Personenbezogene Daten

Innenministerium weiß nicht, was es weiß

Maria Sterkl, 15. Februar 2012, 16:46
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    foto: standard/newald

    Keine Antwort auf Zahlen-Fragen: Verfassungsschutz.

Grüne wollten wissen, über wie viele Menschen die Sicherheitsbehörden Daten gespeichert haben: "Antwort wäre zu aufwendig"

Wie viele Österreicher und Österreicherinnen haben ihren persönlichen Datensatz beim Verfassungsschutz, ohne es zu wissen? Diese Frage wollte der grüne Justizsprecher Albert Steinhauser klären. Hintergrund ist die Beschlussfassung Änderung des Sicherheitspolizeigesetzes Ende Februar, die der Polizei mehr Freiheiten bei der Überwachung Einzelner gewähren soll (derStandard.at berichtete).

Der Abgeordnete erhielt eine überraschende Antwort: "Eine Beantwortung dieser Fragen kann aufgrund des dafür erforderlichen hohen Verwaltungsaufwandes nicht erfolgen."

Konkret wollte Steinhauser wissen, wie viele Einträge sich in den Datenbanken finden, und zwar aufgegliedert nach dem jeweiligen Grund der Speicherung: So landen beispielsweise Einträge über Menschen, die als terrorverdächtig gelten, in einer anderen Datei als über Menschen, die bei einem tätlichen Angriff aufgegriffen wurden. Jeder Eintrag hat sozusagen sein eigenes Etikett. 

"Verschweigen" oder "Unprofessionalität"

Abzufragen, wie viele Einträge es mit jeweils demselben Etikett derzeit gebe, "das schafft selbst die simpelste Datenbank", ärgert sich Steinhauser im derStandard.at-Gespräch. "Es gibt nur zwei Deutungsmöglichkeiten: Entweder man verschweigt den Österreichern die Auskunft, oder man kann es wirklich nicht beantworten." Im letzteren Fall handle es sich um "eine riesengroße Unprofessionalität".

Müsste man händisch nachzählen, um zu wissen, wie viele Menschen in den Datenbanken des Verfassungsschutzes gespeichert sind? "So ähnlich kann man sich das vorstellen", sagt Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck auf derStandard.at-Nachfrage. Jedenfalls wäre der Aufwand "zu hoch". Um mehr zu erfahren, "müssten die Abgeordneten noch nachhaken, ich kann darüber keine Auskunft geben".

Steinhauser vermutet dahinter eine "Hinhaltetaktik", bis die Novelle beschlossen ist. "Davor will man der Bevölkerung nicht sagen, wie viel gespeichert ist - weil es vielleicht gar nicht so wenige Einträge sind, wie man immer vorgibt." (mas, derStandard.at, 15.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 109
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Manarius van Klyst
 
00
aufwändig...

SELECT suspect_name,suspect_type,COUNT(*) FROM suspects GROUP BY suspect_type,suspect_name;

...

hmo8020
00
... weiters wäre auch das zugrundeliegende DM nicht ganz so simple ;-)

A) Namens Historie
B) Mehrere Verdachtsmomente
C) Beziehungen zu anderen Personen/Organisationen

Mögliche Referenzen zu anderen Systemen ...

... und nicht zu vergessen Duplikate ...

hmo8020
00
und Sie glauben alles ist datenmässig so gut integriert?

funkt nicht mal bei firmen ...

die wissen wahrscheinlich nicht mal alle Systeme wo entsprechende Datensätze gespeichert sind lol

PS: Der Begriff "Dateien" (im Artikel) lol

PPS: Irgendwie auch gut so ... heterogene Informationslandschaft ;-) Also liebe Grünen nicht so viel Anfragen, sonst kommt vielleicht noch irgendwer auf eine kontra-produktive Idee!

moeger
00
Sogar Facebook

schickt einem auf Anfrage alle Daten, die es (ja wohl auch durch unvorsichtig freizügiges Veröffentlichen des eigenen Privatlebens - uuuuh, eine Parallele?) über jemanden gespeichert hat.

Ich weiß, einen Eintrag aus einer Datenbank auf DVD brennen und per Post verschicken ist etwas anderes, als das gesamte BMI dranzusetzen, wegen einer parlamentarischen Anfrage händisch (?) die Daten im Satz abzuzählen und bei weitem nicht so viel Aufwand, aber ich trau mich wetten, dass FB mehr User hat als die Republik Österreich. Wie machen die das also?

Achja - sie schicken mir einfach meinen nadligen Heuballen, während das BMI irgendwie vertuschen muss, dass in dem ganzen Heu gar keine Nadeln sind und stattdessen Stroh zählt. Oder eben nicht.

hmo8020
00
Sie vermuten es gibt nur 1 Datenbank ...

Ich unterstelle dem "Verein", dass die nicht mal wissen wie viele Datenbanken haben und womöglich unzählige manuell gewartete Listen ...

Lichtfreak
00
29.2.2012, 13:03
Liebe Grüne!

Da wir unsere Daten auf US Server stehen haben und die CIA und das FBI die Server betreiben, müssen wir zuerst eine Anfrage in die USA stellen, damit die uns das Gewünschte liefern.

Das dauert aber...

