Strengere Beschränkungen gefordert
Washington - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den weit verbreiteten Gebrauch von Elektroschock-Pistolen in den USA kritisiert. Der Tod eines offensichtlich betrunkenen und unbewaffneten Mannes nach dem zweimaligen Einsatz einer Taser-Waffe durch die Polizei im Bundesstaat Alabama sei bereits der 500. Taser-Tod seit dem Beginn des Einsatzes dieser Waffe im Jahr 2001, erklärte Amnesty am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.
Für den Einsatz der Elektroschock-Waffen durch die Polizei müssten strengere Beschränkungen erlassen werden, forderte Amnesty. Der jüngste Todesfall war Anfang der Woche bekannt geworden.
Fall "Kelly Thomas" im September 2011
Für große Aufmerksamkeit und Bestürzung sorgte der Tod des Obdachlosen Kelly Thomas im September in Fullerton nahe Los Angeles. Der psychisch kranke Mann war bei einer versuchten Festnahme von Polizeibeamten fünfmal mit einer Elektroschock-Pistole attackiert worden, wie eine Augenzeugin berichtete. Thomas starb an den Folgen seiner schweren Verletzungen.
Tony Rackauckas, Bezirksstaatsanwalt von Orange County, kündigte daraufhin an, dass gegen einen Polizisten nach dem Taser-Einsatz wegen Totschlags vorgegangen werde. (APA)