Pharmazeutika

Sanochemia erwirtschaftet weniger Gewinn

15. Februar 2012, 09:34

Höhere operative Kosten und Aufwendungen für Internationalisierung belasten Ergebnis

Wien - Die börsenotierte Sanochemia Pharmazeutika AG hat im im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 die Erlöse gesteigert, der Gewinn war aber rückläufig. Der Umsatz legte in den ersten drei Monaten aufgrund höherer Exporte in der Radiologie sowie wegen dem neuen Segment Veterinärpharmazeutika um 12 Prozent auf 8,07 Mio. Euro zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) halbierte sich hingegen auf 465.000 Euro, nach 1,04 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurden 274.000 Euro ausgewiesen, nach 403.000 Euro im 1. Quartal 2010/2011.

Das Ergebnis vor Zinsen, sonstigem Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging von 1,817 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 1,281 Mio. Euro zurück. Als Grund gibt das Unternehmen höhere operativen Kosten und Aufwendungen an, die mit rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Deutlich mehr wurde laut Sanochemia im Bereich Zulassungen und Markteintritte aufgrund der verstärkten Internationalisierung ausgegeben. Der Personalaufwand blieb mit rund 2 Mio. Euro konstant.

Die langfristigen Schulden gingen auf 5,943 Mio. Euro zurück (30. September 2010: 7,036 Mio. Euro). Das sei auf einen Rückgang der Finanzverbindlichkeiten wegen der weiteren Rückführung von Krediten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden lagen nahezu unverändert bei 22,211 Mio. Euro. Hier wirke sich noch der Buchwert der vorläufig festgelegten Kaufpreisverbindlichkeit für die Übernahme der Alvetra u. Werfft GmbH mit rund 5 Mio. Euro aus, erklärte das Unternehmen. Dies werde in Kürze durch die Ausgabe neuer Aktien bezahlt und werde keinen Zahlungsmittelabfluss zur Folge haben.

Die Hauptumsatzträger bei Sanochemia sind Kontrastmittel im Bereich Humanpharmazeutika, sowie synthetisch hergestellte Wirkstoffe und Pharmaauftragsproduktionen. Das neue Segment Veterinärpharmazeutika habe einen Umsatzanteil von 20 Prozent mit positivem Ergebnisbeitrag erzielt.

Sanochemia will das Radiologiegeschäft weiter internationalisieren, um stärker auf den globalen Wachstumsmärkten präsent zu sein, vor allem in Russland, Südamerika und den arabischen Staaten. In Amerika werde man den Markt nach erfolgter FDA-Abnahme der Produktionsanlagen für Kontrastmittel intensiv bearbeiten.

Sanochemias Vorstandschef Werner Frantsits erwartet im Geschäftsjahr 2011/12 weiteres Wachstum: "Die hohe Produktqualität der radiologischen Produkte, anspruchsvolle Innovationen wie Vidon(R) und Secrelux(R), und die ständig verbesserte Produktivität in den operativen Geschäftsbereichen eröffnen Sanochemia gute Wachstumschancen für die Zukunft und steigende Profitabilität", erklärte Frantsits. (APA)

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