Deserteursdenkmal: 25.000 Euro für Vorarbeiten beschlossen

14. Februar 2012, 19:47

Kulturausschuss im Wiener Landtag hat aber noch keinen fixen Zeitplan für Standortwahl und Realisierung festgelegt

Wien - Das von der Wiener Stadtregierung geplante Denkmal für Wehrmachtsdeserteure rückt seiner Realisierung einen Schritt näher. Der Kulturausschuss hat am Dienstag erste Finanzmittel für die Vorarbeiten an dem Projekt in der Höhe von 25.000 Euro beschlossen, teilte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny via Aussendung mit. Einen genauen Zeitplan, bis wann der Standort feststehen bzw. die Gedenkstätte errichtet werden soll, konnte man im Stadtratsbüro auf APA-Anfrage nicht nennen.

Der grüne Klubobmann David Ellensohn hatte unlängst das Ziel geäußert, bis Ostern die Standortfrage zu klären. Ihm zufolge soll das Denkmal bis spätestens 2013 realisiert werden. Das konnte eine Sprecherin von Mailath-Pokorny heute nicht bestätigen. Es seien noch viele Details zu klären, weshalb ein seriöser Zeithorizont aktuell nicht genannt werden könne. Das in die Gespräche eingebundene Personenkomitee "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz", ein 2008 gegründeter Verein, hatte wiederholt für eine Erinnerungsstätte am Heldenplatz plädiert.

Würdigung der Widerstandskämpfer

Mit dem Deserteursdenkmal soll "der wichtige Beitrag all jener, die unter Aufgabe ihres eigenen Lebens zum Widerstand gegen das Naziregime beigetragen und auf diese Weise ihre Pflicht erfüllt haben", auch in Wien gewürdigt werden, so Mailath-Pokorny in der Aussendung. Die Errichtung eines Mahnmals für Wehrmachtsdeserteure ist im rot-grünen Koalitionspakt festgeschrieben. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2
Christian Eder
65
15.2.2012, 12:34
Bezeichnend:

Die Rechten in diesem Forum schäumen wieder einmal und legen ihr verqueres Geschichtsbild offen. Ihre Argumentation, so man diverse Hervorbringungen mit diesem Euphemismus bezeichnen will, ist wie immer ferngesteuert und zeugt nicht von eigenständigem Denken. Aber das ist von ihnen ja auch nicht zu erwarten.

running gnu
14
15.2.2012, 18:35

Rechte?? Sobald jemand nur die kleinste Kritik an der Weltanschauung der linken aüßert wird er als rechtsradikal, Natssi, etc. abgestempelt!! Das ist linkes hetzen!!

running gnu
610
15.2.2012, 10:07
Deserteursdenkmal?

Wem ist dieser Schwachsinn eungefallen?? Verwendet dieses Geld lieber für sinnvolle Zwecke!

bratak
22
15.2.2012, 14:24

9 Landesregierungen in Ö?
Wem ist dieser Schwachsinn eingefallen?? Verwendet dieses Geld lieber für sinnvolle Zwecke!
Koralmtunnel?
Wem ist dieser Schwachsinn eingefallen?? Verwendet dieses Geld lieber für sinnvolle Zwecke!
Höchste Parteienfinanzierung weltweit?
Wem ist dieser Schwachsinn eingefallen?? Verwendet dieses Geld lieber für sinnvolle Zwecke!

für 25.000 Euro geht KHG höchstens zum Frisör ...

running gnu
11
15.2.2012, 18:34

Wie kann man den Koralmtunnel mit einem Deserteursdenkmal vergleichen?? Ihre Gedankengänge würde ich gerne haben!!

Dilbert
51
15.2.2012, 14:06

Mir ist es wert.

strolch25
1116
15.2.2012, 09:48
nein Zu Deserteursdenkmal

Ein Deserteur ist ein Deserteur und kein Widerstandskäpfer. Keiner weiß, wieviele Soldaten gefallen sind, weil sich ein Wachsoldat davongeschlichen hat. Das hat nichts mit Widerstand gegen ein verbrecherisches Regime zu tun, sondern ist Verrat an den Kameraden.

bratak
11
15.2.2012, 14:33

argumentieren wir mal so: Bundesheer, ADV, §7 Pkt. 2, bzgl. Gehorsam:
" ... sowie Befehle, deren Befolgung gegen strafgesetzliche Vorschriften verstoßen würde, sind nicht zu befolgen."
ergo muss in einem gesetzlosen Regime (gesetzlos = alles, was nur irgendwie das Regime in Frage stellt) jeder Befehl befolgt werden?

bratak
10
15.2.2012, 16:25

gesetzlos ist natürlich falsch, meinte natürlich regime, wo jede kritik an selbigem, sowie an vorgesetzten strafgesetzlich geahndet wird. wenn dieses regime nun grausamste verbrechen begeht, und ich weiß ich bin zumindest offiziell auf dessen seite, was dann? befehl befolgen, wurscht? weil es ja soooo freiwillig war, für deutschland zu kämpfen.

Truth is a Troll
00
16.2.2012, 14:45

Die frage ist ob die grausamen Verbrechen gegen die Gesetze des Regimes verstoßen.

Truth is a Troll
01
15.2.2012, 15:46

gesetzlose Regime sind wohl eher eine seltenheit.

