BitTorrent-Erfinder will das Fernsehen "töten"

15. Februar 2012, 10:18
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Neue Peer-to-Peer-Technologie ermöglicht Live-Streaming zu Millionen Usern ohne hohe Latenzzeiten

Beim San Francisco Music Tech Summit demonstrierte Bram Cohen, Erfinder von BitTorrent, eine neue Peer-to-Peer-Live-Video-Streaming-Technologie. Die Technologie soll Videos live zu Millionen Internet-Users streamen können, ohne dafür eine zentrale Infrastruktur zu benötigen. Das Protokoll ist sowohl für Videokonferenzen, als auch für die Übertragung von großen Events geeignet, meint Cohen.

"Das Fernsehen töten"

"Mein Ziel ist es, das Fernsehen zu töten", sagte der BitTorrent-Erfinder scherzhaft zu GigaOm. Er hat die Technologie von Grund auf neu gemacht, da die bisherige Peer-to-Peer-Technologie zu hohe Latenzzeiten für Live-Applikationen hatte. Er befindet sich momentan in Verhandlung mit mehreren Partnern, um die neue Technologie zu implementieren. Eine Firmengründung auf der Basis des neuen Protokolls ist momentan aber nicht geplant, meinte Cohen.

Gut für Konsumenten

Das Protokoll kommt vor allem den Konsumenten zugute, ist der Entwickler überzeugt, da mehr Inhalte für eine Bruchteil der Kosten von Content Distribution Networks (CDN) online gestellt werden können. Ob und wann das Protokoll Marktreife erlangt, ist unbekannt und ob es Cohen schafft, das Fernsehen zu töten, wird sich zeigen, denn wie Cohen selbst sagt, wird Video immer noch vorwiegend über andere Wege, als über das Internet konsumiert. (soc)

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    Bram Cohen, der Schrecken der Fernsehsender?

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