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Die Organgröße ist ein wichtiges Kriterium, das es vor einer Transplantation zu beachten gilt.
Magen, Leber, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Dickdarm waren bei einem neunjährigen Mädchen in den USA von einem aggressiven Tumor befallen. Anfang Februar erhielt die Patientin in einer 14-stündigen Operation alle sechs Organe neu verpflanzt. Ein seltener Eingriff - der eines zeigt: Der Transplantationschirurgie sind kaum noch Grenzen gesetzt. Das bestätigt auch Johann Pratschke, Leiter der Transplantationschirurgie an der Innsbrucker Uni-Klinik, räumt allerdings ein: "Eine Operation, in der Bauch- und Brustorgane transplantiert werden, ist zwar möglich, aber sehr anspruchsvoll und risikoreicher."
Nach dem heutigen Stand der Medizin können prinzipiell alle Bauch- und Brustorgane transplantiert werden. Sinnesorgane hingegen bereiten nach wie vor Probleme: Eine komplette Transplantation von Ohren und Augen ist nicht möglich.
Organgröße muss passen
Ein geeigneter Spender muss nicht zwingend gleich alt sein wie der Empfänger. Entscheidend ist vielmehr die Organgröße, die wiederum vom Körperbau abhängt. Generell gilt: Ein proportional zum Körper zu kleines Organ leistet nicht genug, ein im Verhältnis zu großes Organ hat zu wenig Platz im Empfänger.
Wenn jedoch die Größe passt, können Erwachsene Kindern Organe spenden und Kinder umgekehrt theoretisch Erwachsenen. In der Praxis kommt Zweites allerdings selten vor, weil viele junge Empfänger auf einen Spender warten.
Ein 40 Kilogramm schwerer Erwachsener kann demnach einem zwölfjährigen Jugendlichen mit dem gleichen Gewicht seine komplette Leber spenden, ein kleiner 30-Jähriger kommt für einen Dreijährigen als Nierenspender in Frage. Anders als bei Herz- und Lungentransplantationen kann die Größe der transplantierten Leber angepasst werden: Ist kein idealer Spender in Sicht, wird oft ein Teil der Leber eines Elternteils übertragen.
Neben der Organgröße müssen Empfänger und Spender die gleiche Blutgruppe besitzen. Insbesondere bei Nierentransplantationen sind zusätzliche Gewebemerkmale (HLA-Werte, humanes Leukozytenantigen-System, Anm.) relevant, die vererbt werden. Je ähnlicher die HLA-Werte, desto geringer das Risiko einer Abstoßung.
Der heilige Gral
Dass der Empfänger aufgrund einer Abstoßung sein neues Organ verliert, ist heute allerdings sehr selten. Da in den letzten Jahren die medikamentöse Behandlung verbessert wurde, reicht eine veränderte Dosierung oder auch die zusätzliche Einnahme einer anderen Substanz, um den Organverlust zu verhindern.
Auf ein fremdes Organ reagiert das Immunsystem des menschlichen Organismus mit Abwehr, deshalb wird es mit Hilfe sogenannter Immunsuppressiva geschwächt. Die Beeinträchtigung des Immunsystems steigert die Anfälligkeit für Viruserkrankungen und auch das Risiko, an Krebs zu erkranken. "Die Medikamente sind häufig toxisch für andere Organe, etwa für Nieren oder Nervensystem. Es ist wichtig, die Dosierung daher so niedrig wie möglich zu halten, weil die Nebenwirkungen auch zur Dialyse führen können", sagt Pratschke.
Zwar konnte die Nachbehandlung der Patienten optimiert und die Nebenwirkungen reduziert werden, den großen Durchbruch habe es in den letzten zehn Jahren allerdings nicht gegeben: "Der heilige Gral der Transplantationsmedizin wäre es nämlich, wenn der Patient nach einer mehrwöchigen Behandlung gar keine Medikamente mehr bräuchte, weil der Körper das neue Organ toleriert", meint der Innsbrucker Experte.
