Die Hälfte aller existierenden Sprachen ist bedroht

15. Februar 2012, 16:50
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Alle zwei Wochen geht eine der 6.000 heute verwendeten Sprachen verloren

Bonn - Die UNESCO warnt vor einer globalen drastischen Sprachen-Verarmung: Fast die Hälfte der 6.000 derzeit weltweit gesprochenen Sprachen ist vom Verschwinden bedroht. Alle zwei Wochen gehe eine Sprache verloren, teilte die Deutsche UNESCO-Kommission am Mittwoch in Bonn mit. Am kommenden Dienstag (21. Februar), begeht die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur den Internationalen Tag der Muttersprache. In diesem Jahr liegt der Fokus auf muttersprachlichem Unterricht. Länder sollen ermutigt werden, Bildungsangebote und Schulunterricht in den jeweiligen Muttersprachen zu unterstützen.

Atlas der bedrohten Sprachen

Seit dem Jahr 2000 ist der Internationale Tag der Muttersprache ein Welttag zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. Die UNESCO hat einen Atlas der bedrohten Sprachen erstellt, der gegenwärtig 2.474 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region auflistet. Darunter befinden sich auch 230 Sprachen, die seit 1950 verschwunden sind. Der Atlas wird wöchentlich aktualisiert.

Dass Sprachen gefährdet sind, hat vielfältige Gründe. Krieg, Vertreibung und Stigmatisierung gehören ebenso dazu wie Migration und Vermischung. Auch neue Informationsmedien begünstigen den weltweiten Einfluss einzelner Sprachen, insbesondere des Englischen. Ein wichtiger Faktor zur Stärkung gefährdeter Sprachen ist eine positive Einstellung zur eigenen Muttersprache. (APA, red)

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An den hab ich dabei sogar gedacht, und der Ausgangspunkt des ganzen Theaters war ja nicht wirklich die unterschiedliche Sprache.

Nehmen wir aber mal an, beide Volksgruppen würden von einem auf den anderen Tag dieselbe Sprache sprechen, glauben Sie, damit wäre das Problem gelöst, oder ginge es dann gleich weiter und man würde sich andere Streitpunkte suchen?

Also ein bisschen weiter oben hab ichs ja ausgeführt.

Ich wär für eine langsame Anpassung. - Eine "Weltsprache" die allen Kindern beigebracht wird.

Und natürlich funktioniert Innen/Außen in vielen Bereichen und würde wahrscheinlich auf andere Äußerlichkeiten fokusieren, da haben sie recht.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass man Menschen, Länder und Kulturen nur wirklich versthen kann, wenn man ihre Sprache versteht. - Sehen sie doch nur, was sie alles wissen, wo in der Welt sie überall sein können, mit wem sie sich unterhalten können, nur weil sie englisch sprechen!

Warum wissen sie heute zB mehr über Deutschland als über die USA oder GB? - Wobei sie warscheinlich mehr über die USA wissen, als über Spanien oder Litauen.

Aber ob eine gemeinsame Sprache, wenn man in zwei vollkommen verschiedenen Kulturen aufwächst, viele Probleme gelöst wären , wage ich dennoch zu bezweifeln.

Mein Wissen um Deutschland resultiert aber auch aus dem Näheverhältnis und aus dem TV. Norweger und Dänen wissen wohl auch mehr über GB als voneinander, obwohl sie im GRunde dieselbe Sprache sprechen, doch beide empfangen englisches TV.

Wie ichs gesagt hab (Medien, Kunst, Kultur, Literatur, Verständnis für Gepflogenheiten,...) kann man eben viel besser verstehen, wenn man eine gemeinsame Sprache hat! - Gemeinsames Fernsehen resultiert ja daraus!

Wieso wissen sie so wenige über (Innenpolitik, Schauspieler, Sänger, Medienlandschaft, historische Fakten, Geographie, aktuelle Ereignisse, gesellschaftliche Themen,...) in Tschechien, Italien oder Slowenien? - Weiter weg sind die ja auch nicht.

Sie können auch türkisches, arabisches, französisches, spanisches, russisches,... TV empfangen - das bringt ihnen halt erst etwas, wenn sie die Sprache sprechen!

"Aber ob eine gemeinsame Sprache, wenn man in zwei vollkommen verschiedenen Kulturen aufwächst, viele Probleme gelöst wären, wage ich dennoch zu bezweifeln."

Man kann sich zumindest gegenseitig erklären, wo's nächste Klo ist.

