Börse Frankfurt schließt auf Sechsmonatshoch

17. Februar 2012, 18:38
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Frankfurt - Hoffnung auf eine baldige Lösung der Griechenland-Krise hat dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang deutlich Auftrieb gegeben. Der DAX beendete den Handel mit plus 1,42 Prozent bei 6848,03 Punkten auf einem neuen Sechsmonatshoch. Auf Wochensicht steht ein Aufschlag von 2,3 Prozent zu Buche. Der MDAX legte zum Handelsschluss am Freitag um 1,41 auf 10441,43 Punkte zu, der TecDAX gewann 0,73 Prozent auf 778,36 Punkte. Der Rücktritt von Christian Wulff vom Amt des Bundespräsidenten beeinflusste die Börsen nicht.

Händler sagten, am Markt hätten in Sachen Griechenland derzeit die Optimisten die Oberhand. Für Montag wird die Freigabe des 130 Milliarden Euro schweren EU-Hilfspakets für Griechenland erwartet. Die Chancen einer negativen Überraschung seien nur noch marginal, sagte ein Marktstratege. Auch eine sich anbahnende Einigung beim Forderungsverzicht privater Gläubiger wirke positiv.

Finanzwerte waren vor der Entscheidung für weitere Griechenland-Hilfen und dem absehbaren Schuldenschnitt gefragt. Commerzbank stiegen um 2,57 Prozent, Deutsche Bank um 1,93 Prozent. Unangefochtener Spitzenreiter im DAX waren aber die Papiere von HeidelbergCement mit einem Aufschlag von 6,37 Prozent. Händler erklärten das Plus mit den Zahlen des französischen Wettbewerbers Lafarge, dessen operatives Ergebnis besser als erwartet ausgefallen war.

Autowerte legten nach Absatzzahlen von Volkswagen ebenfalls zu. Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care rutschten dagegen wie schon am Vortag ans DAX-Ende, weil laut Händlern negative Analystenkommentare weiterhin belasteten.

Im MDAX waren Klöckner & Co aufgrund einer technischen Erholung mit plus 6,43 Prozent vorne. Im TecDAX gelang Aixtron-Aktien mit einem Plus von fast 8 Prozent der Sprung an die Index-Spitze. Ein Branchendienst hatte berichtet, das Überangebot im LED-Markt sollte im zweiten Quartal 2012 auf 16 Prozent fallen, nachdem es 2011 bei 30 Prozent gelegen habe. Singulus Technologies rückten nach einem Auftrag in dem für das Unternehmen noch relativ jungen Solargeschäft um 3,11 Prozent vor. (APA)

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