Örtlicher Al-Kaida-Chef von Halbbruder erschossen

16. Februar 2012, 07:04
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Al-Dahab hatte im Jänner Kontrolle über Stadt Radah gewonnen

Sanaa - Im Jemen ist bei einem nächtlichen Angriff in der Stadt Al-Manasah ein örtlicher Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet worden. "Tarek al-Dahab wurde von seinem Halbbruder Hisam mit mehreren Schüssen getötet", sagte ein Vertrauter, der nicht namentlich genannt werden wollte, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Al-Dahab hatte im Jänner vorübergehend die Kontrolle über die Stadt Radah gewonnen.

Al-Dahab hielt sich den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag vor seinem Haus in Al-Manasah auf, als der Angriff erfolgte. Dabei wurde auch eine Rakete gezündet. Bewaffnete durchkämmten anschließend die Straßen der Stadt, um die Angreifer ausfindig zu machen. Möglicherweise habe der Halbbruder Hisam auf Geheiß der jemenitischen Behörden gehandelt, hieß es. Al-Dahab war ein Schwager des radikalen Imams Anwar al-Aulaqi, der am 30. September bei einem US-Angriff im Jemen getötet wurde.

Als Al-Dahab sich im Jänner zum Rückzug aus Radah bereiterklärte, ließ die Regierung im Gegenzug fünf seiner Anhänger frei. Die jemenitische Regierung ist wegen eines Aufstandes gegen Präsident Ali Abdallah Saleh geschwächt. (APA)

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