Italien in Rezession, Frankreich wächst

15. Februar 2012, 10:52
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Rom - Das schwerverschuldete Italien schlittert in die Rezession. Im Gesamtjahr 2011 ist Italiens Wirtschaft um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Im Jahr 2010 hatte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) noch 1,4 Prozent betragen, teilte Italiens Statistikamt Istat am Mittwoch mit. Die letzte Rezessionsphase war im zweiten Quartal 2009 zu Ende gegangen. Die Regierung in Rom war im Gesamtjahr 2011 von einem Rückgang von 0,6 Prozent ausgegangen.

Im dritten Quartal 2011 ist Italiens BIP um 0,2 Prozent zurückgegangen. Im vierten Quartal betrug das Minus 0,7 Prozent. Die Aussichten für das Gesamtjahr 2012 sind düster. Die Regierung ist der Ansicht, dass sich die Rezessionsphase verlängern könnte, sollten die beschlossenen Maßnahmen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums nicht greifen.

Frankreich überrascht mit Wachstum

Frankreichs Wirtschaft ist Ende 2011 überraschend gewachsen. Das BIP legte im Zeitraum von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt Insee mitteilte. Analysten hingegen hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet.

Frankreichs Finanzminister Francois Baroin sieht die Wirtschaft damit auf gutem Weg, 2012 das von der Regierung erwartete Wachstum von 0,5 Prozent zu schaffen. "Jeder der drei Hauptbereiche der Wirtschaft - Außenhandel, privater Konsum und Investitionen - sorgte im letzten Quartal 2011 für einen positiven Beitrag", erklärte Baroin. (APA)

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