Romney fällt in Umfragen deutlich ab

15. Februar 2012, 06:36
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Rick Santorum führte alle Rankings der vergangenen Tage an - Echte Vorentscheidung dürfte erst am 6. März, dem Super Tuesday, fallen

Washington - Mitt Romney gilt als Favorit im Rennen der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur - allerdings nicht unumstritten: Im Verlauf der letzten Monate wurde er immer wieder temporär von Gegenkandidaten überflügelt. Jetzt zieht mehreren Umfrage zufolge der erzkonservative Bewerber Rick Santorum an ihm vorbei.

Einer landesweiten Umfrage zufolge unterstützen 30 Prozent der republikanischen Vorwähler den ehemaligen Senator Santorum. 27 Prozent stehen hinter dem Multimillionär Romney. Der Umfrage des TV-Senders CBS und der "New York Times" zufolge sprachen sich zwölf Prozent für den radikalliberalen Ron Paul aus. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich favorisieren demnach zehn Prozent. Vor einem Monat lag Romney mit 28 Prozent noch klar vorn, Santorum war mit 16 Prozent klar abgeschlagen.

Nur Gallup favorisiert Romney

Auch fast alle anderen Umfragen der letzten Tage sehen Santorum derzeit in Führung, lediglich bei Gallup liegt Romney vorne. Er gilt als ein vergleichsweiser moderater und pragmatisch ausgerichteter Konservativer. Santorum galt vor Beginn der Vorwahlen Anfang Jänner noch als krasser Außenseiter. Er verfügt im Gegensatz zu Romney nur über ein knappes Werbebudget.

Santorum macht gezielt Wahlkampf mit seiner strikt konservativen und christlich-religiösen Ausrichtung. Er tritt etwa selbst bei Vergewaltigung und Inzest für ein Verbot von Abtreibung ein.

Vier Vorwahlen gewonnen

Beide Kandidaten konnten sich bisher in je vier Vorwahlen durchsetzen. Romney gewann unter anderem die wichtige Abstimmung in Florida. Santorum setzte sich dagegen jüngst überraschend in den  Bundesstaaten Colorado, Minnesota und Missouri durch.

Die nächsten Vorwahlen stehen am 28. Februar in den Bundesstaaten Arizona und Michigan an. Doch immer mehr wird klar: Eine echte Vorentscheidung fällt erst beim Super Tuesday am 6. März - dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt.

Endgültig wollen die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August entscheiden, wer bei der Präsidentenwahl am 6. November gegen Barack Obama antritt. (APA)

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    Vor einem Monat führte Romney die Umfragen noch klar an.

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