Nachtrag: die CIA möchte alle Daten über den Politiker, der diese Anfrage formuliert hat.

Jo Trollmann
00
27.2.2012, 18:56
Diese Antwort ist eine bodenlose Frechheit.

Und vor allem disqualifiziert man sich mit solchen Statements als Hüter des unnütz Gesammelten.
Mit 1 Wort: Wahnwitz !!!

pei mei
02
17.2.2012, 07:42
... in der DDR gab es die STASI

.. in Österreich sagt man ÖVP dazu .... beängstigend

suit
 
02
16.2.2012, 23:00

Möglicherweise haben sie letztens Bobby Tables as Terrorverdächtig eingestuft ... sort of :p

Eisenbieger
04
16.2.2012, 22:34
Man müsste eigentlich laufend neue Gesetze beschließen, um die Befugnisse der derzeitigen Behörden zu begrenzen.

Denn die sind wahnsinnig geworden. Die reiten unsere Demokratie und Rechtsstaat zynisch grinsend in den Abgrund.

Aber das Gegenteil ist der Fall, Mikl-Leitner darf ständig neue Bürgerüberwachungs-Orgien-Ermächtigungen verkünden (nett als "neue Sicherheitspolizeigesetze" bezeichnet).

Bürgerüberwachungs- und Totengräberindustrie
010
16.2.2012, 22:09

Mein Gott, sind die dreist!
Mein Gott, sind die dreist!
Honecker und Ceaucesu hätten ihre helle Freude an dem gehabt, was die ÖVP-Wahnsinnigen da installiert haben.

Höchste Zeit, diesen Wildwuchs zurückzustutzen, bevor er uns über den Kopf wächst!

MySinn.at
04
16.2.2012, 18:34
LOL ...

eine Antwort wie sie nur eine "bürokratische Diktatur" geben kann !!!

derdiedaswerwiewaswiesoweshalbwarum
20
16.2.2012, 15:21
das

problem wird sein, dass es garkeine zentrale datenbank gibt sondern viele kleine wobei nicht jeder auf alle zugriff hat sondern nur auf die welche er in seiner arbeit braucht

system1
00
16.2.2012, 14:25
die weitere bezahlung von lohnsteuer

kann aufgrund des hohen aufwandes von meiner seite leider nicht mehr erfolgen.

Michael Schmied
02
16.2.2012, 14:24
Jedes Kid mit Datenbankerfahrung

kann so eine Abfrage machen.

Selbst ein unbedarfter Mensch vor einen grafischen Zugang gesetzt, wird das hinbekommen.

Eine unglaublichen Inkompetenz - sofort entlassen!

GhostInside
03
16.2.2012, 14:19
cui bono

Viele Postings fokusieren hier auf die Unfähigkeit der Datenbankabfrage. Naheliegender ist doch, dass man eine Begründung braucht wieso man die Daten nicht rausrücken will.
Also nicht so sehr darauf versteifen welche Begründung das BMI liefert, sondern überlegen, wieso es die Anfrage nicht beantworten will.

prado
01
16.2.2012, 14:14
na dann mal keine weiteren Daten für die nächsten paar Jahre

und Aufarbeiten ist angesagt

m m 10
00
16.2.2012, 14:02
naja....

...ich vermute mal, der aufwand die österreicher jenen personen zu trennen, die in den letzten 10 jahren mehr als 1 monat bei uns waren ist einfach zu aufwändig...

aber wenn eine absolute zahl reicht: wieviele einwohner hat österr. nochmal??

Mostbluzza
00
16.2.2012, 13:52
über wieviele gibts keine einträge

vielleicht geht das schneller?

babys, tote, schwangere und kinder bis 16 nehmen wir mal aus. auch alle über 80, najo, sagen wir 95, da war jo noch was.

gut: dann bleiben wieviele über - alle?

Bertl Redford
00
16.2.2012, 13:49
warum zum schmiedl gehen?

fragts doch gleich anonymus

standarT
00
16.2.2012, 13:05
bitte an die Herren weiterzuleiten:

select count (*) AS "Verdaechtige_Purschen"
from db_bvt_tierschutz_terror

GO

dauerte: 31 sekunden. PUH

der schalldämpfer
015
16.2.2012, 12:45
Das versteh ich…

… und so folge ich dem guten Beispiel und sehe mich künftig nicht mehr in der Lage, meine Buchhaltung zu führen geschweige denn Steuern zu zahlen. Die dafür notwendigen administrativen Tätigkeiten stellen einen sehr hohen und damit nicht bewältigbaren Aufwand dar.

Müßt doch passen. Wenn die Exekutive so argumentieren darf…

m m 10
00
16.2.2012, 14:05
na klar...

... da gibts ja auch so viele konten!
so landet beispielsweies ein HW-einkauf auf einem ganz anderen konto als der HW-verkauf!

von unterschieldicher zahlungsform noch ganz zu schweigen......

und konten gibts bestimmt mehr als "etiketten" - von denen gibts nämlich nur 4:
x) schuldig
x) sehr schuldig
x) terrorist
x) tierschützer

m m 10
00
16.2.2012, 14:02
na klar!

madman
02
16.2.2012, 12:23
hmmm

select count(*) from buerger where etikette = 'verdächtig'
</sarkasmus>

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