Blase?

Onlinespiele-Entwickler Zynga schreibt rote Zahlen

15. Februar 2012, 09:13

Minus im vierten Quartal Umsatz stieg auf 311 Mio. Dollar

Der Onlinespiele-Entwickler Zynga ist im vierten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich habe ein Verlust von 435 Mio. Dollar (330 Mio. Euro) gestanden nach einem Gewinn von 42 Mio. Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte der Anbieter von Spielen wie "CityVille" oder "FarmVille" am Dienstag nach Börsenschluss mit. Der Umsatz erhöhte sich von 195,8 auf 311,2 Mio. Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 301,08 Mio. Dollar gerechnet. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer habe um 13 Prozent auf 54 Mio. zugenommen.

Führend bei Facebook

Zynga war Mitte Dezember 2011 an die Börse gegangen. Der Rivale von Electronic Arts nahm dabei eine Milliarde Dollar ein, womit ihm der größte US-Börsengang eines Internetunternehmens seit dem IPO von Google gelang. Zynga ist der größte Anbieter von Spielen bei Facebook.

Im nachbörslichen Handel brach die Zynga-Aktie um knapp acht Prozent ein. (APA/Reuters)

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Posting 1 bis 25 von 29
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AlBundyFan
 
00
16.2.2012, 11:07
die meisten dieser spiele laufen eh nach dem prinzip ab

je mehr zeit/mausklicks du investierst desto besser bist du.
jeder volltrottel kann sich bei den meisten spielen zum superstar entwickeln wenn er nur lange genug davorsitzt.

ich bevorzuge spiele bei denen das können entscheidet ob man gut ist oder nicht.

und ein unternehmen das 435 dollar verlust macht aber nur einen umsatz von 311,2 mio - wie soll das gehen?

Herman Toothrot
00
15.2.2012, 15:33
seit wann ist EA ein "Internetunternehmen"?

rapidfans.at
00
15.2.2012, 13:15
das problem dürfte die börse sein.

umsatz von 195,8 auf 311,2, 13% mehr aktive spieler.
na wo geht das ganze geld denn hin?

_loquee
04
15.2.2012, 13:06

zyngas hauptproblem ist, dass sie so unglaublich einfach kopierbar sind. Habe vor einigen Wochen einmal die beliebtesten Facebook und Google+ Spiele angetestet.
Mittlerweile haben ja schon zig Anbieter, das exakt gleiche Konzept der xyzVilles auf weitere Szenarien umzusetzen.
Manche gehen sogar so weit und bringen ein wenig Spiel zurück in diese "Games"
Gemeinsam haben alle, dass einem mehr oder weniger subtil ständig unter die Nase gerieben wird, dass man InGame Währung braucht und seine Kontakte zuspammen muss.

Das hat vor wenigen Jahren noch überraschend gut funktioniert. Wenn aber Viele langsam erkennen, dass sie:
viel zu viel Zeit damit verbringen (müssten)
ganz schön viel Geld dafür ausgeben
anderen damit auf die Nerven Gehen

_loquee
00
15.2.2012, 13:12

... könnte Zyngas Konzept ins Wanken geraten.

Die Lawine an Free2Play Titeln die 2012 auf uns zu kommt, wird einige der Anbieter solcher in finanzielle Schwierigkeiten reißen.
Wenn Zynga unter diesen wäre, würde ich nicht besonders traurig sein.

Fränds
011
15.2.2012, 11:33
Eine Firma, die Spiele 1:1 von kleinen Softwarestudios stiehlt hat es nicht besser verdient.

Quelle: http://tinyurl.com/779efo8

Wahlarzt
00
22.2.2012, 14:06
und genau

deswegen macht gewerblicher Rechtschutz (Patente, Marken etc.) Sinn

TRockenmilch
00
16.2.2012, 13:15

nur dass das kleine softwarestudio genauso gefladert hat.
gibts ein passendes countermeme von den tatsächlichen entwicklern. ich suchs jetzt aber nicht raus ;)

O5
20
15.2.2012, 21:16

Müsste die Piraten doch hocherfreuen - vorbildliches Verhalten sozusagen!

Schießwütiger Pensionist
06
15.2.2012, 10:45

Bei Golem.de

"Unter der Bilanz steht ein Verlust von 435 Millionen US-Dollar - was allerdings zu erwarten war, weil Zynga als Folge seines Börsengangs aktienbasierte Boni in Höhe von 510 Millionen US-Dollar an Mitarbeiter und Management ausgeschüttet hat. Derzeit beschäftigt Zynga 2.846 Angestellte."

Green.L
 
03
15.2.2012, 20:55

Okay, danke für die Aufklärung. Aber wo soll man hier noch Infos erwarten außer in den Kommentaren ...

