"Mit dem neuen Mediengesetz wird sich das ändern"

15. Februar 2012, 18:42
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"Mein Zugang ist ein pragmatischer. Medienkooperationen müssen effizient und transparent funktionieren", sagt Oliver Stribl

STANDARD: Wie hoch ist Ihr Budget?

Stribl: Rund 50 Millionen Euro. 11,7 Millionen davon sind für Direktinformation vorgesehen.

STANDARD: Wieso sprechen PR-Experten oft von 200 Millionen Euro?

Stribl: Das müssen Sie die Experten fragen.

STANDARD: Fallen die stadtnahen Betriebe auch in dieses Budget?

Stribl: Nein. Öffentlichkeitsarbeit wird inhaltlich und budgetär von den jeweiligen Ressorts begleitet.

STANDARD: Wieso gibt es keinen Gesamtüberblick über die Werbeausgaben der Stadt Wien?

Stribl: Die Anforderung gab es bisher nicht. Mit dem neuen Mediengesetz wird sich das ändern. Wahrscheinlich wird der PID eine Art zentrale Schaltstelle.

STANDARD: Welche Agenturen arbeiten für die Stadt?

Stribl: Unterschiedlich. Wir haben keine zentrale Kreativagentur.

STANDARD: 2010 soll die Stadt allein in "Heute" für neun Millionen Euro inseriert haben. Wie kritisch sehen Sie das?

Stribl: Mein Zugang ist ein pragmatischer. Medienkooperationen müssen effizient und transparent funktionieren. Wenn Sie sich einen Streuplan erstellen lassen, werden Sie an den Boulevardmedien nicht vorbeikommen.

STANDARD:  Alle reden über das Sparen. Wird Ihr Budget auch weniger?

Stribl: Wir sparen, natürlich. (Julia Herrnböck, DER STANDARD; Printausgabe, 16.2.2012)

Oliver Stribl ist seit 2011 Leiter des Presse- und Informationsdienstes (PID) der Stadt Wien. Zuvor führte Fred Vavrousek fast 25 Jahre lang den Pressedienst

  • Stribl: "Mein Zugang ist ein pragmatischer. Medienkooperationen müssen effizient und transparent funktionieren."
    foto: standard/corn

    Stribl: "Mein Zugang ist ein pragmatischer. Medienkooperationen müssen effizient und transparent funktionieren."

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