Sturm fegte im Flachgau Postbus von der Straße

15. Februar 2012, 14:55
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Zahlreiche Unfälle - Zwei Postbusse im Flachgau von Windböen erfasst - Vorübergehende Straßensperren - Lawinengefahr auf "groß" gestiegen

Salzburg - Der Winter hat das Bundesland Salzburg weiterhin fest im Griff, obwohl die Temperaturen in den Tälern an die Nullgrad-Grenze gestiegen sind. Sturmböen und anhaltender Schneefall haben heute, Mittwoch, für hängen gebliebene Fahrzeuge und zahlreiche Verkehrsunfälle mit vorwiegend Sachschäden gesorgt. Im Flachgau wurden zwei Postbusse regelrecht verweht. Laut ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel blieben die Fahrgäste unverletzt.

Einige Straßen im Flachgau und Pinzgau mussten vorübergehend gesperrt werden, wie die Obertrumer sowie die Seekirchner Landesstraße und die B164 zwischen Mühlbach und Dienten (Pinzgau), informierte Mittwochmittag die Pressestelle der Salzburger Polizei. Auch viele Skilifte wurden wegen der Sturmböen eingestellt. Die Lawinengefahr stieg auf "groß", nur im südlichen Lungau war sie "erheblich".

Sturm: Bis zu 103 km/h

Der Sturm brachte es im Flachgau auf Spitzen von 103 km/h auf dem Kolomannsberg. "In Mattsee wurde ein Wert von 84 km/h gemessen, am Salzburger Flughafen 76 km/h", berichtete Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg. Um den Sonnblick (Pinzgau) fegte der Wind mit 101 km/h, um die Loferer Alm mit 109 km/h. Bis morgen seien in den Tälern Neuschneemengen von zehn bis 20 Zentimeter und auf den Bergen bis zu 40 Zentimeter zu erwarten, prognostizierte Ohms.

Einige Fahrzeuglenker sind Einsatzkräften zufolge trotz der winterlichen Straßenverhältnisse zu schnell unterwegs gewesen. Aber auch die Sturmböen verbunden mit schlechter Sicht und die Schneeverwehungen trugen das Ihrige zu den zahlreichen Unfällen bei. Einige Fahrzeuge standen quer. Im Bereich Obertrum fegte der Wind gleich zwei Postbusse von der Straße. "Um 9.00 Uhr wurde ein in Richtung Mattsee fahrender, mit drei Fahrgästen besetzter Bus von einer Windböe erfasst und über die Fahrbahn hinaus an den Straßenrand geschoben, wo er im Schnee steckenblieb", schilderte Zumtobel. Feuerwehrleute zogen den Bus heraus. Eine Stunde nach dem Unfall konnte der Chauffeur die Fahrt fortsetzen.

Um 11.00 Uhr erfasste abermals eine Windböe seitlich einen Postbus, der von Obertrum ohne Fahrgäste in Richtung Salzburg fuhr. Der Wind schob den Bus über die Mittellinie, das Fahrzeug touchierte einen entgegenkommenden Pkw und landete in einer Wiese. Zwei Autoinsassen wurden offenbar leicht verletzt. Die Lenker der 15 Meter langen und 3,20 Meter hohen Busse seien angewiesen worden, dass sie mit äußerster Vorsicht und geringer Geschwindigkeit fahren sollen, hieß es seitens der ÖBB. Am Salzburger Flughafen kam es zu keinen Beeinträchtigungen im Flugverkehr, erklärte Pressesprecher Alexander Klaus. (APA)

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