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Wer versteckt sich in Zukunft hinter Inseraten der Stadt Wien? Die Gesichter verraten es nicht, denn per neues Mediengesetz darf nur mehr mit Inhalten geworben werden.
Wien - Im Juli ist es so weit: Dann müssen alle vom Rechnungshof geprüften Institutionen offenlegen, wie viel ihrer Werbegelder in Inserate welcher Medien fließen. Für die Wiener SPÖ könnte das eine heikle Angelegenheit werden. Die Stadt investiert seit Jahren Millionen in Boulevardblätter.
"Völlig neue Rahmenbedingungen" sieht der für Medien zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch. Was die kritisierte großzügige Inseratenvergabe an einzelne (Boulevard-)Medien betrifft, sagt Oxonitsch, hier werde "ein wenig übersehen, dass die Inseratenbudgets der Stadt über Gemeinderatsbeschlüsse passieren" .
Kontrollamt prüft erneut
Abgesehen davon, dass die SPÖ die Mehrheit im Gemeinderat hat, moniert etwa die FPÖ, dass damit noch lange nicht bekannt sei, wie viel die ausgelagerten Unternehmen der Stadt (Wien Energie, Wiener Linien, Wiener Wohnen, Fonds Soziales Wien) namens der Stadt (aber oft mit dem Konterfei der politisch zuständigen Stadträte) werben. FPÖ-Gemeinderat Dietbert Kowarik spricht von "Expertenschätzungen" in Höhe von 200 Millionen Euro jährlich und hat im Herbst 2011 einen Antrag auf Offenlegung aller Inserate gestellt. Nun prüft wie schon unzählige Male davor das Kontrollamt. Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.
Der Wirbel um die ÖBB-Inserate von Bundeskanzler Werner Faymann macht's nun sowieso möglich: Im Bund, und auch in Wien, wird jetzt ein wenig umgedacht. Der "Presse- und Informationsdienst" (PID) der Stadt Wien soll, lange angekündigt, tatsächlich wieder zur zentralen Schaltstelle für die Werbetätigkeiten der Stadt werden. Derzeit werkt jede Geschäftsgruppe (und damit jeder Stadtrat) nach eigenem Ermessen in puncto Eigenlob - mit der Konsequenz, dass niemand mehr den Überblick über die Gesamtkosten hat oder haben will.
Laut APA soll die Gemeinde Wien 2010 in Eva Dichands Gratiszeitung Heute bei etwa 250 Ausgaben im Jahr rund 450 ganzseitige Inserate geschaltet haben. Bei einem branchenüblichen Seitenlistenpreis von 20.000 Euro würde dies ein Werbevolumen von neun Millionen Euro ergeben. Zum Vergleich: Offiziell stehen dem PID bei einem Jahresbudget von 50 Millionen Euro elf Millionen für Anzeigen zur Verfügung. Das ginge dann alles allein für Heute drauf. Haupteigentümer soll Günther Havranek sein, ein SPÖ-naher Steuerberater. Und auch die jüngsten Turbulenzen um Echo-Verlag-Chef Christian Pöttler haben mit Gratismedien zu tun. Wie berichtet, will sich Peter Hochegger mit 20.000 Euro an einer Studie über eben diese beteiligt haben - der Staatsanwalt vermutet wohl eher versteckte Parteienfinanzierung. Jedenfalls ermittelt die Staatsanwaltschaft, laut Falter, gegen Pöttler und Hochegger, für beide gilt die Unschuldsvermutung.
Die Bevorzugung der Boulevardmedien bei Anzeigen soll dem Vernehmen nach auch die rote Basis in Wien nicht gerade erfreuen und zuletzt auch Thema im "Wiener Ausschuss" gewesen sein - freilich nicht aus demokratiepolitischen Erwägungen, eher, "weil wir dem Boulevard das Geld reinschieben, während wir dort regelmäßig geprügelt werden" , wie ein Teilnehmer dem Standard erzählte. Diese Erwartungshaltung hält Oxonitsch für problematisch: "Man darf doch nicht erwarten, dass man sich Freundlichkeit kaufen kann." Das widerspreche seinem Medienverständnis - aber auch, "dass wir große Medien aus unserer Kommunikationsarbeit auslassen sollten" .
