Neue Behandlungsmethode bei Aorten-Aneurysma

15. Februar 2012, 15:26
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Wiener Chirurgen setzten erstmals neu entwickelte Endoprothese ein

Wien - Eine neuartige Behandlungsmethode gegen das lebensbedrohliche Bauchaorten-Aneurysma ist im Wiener Wilhelminenspital durchgeführt worden. Erstmals wurde dabei nach eigenen Angaben vom Chirurgenteam eine speziell entwickelte Endoprothese eingesetzt, die für besseren Sitz, Dichtung und längere Haltbarkeit sorgen soll. Das berichtete das Wilhelminenspital in einer Aussendung.

Der Eingriff dauerte nur knapp über eine Stunde. "Der Patient ist wohlauf. Der Vorteil bei diesem Eingriff ist, dass die Patienten in der Regel schon nach wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen können", erklärte Afshin Assadian, Wissenschaftlicher Sprecher des Gefäßforums Österreich.

Eigens entwickelte Schrauben

Zum ersten Mal kamen auch eigens entwickelte Schrauben zum Einsatz, die ein mögliches späteres Abrutschen der Prothese verhindern sollen. Laboruntersuchungen haben ergeben, dass die Prothese durch die Schrauben ähnlich fest oder sogar fester mit der Aortenwand verbunden ist, als mit einer klassischen Nahtreihe. Durch den geringen Katheterdurchmesser der Prothese werde es außerdem möglich, Patienten mit geringem Beckengefäßdurchmesser oder komplizierter Aortenbeschaffenheit erfolgreich zu behandeln, sagte Assadian.

Bei der Gefäßerkrankung des Bauchaortenaneurysmas handelt es sich um eine gefährliche und lebensbedrohliche Aussackung der Bauchschlagader. Da die Erkrankung aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft häufiger vorkommen wird, werden neue Strategien in der Behandlung dieser Erkrankung notwendig. (APA)

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