Auflagentricks

ÖAK erarbeitet strengere Prüfregeln

15. Februar 2012, 16:24

Der Vorstand sehe keine Sanktionen für die News-Gruppe vor, weil sie ihre Fälschung selbst angezeigt habe

Wien - Der Vorstand der Auflagenkontrolle ÖAK beschloss Mittwoch eine Sonderprüfung der Verlagsgruppe News, deren neuer Chef Axel Bogocz seit Jahren um zwei bis 30 Prozent zu hoch gemeldete Verkäufe entdeckte und der ÖAK offenbarte. Die Wirtschaftsprüfer der ÖAK untersuchen nun die drei jüngsten Halbjahre.

Die für 24. Februar geplante Veröffentlichung der ÖAK-Daten des zweiten Halbjahres 2011 könnte sich deshalb um ein paar Tage verzögern, erklärte Präsidentin Sibylle Callagy auf Anfrage des STANDARD.

Der Vorstand sehe keine Sanktionen für die News-Gruppe vor, weil sie ihre Fälschung selbst angezeigt habe. Der Prüfausschuss arbeite nun mit den Wirtschaftsprüfern daran, solche Auflagenfälschungen künftig zu verhindern. (fid)

openyoureyes
00
20.2.2012, 12:15

ÖAK und MA scheinen eher Interessensvertretungen der Printmedien zu sein als echte Kontrollorgane derselben. Man braucht einfach mal nur zu schauen, wer zum Beispiel an der Spitze der MA sitzt: Herr Hanusch, Generalbevollmächtigter der Verlagsgruppe News. Was bitte haben aktive Verlagsleute in leitender Funktion bei Kontrollorganen der Branche zu suchen?
Fragt sich, wer da eigentlich wen kontrolliert?

drKannibalFekter
 
00
16.2.2012, 14:21
Eine Krähe hackt dem anderen kein Auge heraus ....

Da sieht man wieder wie die Wiener in Ausreden absolute Spitze sind. Wenn das einem anderen kleineren Verlag passiert werden sie auf Jahre aus der ÖAK ausgeschlossen. Und das mit Recht, weil das ein absichtlicher Betrug war und mit Sicherheit die Verlagsspitze involviert war. Ich glaube nicht, dass das ein "kleiner" aus eigenem Antrieb täte.
Daher haben auch die Leute dieses Verlages in den Gremien des ÖAK nichts verloren.
Callagy ist halt mal so mal so ..... diesmal so, das kennen wir.

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