Derzeit muss der Patient anfänglich ein- bis zweimal wöchentlich zur Nachkontrolle, nach zwei, drei Jahren ist der Besuch beim Arzt nur mehr einmal im Monat erforderlich. Kurz nach der Operation ist zusätzliche Vorsicht geboten: Häufiges Händewaschen wird empfohlen, der Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln im Winter sowie Reisen in infektionsgefährdete Gebiete sollten vermieden werden.
Automatisch Organspender
Nach einer erfolgreichen Transplantation funktioniert das neue Organ in der Regel zehn bis 30 Jahre lang einwandfrei. So kann etwa eine Niere eines Verstorbenen zehn bis 15 Jahre, jene eines lebenden Spenders ungefähr 30 Jahre lang arbeiten. Die Lebenszeit des neuen Organs ist dabei nicht nur von der Organqualität, der passenden Organgröße, Blutwerten und HLA-Werten abhängig, sondern auch von der regelmäßigen Einnahme der Medikamente.
Organspender ist in Österreich jeder, der keinen Widerspruch dagegen eingelegt hat. Wenn sich also ein Patient nicht aktiv dagegen entschieden hat, dürfen die Ärzte rechtlich gesehen die Organe eines Verstorbenen transplantieren. "In der Praxis entnehmen wir allerdings keine Organe gegen den Willen der Angehörigen, wir haben nur eine bessere Argumentationsbasis", erklärt Pratschke. Für ihn ist das österreichische Gesetz eine intelligente Lösung, denn: "Wer beschäftigt sich im Alltag damit, was mit seinen Organen passiert, wenn er stirbt?" (derStandard.at, 15.2.2012)
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tot bin. Wenn sie jemand brauchen kann - so sei es.
Wo ich aber Probleme habe ist - wie kann man sicher sein, daß Ärzte auch alles machen, um das Überleben zu sichern...wenn z.B. gerade zufällig eine wichtige Persönlichkeit ein Organ benötigt und man die biologischen Voraussetzungen erfüllt.
Wie lange müssten z.B. Obama oder Putin auf eine Niere warten? Ich denke es würde als kleiner operativer Eingriff in den Zeitungen stehen damit es nicht rauskommt.
Baureithel/Bergmann: Herzloser Tod - das Dilemma der Organspende.
Eine kritische Auseinandersetzung mit der öffentlich kaum hinterfragten Praxis der Organspende. Eine Betrachtung des Themas aus verschiedenst möglichen Perspektiven (Explantierte, Transplantierte, Angehörige, ÄrztInnen, Pflegepersonal) und Beleuchtung eines massiven Tabubruches in einem existentiellen Graubereich, der hart an der Grenze der Vivisektion schrammt.
In den USA gab es einen Fall, in dem ein Hirntoter (keine Hrinströme messbar) der schon für die Organentnahme bestimmt, war wieder aufgewacht ist, weil eine medizinisch gebildete Verwandte ihn bei der Abschiednahme zwickte!
Nach dem Erwachen gab er an gehört zu haben wie die Ärzte ihn für tot erklärt haben, er konnte sich aber nicht bemerkbar machen.
Näheres z.B. hier: http://www.guardian.co.uk/world/200... mar/25/usa
Nachdem ich so um 1975 beim Plasmaspenden bei der Firma Seroplas in Linz mit dem Hep. C Virus angesteckt wurde, hat sich meine Leber im Lauf der Jahre, ohne zutun von Alkohol wohlgemerkt, schön langsam verabschiedet. Transplantation 2007. Mittlerweile arbeite ich wieder und mit den Nebenwirkungen komme ich auch klar. Ich habe Kinder und eine intakte Familie. Jeder soll natürlich selbst entscheiden ob er seine Organe spendet. Aber was bringt es, wenn sie unter der Erde verrotten, wenn man ein Menschenleben verlängern und retten kann. Würde mich interessieren wie die Spendeverweigerer darüber denken, wenn ein naher Angehöriger oder gar das eigene Kind ein Organ benötigen. Ob es dann auch egal ist ob sie sterben?
aber es gibt da mehr als nur "schwarz" und "weiß".
