinschätzung

Die Aids Hilfe Wien hat ein Online-Tool entwickelt, das Besuchern ihrer Website Aufschluss darüber gibt, ob sie sich auf HIV testen lassen oder aber andere Maßnahmen ergreifen sollen. Die Beantwortung einiger weniger Fragen erlaubt bereits die Einschätzung einer möglichen Ansteckung mit HIV. Dirnberger: „Selbstverständlich stehen die Mitarbeiter der Aids Hilfe Wien im Aids Hilfe Haus auch weiter für kostenlose und anonyme Beratungsgespräche zur Verfügung. Auch der HIV-Antikörpertest wird weiterhin anonym und kostenlos angeboten. Wir wollen die Internetuser, die unsere Seite besuchen aber dabei unterstützen, über ihr Sexualverhalten und ihre Risikobereitschaft zu reflektieren, um ein besseres Gefühl für die Maßnahmen, die sie zu Ihrem eigenen Schutz und dem ihrer Partner setzen sollten, zu entwickeln. Safer Sex bleibt nach wie vor unsere wichtigste Botschaft. Wurde aber ein Risiko eingegangen, könnte es zu einer Ansteckung mit HIV gekommen sein. In diesem Fall ist es wichtig, sich testen zu lassen."

HIV-Test als Prävention

Jede Person, die über ihre HIV-Infektion zeitgerecht informiert ist, kann optimal betreut und behandelt werden, wodurch sich ihre Prognose deutlich verbessert. Das bedeutet, dass bei guter Lebensqualität eine normale durchschnittliche Lebenserwartung erreicht werden kann. Durch den bewussten Umgang mit der Infektion und eine effektive Therapie, die die Zahl der Viren im Körper des Betroffenen möglichst gering hält, kann außerdem die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf GeschlechtspartnerInnen ganz wesentlich reduziert werden.

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je mehr getestete gesunde, desto mehr therapierbare. juhu! macht nur alle diesen test!

Im JAMA (Journal of the American Medical Assoc.) stand einmal, dass das Ergebnis eines HIV-Bestätigungstest u.a. von der diensthabenenden MTA abhänge! Was eigentlich ein Skandal ist, belegt aber auch, dass es falsch HIV-Positive gibt, die dann auch fehlbehandelt wurden. Insofern hat ihre Aussage ihren wahren Kern, trotz der roten Stricherl!

den fragebogen sollte man nochmal überarbeiten.

bei der frage mit wem der ungeschützte verkehr stattgefunden hat, gibt es nur die möglichkeit eine verlässlich hiv-getestete person anzukreuzen oder verschiedene risikogruppen... oder eine person, von der man nicht weiß, ob sie einer dieser risikogruppen angehört.
es gibt aber sehr wohl die möglichkeit, dass ich weiß, dass mein partner keiner risikogruppe angehört, obwohl er nicht hiv-getestet ist.

Herr dirnberger kennt die gesetzlichen regelungen im bereich der blutspende und des blutkoservenmanagements offenbar nicht

ich habe schon lange keine so kompromisslos dumme aussage zu hiv-tests bei blutspendern gelesen

meine private meinung die aidshilfe hätte sich eine kompetentere leitung verdient

der entdecker von hiv sagt dazu folgendes

http://www.youtube.com/watch?v=8ilwK9Rod6U

klar, dass sich wieder mal ein aids-leugner melden muss :(

zu deiner info. montagnier ist kein aids-leugner, sondern der hiv-entdecker!

hiv und aids sind nicht dasselbe.
hiv leugnet niemand, aber aids als folge von hiv (leider) immer noch einige.

Die Beziehung wid wohl bestehen, ist aber nicht 100%
Aber wußten Sie, dass es HIV-negatives AIDS gibt? Und dass es HIV-pos. menschen gibt, die auch nach knapp 25 Jahren kein AIDS entwickeln? Bei den Hämophilen (A) sind das übrigens fast 60%!!

unnötig???,...mag ich nicht???

ich weiß, ich weiß
keiner mag es wenn man ihn verarscht, aber eure methoden um das zu verhindern sind nicht die besten.

ich habe freunde, die an den mist (den du verbreitest) geglaubt haben, die habe ich dann im akh besucht (lungenentzündung, pilzbefall, tuberkulose, usw.).
nachdem sie mit der therapie begonnen haben hat sich ihr gesundheitszustand verbessert und sie leben beschwerdefrei. diese menschen sind fast gestorben.
die therapie war lebensrettend. ich lasse mich von solchen spinnern eh nicht verunsichern. ich hoffe nur, dass sich nicht allzu viele andere positive von dir verunsichern lassen. das könnte leben kosten.
einfach unverantwortlich.

niemand hat was gegen die therapi

das haben sie falsch verstanden

niemand?

doch, es gibt einige.
auch hier im standard-forum.

also der Test scheint mir SEHR paranoid zu sein

Ich bin selber manchmal hypochondrisch, aber nach dem Test, der da verlinkt ist, würde sicher jeder meiner Freunde und Bekannten zum Test geschickt. Keiner hat in den letzten 25 Jahren HIV od. Ähnliches gehabt ...

Wer hat nicht in seiner Jugend mit ein paar Mädls (bzw. Burschen im umgekehrten Fall) herumgemacht? Wir sind allerdings keine Großstädter, haben nichts mit Drogen od. Ähnlichem zu tun usw.

na dann darf ich sie vielleicht als bald als patienten begrüßen
obwohl auch ohne ihr zutun sind wir ausgelastet

einige machen sich kaum gedanken-
long time survivor
ist heute keine seltenheit

anders als in den 1986-92igern wo an die 100 exitus allein an einer in wien für hiv patienten zuständigen abteilung "normal" war

wobei "normal"
ist an PCP,Kaposi...ect zu versterben doch wohl auch wieder nicht?

Ich hoffe nicht, aber welcher 40jährige hatte nicht bisher 4 od. 5 Freundinnen? Seien Sie ehrlich - ich zumindest kenne niemanden, der seine neue Freundin gefragt hat, ob sie eh nicht HIV hat ...

Wäre das anders, hätten Sie wahrscheinlich 20 Millionen Tests im Jahr zu machen.

Hab seit Jahren nur ungeschützten Verkehr. Bis jetzt ist nix passiert.

Außer zwei Kinder, aber die waren Absicht.

Hab seit Jahren nur ungeschützten Verkehr.

'
Mit Ihrer Frau? Und die wiederum nur mit Ihnen...?

Na, zuerst mit meiner Freundin, da kamen die 2 Kinder, dann mit meiner Frau. Sowohl bei Freundin als auch Frau kann ich nur mutmaßen, aber ich mutmaße mal im Sinne der Monogamie...

Ich habe vorhin einen Apfel gegessen.

aso, na dann!

„Leider werden im Spitals- und Blutspendewesen viele HIV-Tests bei Personen gemacht, bei denen keines oder nur ein äußerst geringes Risiko für eine Ansteckung mit dem Immunschwächevirus vorliegt"

wo ist das problem? sind die tests zu teuer? angst vor false positives?

Bei solchen Personengruppen ohne Ansteckungsrisiko nimmt der positiv-prediktive Wert (PPV) massiv ab. Das heißt, das die HIV-pos Resultate meist falsch sind. Und das ist sehr problematisch!

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