Martin Major
 
00
16.2.2012, 08:58

das war beim verweis "apa/reuters" doch nicht anders zu erwarten, oder? :D

.txt
00
15.2.2012, 09:56
könnte mir bitte mal jemand erklären wie man als spieleentwickler so einen verlust zusammenscheffeln kann?!

viel mehr als lizenzen für irgendwelche programme und die fixkosten der mitarbeiter haben die doch auch nicht oder lieg ich da komplett daneben? :O

Amadox
02
15.2.2012, 10:55

- fixkosten durch mitarbeiter
- server-infrastruktur
- exorbitante werbekosten (liegen pro user leicht mal im eurobereich, und user haben sie ja so einige)
- lizenzkosten für verschiedenste tools als auch techs
- lizenzdeals für die nutzung bestimmter IPs (wirds bei Zynga eher ned sein)
- gerichtskosten, weil sie von anderen entwicklern ein spiel nachm anderen kopieren
- geplatzte publisherdeals
- abgaben an facebook um ihre vorzugsbehandlung aufrecht zu erhalten

... fallen mir da so spontan ein. es gibt schon viele möglichkeiten, als spieleentwickler sein geld zu verballern. allerdings klingt das selbst für zyngaverhältnisse nach etwas zu viel..

_loquee
00
15.2.2012, 13:16

Zynga hat außerdem in den letzten Jahren wie verrückt kleinere Studios aufgekauft, welche dann selbst händerringend nach Javascriptgurus etc gesucht haben.

Zusätzlich wurden viele Stars der Branche mit Geld überschüttet um bei ihnen mitzumachen.

Amadox
00
15.2.2012, 18:21

jep, hab grad vorhin erfahren das sie zum börsengang ungefähr 510 mio USD an bonuszahlungen bzw "kompensationszahlungen" an mitarbeiter und management gemacht haben, das erklärt dann natürlich einiges.

.txt
00
15.2.2012, 10:58
werbekosten?

ich dachte der sinn von gratis spielen ist dass sie geld durch werbung einnehmen..? ~.^

Amadox
01
15.2.2012, 11:07

das war mal so. zynga macht aber, wie die meisten spieleentwickler, keine 'gratisspiele' in dem sinne mehr, den sie meinen. sie machen free2play-itemshop games, also spiele die zwar ansich gratis (und werbefrei) spielbar sind, aber einen itemshop bieten indem man über microtransactions spielvorteile kaufen kann.

die spiele sind so aufgebaut das sie den spieler stark verlocken eben solche microtransactions zu nutzen, um vorgänge zu beschleunigen, leichter zu machen, sich dinge zu ersparen, oder ganz einfach besser, toller, hübscher zu sein, sie ködern den user stark. desto mehr user drin sind, desto größer ist die zahl derer, die geld ausgeben dafür. ergo machen sie werbung, um die zahl ihrer user abzukurbeln. und werbung ist sehr teuer.

Mathias Steinlaus
 
00
15.2.2012, 10:41
Eine neue Dot.com Blase?

Vermutlich liegt es am Streit zwischen FB und Google+ ...

( http://www.basicthinking.de/blog/2011... die-macht/ )

Gle Goo
00
15.2.2012, 10:37
firmenwagen, laptops, galaxy tabs, wh**es, anteile an KonkurrenzUN

sind meine vermutungen - reihenfolge nicht geordnet

.txt
10
15.2.2012, 10:58

wie viele firmenwägen braucht man denn bitte für 311Mio. Dollar? ^^

Gle Goo
00
15.2.2012, 10:37
firmenwagen, laptops, galaxy tabs, wh**es, anteile an KonkurrenzUN

sind meine vermutungen - reihenfolge nicht geordnet

Gle Goo
00
15.2.2012, 10:37
firmenwagen, laptops, galaxy tabs, wh**es, anteile an KonkurrenzUN

sind meine vermutungen - reihenfolge nicht geordnet

dihydrogenmonoxid
01
15.2.2012, 09:45
find ich gut

man sollte mit so schrecklichen spielen und einem so schlechten spielkonzept kein geld machen können

CC79
01
15.2.2012, 10:04

So wahnsinnig schlecht sind diese zwar auch nicht (abgesehen davon dass sie alle geklaut sind und ziemlich unoriginell sind), aber als ehemaliger Spieleentwickler hat mich an Zynga deren Etablierung einer Anti-Kreativ-Kultur am meisten gestört. Bei denen arbeiten war Fabriksarbeit/Fließbandarbeit, und das hat man den Spielen dann auch angesehen: http://gamasutra.com/view/news... Future.php

Es ist kein Zufall dass die (dauerhaft) erfolgreichsten Spieleentwickler alle in ihren Studios eine Arbeits-Kultur pflegen die Kreativität fördern.

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