Illegale Legebatterie in Rumänien aufgedeckt

15. Februar 2012, 11:07
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Tiere in zu kleinen Käfigen - Vier Pfoten: Zum Bau wurden EU-Fördergelder verwendet

Wien - Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat nach eigenen Angaben in Rumänien illegale Legebatterien aufgedeckt. Rumäniens größter Eierproduzent Agrimon soll Hunderttausende Hühner in Käfigen halten, obwohl das seit 1. Jänner 2012 EU-weit verboten ist. Zum Bau dieser Käfige sollen außerdem EU-Fördergelder verwendet worden sein, wie "Vier Pfoten" am Mittwoch in einer Presseinformation mitteilte.

"Einfach, Kommission zu täuschen"

Dabei sollte Agrimon laut eines offiziellen Berichts an die EU-Kommission längst auf die Käfige nach EU-Standard umgerüstet haben. Nach Angaben der Tierschutzorganisation dürfte das Unternehmen jedoch mindestens 484.000 Hennen in konventionellen Legebatterie-Käfigen halten. "Wenn es so einfach ist, die EU-Kommission zu täuschen, dann fragen wir uns, wie viele Hennen tatsächlich EU-weit noch in illegalen Legebatterien leiden", meinte Helmut Dungler, Gründer und Stiftungspräsident von "Vier Pfoten" International.

Der enge Platz und fehlendes Licht in den kleinen Käfigen führen zu schweren Verletzungen und oftmals zum Tod der Tiere. Statt der bisherigen 550 Quadratzentimeter pro Huhn müssten die Käfige daher seit 1. Jänner 2012 750 Quadratzentimeter pro Huhn bemessen. Nach Schätzung von "Vier Pfoten" werden trotz der Gesetzesänderung weiterhin über 47 Millionen Hennen innerhalb der EU in riesigen illegalen Tierfabriken gehalten. (APA)

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