Damit ist je nachdem vielleicht sogar das ALLERdrängendste Problem gelöst, das man grade hat. ;-)

Spachen sind bedroht

So vill zu Thema integration um jeden preis in Österreich

Weder das Türkische noch das Serbokroatische

zählt zu den bedrohten Sprachen der Welt.

Das serbokroatische ist schon gefährdet, es gibt nur ein paar tausend Sprecher, ohne einheitliches Siedlungsgebiet...(-;

Wie man es eben sieht

Man kann auch Serbisch, Bosnisch und Kroatisch sagen

ob ein langes U ausreicht eine eigene Sprache zu sein ? Aber wie es euch gefällt ist die Devise heute.

Irgendwie befremdlich was man hier im Forum einer "Qualitaetszeitung" tlw so lesen muss...

"Weltweit EINE Sprache würde vielleicht zur Völkerverständigung beitragen!" -> Liebe Einheitsbreiverfechter, euch ist hoffentlich klar was hinter der gegenwaertigen Sprachverteilung steckt... Sicherlich haben die Voelker Amerikas ganz friedlich alle Englisch und Spanisch gelernt. Es geht meist um wirtschaftspolitische und militaerische Dominanz.

Man kanns nicht oft genug sagen: Variabilitaet ist gut! "One size fits it all" hat ausnahmslos zu Problemen gefuehrt. Und es glaubt ja wohl wirklich niemand dass EINE gemeinsame Sprache die Voelker sich auf einmal gegenseitig verstehen laesst.

"Und es glaubt ja wohl wirklich niemand dass EINE gemeinsame Sprache die Voelker sich auf einmal gegenseitig verstehen laesst."

Nö, aber man versteht zumindest, was das Gegenüber sagt.
Und das stell ich mir voll praktisch vor.

ok, das ist deine meinung und anscheinend glaubst du besser zu sein als andere

i disagree in both accounts

eine gemeinsame weltsprache zu haben heisst ja nicht die mutter- und umgangssprachen abzuschaffen.

uebrigens fuer kleinkinder mehrere sprachen gleichzeitig zu lernen hilft dem gesamt lehrvermoegen, weit ueber sprachen hinaus

ach ja? "eine gemeinsame weltsprache zu haben heisst ja nicht die mutter- und umgangssprachen abzuschaffen"

ein post weiter unten schreiben sie aber "weniger Sprachen ist doch viel besser"...

wissens, wenn sie von einem thema keine ahnung haben, dann schweigen sie besser, anstatt in ihrer muttersprache unsinn in die welt zu setzen.

Es ist ohnehin schon mehr als genug gesagt worden.

aber noch nicht von jedem

Zitat: Karl Valentin

made my day :D

weniger Sprachen ist doch viel besser...

....je mehr man das 'anderssein' heraushebt umso mehr konflikte gibt es

allerdings gut studieren und dokumentieren fuer vergangenheitsforschung soll man die toten und sterbenden sprachen schon

ich wuerde auch eine gemeinsame weltsprache (ohne regionale dialekte) einfuehren die jedes schulkind auf der welt genauso gut lernt wie die muttersprache

.

wenns nur noch eine sprache gaebe wuerden andere unterschiede zwischen menschen wieder wichtiger werden, also ein zweischneidiges schwert

Jein! Wenn der grund für das aussterben von Sprachen eine "freiwillige" Anpassung an veränderte verhältnisse ist, dann kann man erstens wenig dagegen tun und zweitens machts auch wenig Sinn!
Wenn der Grund aber Assimilationszwang oder offene Gewalt gegen Minderheiten ist, dann kann man das weder Gut heißen, noch sagen: "is halt so..."!!!

Gewalt wird aber nur bei einem Bruchteil der Fälle relevant sein, außer man redet von struktureller Gewalt. Und was ist Assimilationszwang - zählt wirtschaftlicher Nutzen der Verwendung einer verbreiteteren Sprache auch schon dazu?

Jetzt müssen Sie ganz, ganz stark sein: genau das wurde schon versucht. Fängt mit "E" and und hört mit "o" auf. Die perfekte neutrale Fremdsprache, die für alle gleiche Voraussetzungen schafft. Und wissen Sie auch, wer jetzt noch ein volles Radioprogramm (und nicht nur eine Sendung hie und da) in dieser Sprache ausstrahlt? Radio China International.

Wird nie funktionieren und wird immer nur eine bestimmte politische Richtung magisch anziehen.

