Rettet die Wale

  • Drew Barrymore in "Ruf der Wale"
    foto: universal

    Drew Barrymore in "Ruf der Wale"

Drew Barrymore folgt als Umweltaktivistin dem "Ruf der Wale"

Zum Ende des Kalten Krieges trug nicht nur David Hasselhoff sein Scherflein bei, als er einst vor dem Brandenburger Tor singend nach Freiheit suchte. Auch drei Grauwale sorgten, wie Der Ruf der Wale / Big Miracle zeigt, 1988 vor der Küste Alaskas für politisches Tauwetter zwischen Ost und West. Allerdings nicht wegen ihres Gesangs, sondern aufgrund ihrer unglücklichen Lage. In der zufrierenden See droht ihnen der Tod, wenn die geeinte Weltöffentlichkeit nicht rechtzeitig einen Weg ins offene Meer freischaufelt. Regisseur Ken Kwapis erzählt vom einstigen Medienereignis mit großem Ensemble, angeführt von Drew Barrymore als Greenpeace-Aktivistin und John Krasinski als Lokalreporter. Gegen alle Kitschregeln zeigt er, dass die Retter keineswegs aus reiner Tierliebe handeln. Ob Unternehmer, Journalist, Inuit oder Ronald Reagan, im Eis verfolgt jeder eigene Ziele. Die Meeressäuger bekommen bei den vielen Nebensträngen leider zu wenig Leinwandzeit. Dabei ist deren Überlebenskampf doch viel interessanter als die holprige Liebesgeschichte um die beiden Hauptfiguren. (wall, DER STANDARD - Printausgabe, 16. Februar 2012)

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