"Salzburg hat nicht viele Schwächen"

15. Februar 2012, 16:49
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Miron Markewitsch geht trotz guter Österreich-Erfahrungen mit Vorsicht in das EL-Duell mit Salzburg - Moniz: "Haben bessere Chancen als die Austria"

Salzburg - Die Buchmacher führen Metalist Charkiw vor dem Fußball-Europa-League-Duell mit Salzburg am Donnerstag (19.00 Uhr/live Sky und Puls 4) als leichten Favoriten, die Ukrainer gehen dennoch mit großem Respekt in das Hinspiel der Runde der letzten 32. "Ich würde nicht sagen, dass Salzburg viele Schwächen hat", konstatierte Metalist-Trainer Miron Markewitsch in ukrainischen Medien. Mit seinem Team gastiert der Kurzzeit-Nationalcoch seines Landes (Februar bis August 2010) bereits zum dritten Mal in den vergangenen zweieinhalb Jahren in Österreich.

Bisher brachten ihm die Ausflüge in die Alpen nur Gutes. In der Europa-League-Qualifikation holte er im August 2009 bei Sturm Graz - mit einem fast komplett anderen Team als dem heutigen - ein 1:1, bei der Austria führte er seine Elf im vergangenen September in der Gruppenphase zu einem 2:1-Erfolg. Der 61-Jährige erwartet gegen Salzburg aber einen harten Kampf. "Ich bin sicher, es wird ein schwieriges Spiel", meinte Markewitsch, der mehrere Partien des Gegners, sowohl in der Europa League als auch der Bundesliga, analysiert hat.

Überraschungen sind in der Aufstellung der Ukrainer nicht zu erwarten. Markewitsch, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, muss sich aber entscheiden, ober er etwa den 2008 eingebürgerten Serben Marko Devic oder den Argentinier Cristaldo stürmen lässt. Fraglich ist auch, ob der im Winter verpflichtete offensive Mittelfeldspieler Marlos schon bereit für die Startformation ist. Am gewohnten 4-2-3-1-System der Ukrainer dürfte sich aber nichts ändern.

Durchaus möglich also, dass bei den Gelb-Blauen wie schon gegen die Wiener Austria zeitweise neun aus Südamerika stammende Kicker auf dem Platz stehen. (üblich sind sechs Argentinier und drei Brasilianer). Dagegen nimmt sich die entsprechende Abteilung der Salzburger (Leonardo, Douglas, Gonzalo Zarate exklusive des verletzten Alan und des für die Europa League nicht gemeldeten Cristiano) schon fast bescheiden aus.

Markewitsch beschrieb den Gegner als eine "hochwertige Mannschaft mit physisch starken und disziplinierten Spielern" und betonte, dass die Aufgabe der Salzburger in der Gruppenphase mit Paris Saint Germain und Athletic Bilbao "ganz schwer" gewesen sei. Besonders ins Auge stachen ihm Zarate, Neo-Stürmer Soriano, aber auch Jakob Jantscher, den Markewitsch bereits von den Spielen gegen Sturm 2009 kennt.

Moniz: "Endspiel"

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz meinte am Mittwoch, dass Salzburg größere Chancen habe, gegen Metalist zu bestehen, als die Austria. Und zwar "aufgrund der Dichte unseres Kaders, unserer spielerischen und kreativen Möglichkeiten, und mit Soriano haben wir eine neue, zusätzliche Option im Angriff." Man gehe gut vorbereitet ins Spiel, an Informationen über den Gegner werde es den Spielern nicht mangeln. "Es ist für uns wieder ein Endspiel, das erste von zwei Endspielen um das Achtelfinale", so der Niederländer.

Douglas da Silva, der auf seinen ersten Einsatz in einem Europacup-Spiel für Red Bull hofft, kennt Charkiws Brasilianer Taison. Und nicht nur das: "Wir wissen über die Stärke von Kharkiv bestens Bescheid. Aber wir spielen zu Hause und müssen gleich zeigen, wer der Boss ist." Ein Aufstieg der Salzburger würde größten internationalen Erfolg der Ära Red Bull bedeuten. Selbst in der Saison 2009/10, in der man die Gruppenphase dominiert hatte, war in der Runde der letzten 32 Endstation.

Am Mittwoch absolvieren beide Mannschaften ihr Abschlusstraining. Während Salzburg in Taxham trainieren wird, können die Spieler aus Charkiw den Rasen in der Red Bull Arena kennenlernen. Für Donnerstag wird ein Großaufgebot an internationalen Scouts erwartet, auch von Olympiakos Piräus ist ein Beobachter angesagt. Der Sieger des Duells Salzburg vs. Kharkiv bekommt es bekanntlich im Achtelfinale mit dem Sieger der Begegnung zwischen den Griechen und Rubin Kazan zu tun. (red/APA)

Mögliche Aufstellungen

Red Bull Salzburg - FK Metalist Charkiw (Red Bull Arena, 19.00 Uhr/live Puls 4 und Sky, SR Marijo Strahonja/CRO)

Salzburg: Walke - Schiemer, Douglas, Hinteregger, Svento - Mendes, Leitgeb/Lindgren - Jantscher, Leonardo, Zarate - Soriano

Ersatz: Gustafsson - Ulmer, Pasanen, Sekagya, Schwegler, Hierländer, Cziommer, Teigl, Maierhofer

Fraglich: Leitgeb (Knieprobleme)

Es fehlen: Alan (Kreuzbandriss), Cristiano (beide nicht im EL-Aufgebot)

Charkiw: Dischlenkowitsch - Villagra, Gueye, Torsiglieri, Fininho - Edmar, Torres - Sosa, Cleiton Xavier, Taison - Devic/Cristaldo

Ersatz: Gorjainow - Beresowtschuk, Obradovic, Pschenitschnich, Blanco, Marlos, Schelajew, Waljajew

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    Miron Markewitsch hat Respekt vor Salzburg und die Freude der Wahl (an Brasilianern).

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