Hofer-Smartphone Medion Life im Test: Günstiger Android-Einstieg

15. Februar 2012, 16:30
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Gutes Display und gute Verarbeitung - Schlechte Kamera und schwacher Akku

Das ZTE Skate ist als "Monte Carlo" bei Orange und ab Donnerstag 16. Februar auch als Medion Life beim Diskonter Hofer erhältlich. Das Medion Life kostet inklusive einem Gesprächsguthaben von 15 Minuten bei Yess!, 4 GB microSD-Karte und KFZ-Halterung € 199. Drei Jahre Garantie packt Medion außerdem noch dazu.

Display und Verarbeitung

Das Display hat 4,3 Zoll und reagiert gut und schnell auf die Toucheingaben. Die Auflösung von 800x480 Pixel reicht für ein gutes Bild. Die Darstellung der Farben ist sehr kontrastreich. Der Nachfolger des ZTE Blade ist gut verarbeitet. Das Gehäuse ist aus schwarzem glänzenden Plastik, fühlt sich aber nicht "billig" an. Die Hinterseite lässt sich komplett abnehmen, um SIM- und SD-Karte einzusetzen oder den Akku zu tauschen, trotzdem dichtet das Gehäuse gut ab. Es ist auch kein Knarzen zu hören, lediglich bei der Bedienung der Tasten kann man ein Klicken hören.

Das Medion Life hat die drei typischen Android-Tasten Home, Zurück und Menü. Im Zurück-Knopf ist eine LED-Lampe eingebaut, die anzeigt, wenn man Nachricht erhalten hat oder die Akkuladung zu Ende geht. Der Einschalt-Knopf befindet sich auf der rechten Seite, auf der linken Seite kann man die Lautstärke regeln. Das Smartphone hat einen Mini-USB-Anschluss an der Unterseite und eine Kopfhöreranschluss oben.

Prozessor und Akku

Das Medion Life hat einen Single-Core 800 mHz Prozessor von Qualcomm und 512 MB Arbeitsspeicher. GPS und WLAN sind neben den gängigen Mobilfunktechnologien mit an Bord. Der Akku hat eine Kapazität von 1400 mAh und ist ein Negativpunkt des Smartphones. Eine Ladung reicht gerade für einen Tag, benutzt man das Medion Life etwas intensiver muss man schon im Laufe des Tages einmal nachladen.

Schwache Kamera

Das Smartphone hat eine 5 Megapixel- Kamera auf der Rückseite eingebaut. Die Qualität der Bilder konnte nicht überzeugen, da die Farben etwas schwach sind. Verwendet man den eingebauten LED-Blitz, werden die Fotos stark überbelichtet. Neben Fotos kann man auch Videos im Mpeg-4-Format mit einer Auflösung von 640x480 Pixel aufzeichnen.

Android 2.3.5

Als Betriebssystem kommt Android 2.3.5 Gingerbread zum Einsatz. Medion hat unter anderem die Hofer App und Medion GoPal Navigator-App vorinstalliert. Die Navigations-App konnte leider nicht getestet werden. Der interne Speicher für Apps ist mit 300 MB gering gehalten. Es wird empfohlen, die Apps wenn möglich auf der SD-Karte zu installieren. In das Medion Life können microSD-Karten mit einer Kapazität bis zu 32 GB gegeben werden.

Tastatur

Medion hat statt der Android-Tastatur seinem Smartphone eine XT9 Trace-Eingabe verpasst. Diese ähnelt der App SlideIT. Man muss nicht mehr jeden Buchstaben einzeln drücken, sondern kann über die Tastatur gleiten. Dadurch gelingt das Schreiben von Texten einfacher als mit der Android-Tastatur.

Fazit

Das Medion Life oder ZTE Skate ist nicht das schnellste Handy. Bei manchen Apps beginnt das Smartphone zu Ruckeln. Für das Geld passt im großen und Ganzen die Performance und für Smartphone-Einsteiger ist das Handy gut geeignet. Wer ein Smartphone mit guter Kamera haben möchte und auch aufwendigere Apps laufen lassen möchte, sollte allerdings zu einem teureren Gerät greifen. (soc)

  • Das Diskonter.Smartphone Medion Life
    screenshot: medion

    Das Diskonter.Smartphone Medion Life

  • XT9 Trace vereinfacht die Texteingabe
    screenshot: medion

    XT9 Trace vereinfacht die Texteingabe

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