Truth is a Troll
62
15.2.2012, 12:59

Du hast recht und gleichzeitig irrst du gewaltig.

Ja Deserteure sind Verräter an den Kameraden und ihren Vorgesetzten.
Aber Sie sind Widerstandskämpfer. Und zwar gegen den Krieg an sich.

Prof. Alois
 
00
15.2.2012, 21:19
Da würde ich eher vorsichtig sein

Das galt auch schon in der Zeit, als die Sowjetunion noch mit Deutschland verbündet war. Das war immerhin von August 1939 bis Juni 1941. Ab 1939 wurde Osteuropa zwischen Hitler und Stalin aufgeteilt. Ohne Rücksicht darauf, dass ganze Völkerschaften dem nicht folgen wollten. Und schon gar nicht dem neuen Staat als Soldat dienen wollten. Als dann Hitler 1941 die zuvor verbündete Sowjetunion überfiel, rannten die Sowjetsoldaten in Scharen davon. Polen und Weißrussen desertierten sofort. Stalin wies seinen Geheimdienst an, dass im Hinterland Sperrabteilungen zu bilden sind, um die wieder einzufangen.
Ich frage Sie: Begrüßen Sie auch deren Desertion? Ich nicht.

galiontariaho
32
15.2.2012, 12:45
vor allem.

ist es verrat an den staat.. und als solches in diesem zusammenhang bis aufs letzte zu begrüßen.

ein dank jedem deserteur, der, aus welchen motiven auch immer, dazu beigetragen hat das damalige system zu schwächen.
auch im sinne aller "kameraden"...

clever s
71
15.2.2012, 11:09
Egal was du hinein Fantasierst!

Deserteur sind die wahren Helden!

Cody McFadyen
54
15.2.2012, 10:29
du süßer strolch

also du gehörst zu den schafen die blind mitlaufen und gehorchen und die die nachdenken sind die verbrecher.
Die Aussage: 'Keiner weiß, wieviele Soldaten gefallen sind, weil sich ein Wachsoldat davongeschlichen hat.' finde ich einfach irre! Abgesehen davon das bekannt ist das in den seltensten Fällen Kameraden bei der Dessertation zu Schaden gekommen sind (geschweige denn gestorben) Frage ich zurück: 'Wie viele Soldaten sind gefallen weil ein Irrer die Welt in einen sinnlosen und zum Ende des Krieges aussichtslosen Kampf 'erobern' wollte?' -> und hierzu gibt es Opferzahlen

Standard deviation
00
16.2.2012, 18:59

Und was ist mit einem Sanitäter, der Verwundete im
Stich läßt und desertiert?

Ghost in the Machine
03
15.2.2012, 11:13
Hmmm...

Ist "Dessertation" die Weigerung, den Nachtisch zu sich zu nehmen?

Probiere es einmal mit "Desertion".

suedsee insulaner
 
00
15.2.2012, 14:43

Hahahaha, gut und treffend gebruellt

rosa parks
31
15.2.2012, 10:13
und?

jeder tod ist ein grund zu trauer, aber - und das ist halt leider so - jeder tote deutsche soldat ein schritt näher zum kriegsende. das ist das dilemma meiner großelterngeneration, dass sie gleichzeitig ihre toten betrauern und ihre eigene rolle betrauern müssen.

es ist völlig egal, wie und mit welchen mitteln die deutsche wehrmacht geschwächt wurde: es war immer gut.

Prof. Alois
 
01
15.2.2012, 21:36
Was aber auch nur in der Nachschau gelten k ann. Hitlerdeutschland hat einen großen Teil seiner Aggressivität damit gerechtfertigt, dass es ein Sowjetimperium gibt, das böse ist

Was ja nicht falsch war. Stalin wurde beim systematischen Umbringen Unschuldiger erst ab etwa 1944 von Hitler eingeholt.

Die Menschen damals mussten aber glauben, was ihnen von den damaligen Medien geboten wurde. Das war nicht so wie heute, wo man sich zumindest einbilden kann, alles an Information zu bekommen. Da mussten Entscheidungen getroffen werden zwischen Teufel und Beelzebub.

Ich habe einen weitschichtigen Verwandten, der nur durch böses Zutun der Nazis überhaupt zur Wehrmacht einberufen wurde. Der Kampf für Nazideutschland war ihm pfui. Der Kampf gegen die Sowjetunion war aber nachvollziehbar.

Die jetzige Deserteursdebatte ignoriert diese diffusen Motivationslinien. Sie simplifiziert und legt heutige Maßstäbe an vergangenes an

muhme
00
15.2.2012, 09:13
weiß jemand,

warum dieser Artikel in der Print-Ausgaben unter "Liezen" steht???

Bitte drei Bier!
00
15.2.2012, 08:47
Und wovor fürchten wir uns?

Vor der Krawallpartie aller "Couleur"?

Verbatim
12
14.2.2012, 23:00

...dabei bräuchten wir genug Widerstand für heutige "Regime" bzw. manch Entscheidungen des Establishments...

com.spam
68
14.2.2012, 21:08
So prägsam dieser Teil der Geschichte war...

Aber wäre es nicht weitaus vernünftiger, den Menschen die Heute leben zu helfen. Anstatt permanent Gebühren zu erhöhen und Sonderpensionen für altgediente Parteisoldaten zu beschließen?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.