Europas Börsen zu Handelsschluss klar in der Gewinnzone

20. Februar 2012, 18:51
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Hoffnung auf Einigung für Griechenland-Hilfen stützt

Wien - Die europäischen Leitbörsen konnten am Montag dank positiver Impulse aus China und der Hoffnung auf eine Entscheidung für weitere Griechenland-Hilfen einheitlich fester in die neue Woche starten. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 29,97 Einheiten oder 1,19 Prozent auf 2.550,28 Zähler. Angesichts feiertagsbedingt geschlossener US-Börsen hatten sich viele Anleger "bedeckt" gehalten, hieß es aus dem Handel. Peking hatte bekanntgegeben, den Mindestreservesatz für die Geschäftsbanken zu senken und damit bereits zum Auftakt für ein freundliches Sentiment gesorgt.

Mit Spannung werden nun die Ergebnisse des Treffens der Finanzminister der Eurozone in Brüssel über die Freigabe eines zweiten Hilfspakets für Griechenland erwartet. Ein positiver Ausgang sei allerdings bereits eingepreist, so die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen. Sollte es wider Erwartungen nicht dazu kommen, würde es sicherlich zu deutlichen Verkäufen an den Märkten kommen, hieß es weiter.

Wichtige Details zum zweiten Rettungspaket für Griechenland sind nach wie vor ungeklärt, hieß es im Vorfeld des Treffens. "Es steht noch offen, inwieweit der öffentliche Sektor sich an der Gesamtlösung beteiligen kann, und es bleibt die Frage zu klären, wie wir mit der Privatgläubigerbeteiligung im Detail umgehen", sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Montag vor der entscheidenden Sitzung der Euro-Finanzminister in Brüssel.

Finanzwerte im Mittelfeld

Besonders gut gesucht hatten sich zum Wochenstart Rohstoffwerte gezeigt. Vedanta verbesserten sich um knapp vier Prozent auf 1.359 Pence. BHP BIlliton erhöhten sich um 2,69 Prozent auf 2.077,50 Pence. Finanzwerte notierten in einem europäischen Branchenvergleich im Mittelfeld. BBVA kletterten mit einem Aufschlag von 2,90 Prozent auf 7,10 Euro hoch und zählten damit zu den besten Werten innerhalb des Euro-Stoxx-50. Societe Generale drehten im Verlauf in die Gewinnzone und schlossen mit einem Plus von 0,58 Prozent auf 24,17 Euro.

Weniger gut gesucht zeigten sich die als defensiv geltenden Gesundheitswerte. Fresenius schlossen mit einem Abschlag von knapp einem Prozent auf 53,80 Euro. Die Titel des französischen Pharmakonzerns Sanofi verschlechterten sich ebenfalls um ein Prozent auf 55,85 Euro. Die Papiere des italienischen Stromversorgers Enel schlossen ebenfalls unter den schwächeren Werten mit einem Abschlag von 0,92 Prozent auf 3,01 Euro.

United Parcel Services (UPS) will mit dem niederländischen Konzern TNT Express den zweitgrößten europäischen Paketdienst übernehmen. Die Amerikaner, die zu den größten Paketdiensten weltweit gehören, bieten 4,9 Mrd. Euro. Noch ziert sich die TNT-Führungsspitze und wies die Offerte über 9 Euro je Aktie zurück. Es werde aber weiter verhandelt, hatten TNT Express und UPS am Freitagabend nach Börsenschluss in Europa mitgeteilt. Das Gebot liegt rund 42 Prozent über dem Schlusskurs der TNT-Express-Aktie vom Freitagabend. TNT Express sprangen um über 60 (!) Prozent auf 9,80 Euro nach oben. Deutsche Post verbesserten sich im Aufwärtssog um 1,52 Prozent auf 13,72 Euro. PostNL dürften Analysten zufolge ebenfalls von dem Übernahmeangebot profitiert haben. Die Analysten von JP Morgan hatten in ihrer jüngsten Studie ihr Anlagevotum "Owerweight" bestätigt und zugleich das Kursziel bei 5,50 belassen. Die Titel gingen um 50 Prozent fester aus dem Handel. (APA)


Börse          Index          Schluss       Diff (%)

 Wien           ATX            2.240,98     +1,59
 Frankfurt      DAX            6.948,25     +1,46
 London         FT-SE-100      5.945,25     +0,68
 Paris          CAC-40         3.472,54     +0,96
 Zürich         SPI            5.664,49     +0,19
 Mailand        FTSE MIB      16.724,22     +1,07
 Madrid         IBEX-35        8.818,10     +1,86
 Amsterdam      AEX              332,58     +1,42
 Brüssel        BEL-20         2.304,33     +1,03
 Stockholm      SX Gesamt      1.111,96     +1,13
 Europa         Euro-Stoxx-50  2.550,28     +1,19
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