Leitbörsen in Fernost einheitlich leichter

16. Februar 2012, 12:44
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Ex-Olympus-Konzernchef verhaftet - Qantas mit Gewinneinbruch

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag durchgehend leichter tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbilligte sich um 22,24 Zähler oder 0,24 Prozent auf 9.238,10 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 87,95 Zähler (minus 0,41 Prozent) auf 21.277,28 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 9,84 Punkte oder 0,42 Prozent auf 2.356,86 Punkte.

Kursverluste setzte es auch an den Märkten in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.977,20 Zählern und einem Minus von 34,48 Punkten oder 1,14 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 70,2 Zähler oder 1,62 Prozent auf 4.257,20 Einheiten.

An der Tokioter Börse verbilligten sich Olympus um 2,38 Prozent auf 1.273,00 Yen. Im Zusammenhang mit dem Milliarden-Bilanzbetrug beim japanischen Kamerahersteller haben die Ermittler den früheren Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa sowie sechs weitere Personen festgenommen. Das berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der langjährige Firmenpatriarch Kikukawa steht im Verdacht, der zentrale Drahtzieher des Bilanzbetrugs zu sein. Bei Olympus wurden über Jahre mit Hilfe aufgeblähter Übernahmedeals nach heutigen Erkenntnissen Verluste von insgesamt 134,8 Mrd. Yen (1,312 Mrd. Euro) verschleiert.

Unter den Einzelwerten im Hang Seng Index in Hongkong lagen Tencent (plus 3,05 Prozent) vor Want Want China (2,96 Prozent) und New World Development (plus 2,04 Prozent). Am verlustreichsten war der Handelstag hingegen für Belle International (minus 3,26 Prozent), Li & Fung (minus 3,07) und Aluminium Corporation of China (minus 2,57 Prozent).

Im All Ordinaries Index in Sydney lagen Qantas mit plus 6,09 Prozent bei 1,655 australischen Dollar. Die australische Fluggesellschaft streicht nach einem deutlichen Gewinneinbruch im ersten Geschäftshalbjahr etwa 500 Arbeitsplätze. Betroffen seien unter anderem die Bereiche Wartung und Bodenbetreuung am Standort Sydney, erklärte Qantas-Chef Alan Joyce. In den sechs Monaten bis Ende Dezember halbierte sich der Vorsteuergewinn nach Qantas-Angaben auf 202 Mio. Australische Dollar (166 Mio. Euro). Die Erlöse stiegen um sechs Prozent auf acht Mrd. Dollar. Bereits im November hatte die Fluggesellschaft ihre Prognose nach unten geschraubt.

Auch Konkurrent Air New Zealand konnte um 2,22 Prozent auf 0,69 australische Dollar zulegen. Hohe Abschläge setzte es hingegen für die Hutchison Australia, sie verloren 3,77 Prozent auf 0,05 australische Dollar. (APA)

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