Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Villacher FPK-Gemeinderat

Soll Ehefrau bei Streit schwer verletzt haben - FPK-Rettl: "Private Angelegenheit" - Ruf nach Rücktritt von SPÖ, ÖVP und Grünen

Klagenfurt - Gegen einen Villacher FPK-Gemeinderat wird wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt. Der Mann soll laut Medienberichten bei einem Streit seine Ehefrau attackiert und ihr dabei den rechten Mittelfinger gebrochen haben. "Private Angelegenheiten, auch von Politikern, müssen privat bleiben", sagte FPK-Vizebürgermeisterin Wally Rettl. Der betroffene Mandatar war für die APA nicht erreichbar.

Der Vorfall ereignete sich bereits Anfang Jänner, gegen den Mann wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigte ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung. "Was Anwälte in Rosenkriegen behaupten und was später herauskommt sind oft zwei Paar Schuhe", sagte Rettl auf APA-Anfrage. Befragt nach möglichen innerparteilichen Konsequenzen für ihren Kollegen, sagte Rettl, sie wolle "das Ende der Geschichte abwarten". Sie betonte, sich zu Privatem nicht äußern zu wollen und weder Stadtparteiobfrau noch Klubobfrau zu sein.

Laut Medienberichten wurde allerdings der Ruf nach dem Rücktritt des FPK-Politikers laut. "Gewalt gegen Frauen ist nicht zu akzeptieren, der Mandatar muss aus all seinen Funktionen zurücktreten", erklärte etwa ÖVP-Klubobmann Markus Steinacher. Ähnliches forderte SPÖ-Klubchef Richard Pfeiler: "So viel Charakter muss dieser Politiker haben, dass er in so einem Fall von sich aus geht". Für Villachs Grünen-Klubobfrau Susanne Schautzer ist "ein Mensch, der Gewalt anwendet, für jede Art von politischer Funktion völlig untragbar". (APA)

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