Ein Angeklagter im Fall Megaupload gegen Kaution freigelassen

15. Februar 2012, 12:05
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40-jähriger Deutscher muss sich im Haus eines Mitangeklagten in Auckland aufhalten

Knapp vier Wochen nach seiner Festnahme beim Schlag gegen die Internet-Plattform Megaupload ist ein 40-jähriger Deutscher laut Medienberichten in Neuseeland gegen Zahlung einer Kaution freigelassen worden. Er erhielt die Auflage, sich ausschließlich im Haus eines mitangeklagten Niederländers in Auckland aufzuhalten. Die gleichen Bedingungen gelten für einen weiteren Deutschen, dem bereits Ende Jänner die Freilassung auf Kaution gewährt wurde.

Die US-Justiz wirft ihnen ebenso wie dem aus Deutschland stammenden Megaupload-Gründer Kim Dotcom, früher als Kim Schmitz bekannt, Verstöße gegen das Urheberrecht und Geldwäsche vor. Die USA betreiben ihre Auslieferung. Ein Kautionsantrag von Dotcom wurde abgelehnt.

Vorwurf

Megaupload ist eine inzwischen gesperrte Internet-Plattform zum Hochladen von Dateien aller Art, die dann über einen einfachen Link heruntergeladen werden können. Inhaber von Urheberrechten seien auf diese Weise um mehr als 500 Millionen Dollar geschädigt worden, erklärt die Justiz in den USA. Dotcom und die weiteren Betreiber sollen mehr als 175 Millionen Dollar an der illegalen Verbreitung der urheberrechtlich geschützten Inhalte verdient haben. Megaupload macht geltend, dass lediglich eine technische Plattform für die Daten bereitgestellt worden sei und dass diese überwiegend für legale Zwecke genutzt worden sei. (APA)

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