Moskau - Russlands Regierungschef Wladimir Putin auf der Anklagebank: Ein
Video zeigt ihn hinter Gittern im Gerichtssaal, eine TV-Reporterin erklärt, der
Premier müsse sich unter anderem wegen Veruntreuung, Amtsmissbrauchs und der
Vorbereitung von Terroranschlägen zur Einschüchterung der russischen Bevölkerung
verantworten.
Das Video ist natürlich ein Fake, der Kopf Putins wurde ausgerechnet auf den
Körper seines schärfsten Widersachers, des verurteil- ten Oligarchen Michail
Chodorkowski, montiert. Geschickt bauten die Filmemacher auch ein paar O-Töne
ein. So erklärt der Angeklagte in dem angeblichen Prozess, dass er Wladimir
Wladimirowitsch Putin heiße und russischer Staatsbürger sei. Das hat Putin
tatsächlich zu Protokoll gegeben - allerdings nicht vor dem Richter, sondern in
einem Werbefilmchen für die Volkszählung in Russland vor zwei Jahren.
Putins Kritiker stellen den Regierungschef mit der Montage virtuell vor
Gericht. Im russischen Internet ist das Video ein Renner: Zwei Millionen User
haben sich die angebliche Verurteilung Putins schon angesehen. Das Echo ist
geteilt: Während die einen sich köstlich über das Machwerk amüsieren, sind
Putin-Anhänger empört über die grobe Fälschung.
Allerdings hat sich auch die Gegenseite schon mit Fälschungen in diesem
Wahlkampf hervorgetan: So wurde der Oppositionelle Alexej Nawalny per
Bildmontage neben den in Russland verhassten Oligarchen Boris Beresowski
gestellt. Die Fälschung flog auf, als sich der Fotograf des Originalbildes
meldete. (ab/DER STANDARD, Printausgabe, 16.2.2012)
Mit einem Großbauprojekt beginnt Wladimir Putin seine neue Amtszeit als Präsident - Es wird ausgebaut, um dem wachsenden Beamtenapparat Platz zu bieten
Ist ja alles nicht so lange her, und sicher Medial ausgetragen worden. Der Herr Cho. wurde wegen Steuerhinterziehung und Betrug zuerst "gepresst", und dann verurteilt. Politisch war der juedische Oligarch nie aktiv, und schon gar nicht "der Macht" gefaehrlich gewesen.
Durch die Fusion von Khodorkovskis Jukos, mit dem von Berezovski zur hälfte gekauften und von ihm gegründeten, staatlichen Firma Sibneft (zu der Zeit hatte sein Schosshündchen, Roman Abramovich die Anteile) wäre eine Firma entstanden die, die
zweit grössten Öl und Gas Reserven der Welt hätte.
Ich denke mal das es den politischen und vorallem wirtschaftlichen Interessen Russlands wiedersprach diese Firma im Anschluss, an
Exxon und Chevron zu verkaufen, so wie es Khodorkovski 2003 vorhatte.
Natürlich stillisiert ihn der Westen gerne als Märtyrer für die Freiheit, schliesslich hätten die sich dank ihm schön voll gefressen.
Derjeniege der es verhindert hat, wird in diesem vom westen erstellten Video verhaftet.
Gleich zweimal im heutigen Standard: Putin hinter Gittern! Hihihihi! Auf Video!! Bruuhahaha! Endlich Putin hinter Gittern! Toll! Zwar nur ein Fake, aber trotzdem: das müssen wir unseren Lesern zweimal bieten!
Lieber Standard: wie tief geht's eigentlich?
aber trotzdem merkt man, daß die leute, die das video gemacht haben, es nicht verwinden können, daß chodorkowski ins gefängnis gewandert ist.
die mehrheit der russischen bevölkerung ist sehr dafür, daß chodorkowski ins gefängnis gewandert ist - ja, die würde es gerne sehen, wenn auch berezowski ins gefängnis wandern würde.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.