Gericht: Rumäniens Ex-König muss umstrittenen Neffen anerkennen

15. Februar 2012, 12:01
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Prozess dauerte 21 Jahre

Bukarest - Rumäniens Ex-König Michael (90) aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen muss nach jahrzehntelangem Weigern einen Neffen aus einer umstrittenen Beziehung seines Vaters, König Carol II (1930-1940), als Mitglied der Familie anerkennen. Das entschied das Oberste Gericht Rumäniens am Dienstag nach einem 21 Jahre dauernden Prozess. Geklagt hatte Paul de Romania, Enkel von Michaels Vater.

Der Streit wurzelt im frühen Liebesleben von König Carol II., der 1917 in Odessa heimlich die rumänische Adlige Ioana Lambrino geheiratet hatte. Die Ehe wurde im Januar 1919 von seinen Eltern annulliert, da die Braut als nicht standesgemäß galt. Mehr als ein Jahr danach brachte Ioana ihren Sohn Carol Mircea Grigore zu Welt - Sohn von Carol II. und später Vater von Paul de Romania, wie es jetzt auch das rumänische Gericht anerkannte. Offen war zunächst, ob Paul de Romania auch die königlichen Immobilien beanspruchen wird, die Michael nach dem Fall des Kommunismus in Rumänien zurückbekommen hat. (APA)

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    Ex-König Michael (im Bild bei einem Konzert zu seinem 90. Geburtstag) muss Paul de Romania als Mitglied der Familie anerkennen.

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