...wobei man sagen muss, regional hat das auch schon funktioniert, also eine verordnete und praktisch flächendeckende Beherrschung einer Sprache, die für die meisten nicht Muttersprache ist: Filipino (bzw. Tagalog), Indonesisch; und in gewissem Sinne auch das künstlich wiederbelebte moderne Hebräisch, wobei das anders ist, weil es hauptsächlich für Einwanderer eine Fremdsprache war bzw. ist und jetzt verbreitete Muttersprache ist.

Aber weltweit? Viel Glück ;-).

Aber ist es nicht so, dass z.B. Deutsch auch eine Zusammenfassung oder Dachsprache verschiedener Teilsprachen ist, die in unterschiedlichem Grad miteinander verwandt sind? Während z.B. das gleiche mindestens mit allen südslawischen Sprachen möglich wäre, und trotzdem dort schon innerhalb EINER Sprache behauptet wird, es handle sich um- aktuell - vier Einzelsprachen...

Sprache ist Politik!

Im Prinzip haben Sie recht, allerdings übertreiben Sie schon ein bisschen ;-).

Ein Schweizer kann sich, wenn er will, mit einem Hamburger unterhalten, und das völlig problemlos, während ein Bulgare niemals besonders flüssig mit einen Serben oder gar einem Slowenen kommunizieren kann. (Hätten Sie Bosnisch-Kroatisch-Serbisch-Montenegrinisch gesagt, dann ja).

Die Frage ist eben, was ist ein Dialekt und was ist eine Sprache, gibt es eine verschriftlichte und standardisierte Hochsprache. Alleine das in England gesprochene Englisch könnte man dann in mehrere Sprachen aufteilen, wenn man unbedingt will.

Wie heißt es so schön: "A language is a dialect with an army".

Ja, aber der Schweizer kann sich mit dem Hamburger eben nur unterhalten, weil beide die Deutsche Hochsprache beherrschen (sollten(-;).

Würden beide in ihrer Sprache reden, würde der Hamburger den deutschen schlechter verstehen, als einen Niederländer oder gar Dänen!

Aber die Hochsprache steht in keiner bestimmten natürlichen Beziehung zu den Dialekten und dass z.B. die deutsche Hochsprache genau so klingt,wie sie klingt, genau diese Grammatik hat etc. pp., ist Zufall. Wenn die deutsche Hochsprache anders wäre - sagen wir mehr alemannisch oder mehr fränkisch geprägt - würden die Betreffenden sie auch verstehen, weil sie dann nämliche diese Variante gelernt hätten.

ich finde es komisch wenn man mich mit "sie" anreded, fuer mich gibt es nur ein "du" - wahrscheinlich lebe ich schon zu lange im englischen sprachraum.

ja esperanto war ein guter versuch aber hat sich schlussendlich nicht besonders durchgesetzt vielleicht weil es schon ziemlich rein europaeisch ist. wir brauchen eine neue gemeinschaftssprache wo auch nichteuropaer am aufbau mitarbeiten.

frueher war franzoesisch weltweit verbreited, jetzt ist englisch dran, wird aber bald von einer chinesischen sprache ersetzt werden

eine gemeinsame sprache ist sinnvoll

Wenn Sie sich am Englischen orientieren wollen, müssten wir alle mit "Sie (bzw. "Ihr") anreden, bis das die Norm ist.
Ob Chinesisch Englisch als weitweite Verkehrssprache ersetzen wird, ist eine interessante Frage, ich wäre mir da nicht so sicher wie Sie, da sind die Bedingungen doch sehr deutlich andere als bei der Verbreitung der anderen genannten Sprachen.

Eigentlich wollte ich damit sagen, dass solche künstlichen Sprachen eben absolute Gleichheit propagieren und deswegen von ganz bestimmten politischen und gesellschaftlichen Systemen aufgenommen werden; so auch bei Esperanto, und zwar eben nicht nur in Europa.

Noch so ein Anlauf wäre pure Ressourcenverschwendung. Was ich allerdings nett finde ist z.B. Interlingua: das kann man vollkommen fließend lesen, wenn man Ahnung von einigen germanischen und romanischen Sprachen hat. Wird sich aber wohl auch kaum durchsetzen...

Wenn die relative Einfachheit des Erlernens eines der Kriterien sein sollte, die einer Sprache zur globalen Vorherrschaft verhelfen kann man sich fragen, ob dann Chinesisch wirklich zu den Favoriten zählt. Oder, ob dieses Kriterium tatsächlich ausschlaggebend ist und nicht etwa z. B. wirtschaftliche Vormacht.