Oxonitsch schwebt eine Neuorientierung vor: "Online-Journalismus, Social-Media, das stellt uns vor völlig neue Herausforderungen." Ob die Stadt in Spar-Zeiten überhaupt weniger Geld für Werbung ausgeben werde? Oxonitsch: "Das ist noch nicht klar." (Petra Stuiber, Doris Priesching, DER STANDARD; Printausgabe, 16.2.2012)
Inserateschaltungen "erweckten teilweise den Eindruck einer Imagekampagne des Bundesministers"
224 säumigen Rechtsträgern drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 20.000 Euro
Ministerien, Länder, öffentliche Stellen gaben gegen Jahresende 2012 noch einmal Gas: Gut 65 Millionen Euro investierten sie in Werbung, fast doppelt so viel wie im Quartal zuvor. Am meisten in "Krone" und ORF. Allen voran Wien mit fast zwölf Millionen Euro
Wien warb zum Jahresende um 11,5 Millionen - Größte Werber in Krone, Heute, Österreich, Standard, Styria, News - Ranking der Ministerien
Volksbefragung dreimal so teuer wie Nationalratswahl
Die Regierungsvorlage als Download
Laut APA soll die Gemeinde Wien 2010 in Eva Dichands Gratiszeitung Heute Inserate geschaltet haben. Ich schalte zwar keine Inserate, aber trotzdem...
http://karl56.wordpress.com/2009/01/
Die sind wichtig, weil es keine eigenen Parteizeitungen mehr gibt, wo die gewählte Politprominenz ungeniert - und zu Recht ungelesen - parlieren durfte. In Summe ist die Regierungswerbung sicher kostengünstiger als die Parteizeitungen. Und sie finanziert, wenn auch auf Umwegen und ungewollt, den freien Markt, sofern sich dieser seiner Freiheit bewußt wird.
der war auch bei der ÖVP? Dann war er der erste SP-Pressesprecher und der erste GF einer SP-Firma der nicht zu 1000% rot und rotverlässlich ist.
Alles ein dunkler sumpf - m it allen Farben! Irgendwann taucht da sicher auch grün drin auf....
man weiß , dass der gusenbauer schulden gemacht hat bis zum geht nicht mehr ! das hat jetzt mit dem nichts zu tun , aber es gehört auch mal gesagt . die spö ist die schulden partei österreichs ! der grund der hohen schulden österreichs ist weder der euro noch die ,, bösen " banken und schon garnicht die ,, schlimmen " ratingagenturen der grund ist , weil die wählerInnen immer die spö pupulisten gewählt haben die alles versprochen haben ( kreisky , gusenbauer , faymann usw. ) . ´dass das ewige schuldenmachen der spö nicht lange gut geht war klar . wenn die övp vom sparen gesprochen hat wurde sie von der krone runtergemacht ! wer viel verspricht , der wird auch gewählt ! und immer noch gibt es die spö wähler , traurig aber wahr !
ich empfähle dir www.staatsschulden.at schau dir mal die seite an . du wirst die schuldenstände der letzten Jahre auch dort finden ! in der övp-fpö regierung sanken die staatsschulden in % des bip !!! die övp-fpö regierung war nicht so schlecht , wie es das rote gesindel immer behauptet . das schlimmste überhaupt ist sozialismus , denn der ist verwandt mit dem kommunismus : chaos ! überhaupt bei den populisten was diese partei hat ( kreisky , gusenbauer , faymann ... )
dann erklär uns doch wie dein medienverständnis aussieht.
wenn der ernsthaft glaubt, durch großformatige politikerfotos in gossenblättern aufklärung betreiben zu können, sollte er ganz dringend seine medikamente ändern.
warum entspricht es dem medienverständnis der wiener spö, der quasi-monopolistenfamilie dichand auch bei gratiszeitungen eine marktbeherrschende stellung einzuräumen? weil die das zeitungmachen so gut im blut haben? findet die wiener spö wirklich dass der krone-journalismus noch weiter verbreitet sein soll und daher gefördert werden muss?
Solange die Besitzverhältnisse der Zeitung "Heute" aufgeklärt sind, muss man wohl von versteckter Parteienfinanzierung ausgehen.
Als gelernter Österreicher wäre ich ja schon mißtrauisch wenn es keine zumindest 10 %ige Kickback-Zahlungen in die Parteikassa gibt.
es gibt bei der werbung auch sowas wie den lästigkeitsfaktor.
manche politiker sollten nicht so naiv selbstverliebt sein, nicht zu erkennen, dass es auch sowas wie den lästigkeitsfaktor gibt. werber neigen dazu das kunden, aus eigennützigen gründen zu verschweigen.
da werden kontaktzahlen vorgerechnet und streuverluste usw. und verschwiegen, dass die adressaten schon lange satt bis angefressen sind.
zielgenau und mit inhalt wär besser ...
und unter umständen auch billiger.
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