Es gibt Ärzte und Pflegepersonal, die sich weigert, an Organentnahmen mitzuwirken, weil die Toten eben nicht tot sondern nur "tot erklärt" wurden. Es gibt da viele Berichte und Untersuchungen, was so ein für "tot erklärter" bei der Organentnahme noch so alles macht.
Das beginnt bei stark beschleunigtem Herzschlag bis hin zu Schweißausbrüchen und endet damit, daß die "Toten" im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen und Füßen versuchen, sich gegen die Entnahme zu wehren.
Das sind keine Geschichten aus einem Horrorfilm sondern realer Krankenhausalltag.
... und selbstverständlich habe ich vollstes Verständnis für Ihre Wahl & hoffe selbst, daß ich nie so eine Wahl treffen muß ...
das ist der größte Blödsinn den ich seit langem gelesen habe. Sie arbeiten weder in einem Krankenhaus noch haben sie irgendeine med qualifikation. So einen Schwachsinn im Internet zu verbreiten braucht schon eine ordentliche Portion Dummheit. In Aut gibt es ganz klare und sehr strenge Auflagen bezügl Hirntoddiagnostik. Was Sie hier machen ist Panikmache die nur dazu führt, dass in Zukunft vielleicht noch mehr Menschen auf ein Organ warten müssen. Keine Ahnung woher Sie diesen ganzen Unfug haben, aber vielleicht beschäftigen Sie sich einmal ernsthaft mit der Thematik .
Das mag in China, im Ostblock oder in manchen arabischen Ländern, wo die Organmafia das Sagen hat durchaus der Fall sein. Aber in den Ländern die an Eurotransplant angeschlossen sind ist das garantiert nicht der Fall.
Sind sie Arzt, dass sie den von ihnen geschilderten Krankenhausalltag so genau kennen? Oder haben sie das auch mal irgendwo gelesen oder aufgeschnappt und für bare Münze genommen?
nein, das hat absolut nichts mit der Organmafia zu tun.
Ein paar Postings weiter oben wird dazu das ganz ausgezeichnete Buch von Baureithel/Bergmann "Herzloser Tod - das Dilemma der Organspende." empfohlen, das ist eine wissenschaftliche Aufarbeitung des ganzen von zwei sehr rennomierten Wissenschaftlern und auch im Internet gibt es recht viel Informationen dazu.
Ganz interessant zB. auch ein Artikel der FAZ, der das Thema anläßlich des "Tages der Organspende" kritisch beleuchtet: http://www.faz.net/aktuell/r... 56078.html
Und nein, ich bin kein Arzt, habe das Thema während meines Studiums nur recht ausführlich bearbeitet.
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Auch Transplantationsmediziner in Deutschland kennen den „lebenden“ Hirntoten. Bei 75 Prozent aller Patienten komme es zu Bewegungen der Arme und Beine, schreiben Hans-Peter Schlake und Klaus Roosen in einer Publikation der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Dies seien allerdings keine Lebens-, sondern Todeszeichen.
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was auch immer Sie studiert haben, sie haben auf keinen Fall Medizin studiert.
Das Buch wurde NICHT von medizinern sondern von Journalisten geschrieben!!
Der Artikel wurde von einer Soziologin geschrieben.
Immer wieder beängstigend wenn Leute die keine Ahnung von der Materie haben versuchen Angst zu verbreiten....
Das Buch wurde also von Journalisten geschrieben, sehr interessant. Offenbar ist es mit Ihrer wissenschaftlichen Genauigkeit nicht sehr weit her.
Ich würde vorschlagen, daß sie zunächst einmal ordentlich über die AutorInnen recherchieren, bevor Sie so einen Schwachsinn verzapfen.
Und eine Wiederholung aus meinen letzten Posting:
Und nein, ich bin kein Arzt, habe das Thema während meines Studiums nur recht ausführlich bearbeitet.
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