Im englischen Sprachraum gibt es kein Du

sondern nur ein Ihr. Das dem Du entsprechende "thou" ist schon lange nicht mehr in Verwendung.

Nur ist das den Sprechern nicht bewusst.

halte ich schon für bemerkenswert, dass ein erklecklicher anteil an postern hier in die "zawosbrauchmades-richtung" argumentiert.

mich deucht, bei diesem thema ist diese fraktion anteilsmäßig noch stärker vertreten als üblich.

Das sind vermutlich die gleichen Leute, die um die deutsche Sprache fürchten, wenn in Österreich irgendwas zusätzlich auf Englisch, Türkisch oder Serbisch angeschrieben ist ;-). (Stichwort Wiener U-Bahn und Englisch.)

Naja, und? Wo konkret ist denn das Problem? Die Sprachen sind doch eh dokumentiert. Das altes oder offensichtlich überflüssiges stirbt ist doch ganz normal.

erstens sind die meisten sprachen ganz und gar nicht gut dokumentiert, zweitens lässt sich ein kulturgut wie eine sprache nicht einfach lexikalisch notieren und damit ist das wesen der sprache erfasst.

eine sprache ist mehr, mit ihr ist eine lebensweise verknüpft, legenden und vieles weitere.

Könnte man meinen.

Aussterbende Sprachen sind aber eben nicht gut dokumentiert, soll heißen, es gibt meistens wenig Schriftliches (wenn überhaupt), das in diesen Sprachen veröffentlicht wird. Sonst würden sie ja nicht aussterben.

Die Abbildung verursacht Kopfweh ;-).

Nicht nur, dass die meisten der abgebildeten Sprachen nicht bedroht sind, es handelt sich um eine wilde Mischung von Sprachen und Demonymen (die keine Sprache bezeichnen) auf Deutsch und Englisch. Würde z.B. mal gern jemanden Indisch sprechen hören...

Sprachpflege ist Kulturpflege.

Andere Sprachen eröffnen oft einen völlig anderen Blick auf die Realität und zeigen Menschen schnell dass Umwelt und Gesellschaft alleine schon durch Sprache anders wahrgenommen und verstanden werden können.

noch 5999

dann haben wir vl eine bessere welt...

...

nein sowas kann windows und das internet doch nicht alles?

Was Windows und Internet können: de facto ausgestorbene Sprachen wieder verbreiten (z.B. nicht-japonische japanische Sprachen) und regionale aber wirtschaftlich unbedeutende Sprachen in die Welt und die Diaspora tragen (z.B. werden Websites in manchen Sprachen erst praktikabel, wenn Windows die richtige Schrift dazu liefert, etwa bei einigen indischen und südostasiatischen Sprachen).

Entstehen eigentlich auch neue Sprachen? Wird so etwas auch erforscht?

Sicher. Zunächst gibt es bei Sprachen sowohl Tendenzen zu einer Vereinheitlichung als auch zu einer Auseinanderentwicklung, die heute aber von geringerer Bedeutung sein dürfte als früher. Das sind aber langsame Tendenzen. Sehr schnell können sich Kreolsprachen bilden, wenn Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Sprachen daraus eine gemeinsame Verständigungsbasis konstruieren. Dies kann in 2-3 Generation vonstatten gehen. Die Entstehung einiger solcher Sprachen in nicht lange zurückliegender Zeit ist z.T. recht gut dokumentiert.

eulisch ist glaub ich recht neu

http://www.youtube.com/watch?v=50BdM-0AvDM

ja, Denglisch

in Österreich und Deutschland schon weit verbreitet

was völlig unproblematisch ist.

das französische hat das moderne deutsche ja auch perfekt integriert .. aber eine neue sprache ist trotzdem nicht entstanden deshalb.

Und was ist da so schlimm dran?

Weltweit EINE Sprache würde vielleicht zur Völkerverständigung beitragen!

Ganz so extrem würde ich es nicht angehen, denn verschiedene Sprachen tragen auch zu verschiedenen Auffassungen und verschiedenen Sichtweisen bei, was wiederum eine Bereicherung in allen teilen, kultureller, gesellschaftlicher, etc. Entwicklung nach sich zieht.
Deshalb sollten Sprachen gepflegt werden.
Aber zwanghaft erhalten muss man sie deshalb nicht.

ich weiss das wird oft behauptet, ist aber totaler unsinn und stimmt nicht

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