Streikende Polizisten sollen Dutzende getötet haben

14. Februar 2012, 19:35

In zwölf Tagen 180 Menschen gestorben

Sao Paulo - Während des inzwischen beendeten Polizeistreiks im brasilianischen Staat Bahia haben Polizisten nach Angaben aus Ermittlerkreisen möglicherweise Dutzende Menschen getötet. Während des zwölftägigen Ausstands seien insgesamt 180 Menschen getötet worden, sagte ein Gewährsmann des Morddezernats. 30 davon seien förmlich hingerichtet worden. Viele der Opfer seien in Handschellen oder mit auf den Rücken gefesselten Händen aufgefunden worden.

Erste Ermittlungen und Berichte von Augenzeugen deuteten darauf hin, dass die Tötungen von Milizen aus ehemaligen oder aktiven Polizeibeamten begangen worden seien. Der Streik in Bahia im Nordosten des Landes war am Samstag beendet worden. (APA)

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Semper Fi
12
20.2.2012, 08:08

Und, wunderts wen? Das sind Polizisten - die sind doch überall zu 85% gleich. In Österreich werden die Menschen doch schon von nicht streikenden Polizisten gefoltert, umgebracht, geplündert und vergewaltigt, wer glaubt da tatsächlich das das hier anders aussehen würde, wenn die Polizei mal streikt?

Mann40
01
15.2.2012, 10:33

man stelle sich einmal vor so etwas passiere in Österreich...da ist man schon sehr froh hier zu leben...unglaublich so etwas.

Wurzelsepp101
00
15.2.2012, 19:28

In Österreich warens dann sicher die Linken oder so.

thomasthomasthomas
01
15.2.2012, 10:17
Und wo liegt jetzt der Zusammenhang zwischen dem Streik und den Morden?

Weil die Polizisten gerade gestreikt haben, konnten sie sich anderen Beschäftigungen zuwenden?

Freedom to the people
00
15.2.2012, 17:31
Die haben 1.) alte Rechnungen beglichen, weil der Zeitpunkt günstig war und 2.) Ihren tollen Streik dadurch unterstüzt, dass sie demonstriert haben, welches Chaos ausbricht wenn sie streiken - halt nur durch Chaos, das sie selbst verursacht haben.

Kelbo
11
15.2.2012, 08:27

jaja... so ist es wenn der neokapitalistische Hedonismus seine Fratze zeigt.

Jürgen Rembremerding
20
14.2.2012, 22:29
wie gibt es so was in so einem Musterland?

Raphael Hythlodeus
23
15.2.2012, 10:30
warum nicht? in deutschland arbeiten ja auch polizei und geheimdienst eng mit mörderbanden zusammen.

Jürgen Rembremerding
12
15.2.2012, 12:15
Ist ja auch kein Musterland,

aber Brasilien, das Land, in dem wundertätige Politiker wie Lula gewirkt haben, gehört traditionell zu den Hoffnungsträgern der Posterschaft!

dr. kokos
 
00
19.2.2012, 18:17

musterland in bezug auf was? in bezug auf lebensfreude vielleicht, aber doch nicht auf soziale gerechtigkeit. da ist vielmehr das gegenteil der fall.

widiwutsch
00
15.2.2012, 08:24
Ohne Frage ist Brasilien eine große Investorenhoffnung.

Dass hie und da Leute auf offener Straße von aufgebrachten Dörflern abgefackelt werden und die Bullen erwischte Ladendiebe einfach liquidieren, darf da einfach nicht irritieren...

Jürgen Rembremerding
01
15.2.2012, 12:15
Brasilianische Lebensfreude halt!

madman
00
15.2.2012, 10:26
part of the deal?

</sarkasmus>

PEACETIME
16
14.2.2012, 22:05
Ich bin immer wieder darüber entzetzt, was Menschen bereit sind anderen Menschen anzutun.

Obwohl es offensichtlich nicht in eine bessere Welt oder zu einem besseren Leben führt, andere zu foltern und/oder zu töten, sind wir Menschen so lernressistent, dass wir das nach Jahrtausenden eigener Geschichte immer noch nicht geistig erfasst haben, nicht ausreichend jedenfalls, sonst würden solche Greuel nicht immer noch passieren und Kriege der Vergangenheit angehören.

AlBundyFan
 
12
15.2.2012, 08:54
die meisten haben doch etwas gelernt

oder wieviel % der menschen foltern und töten andere?

vor 10.000 jahren hat es fast jeder gemacht heute 0.5%.
ich sehe da schon einen großen fortschritt.

desweitern zeigt das nur, daß viele menschen geistig nicht viel weiter sind als vor 10.000 jahren.

Emiliano Zapata
00
15.2.2012, 15:48
dass nur 0,5% der menschen foltern ist eine schöne hoffnung

aber ereignisse wie der völkermord in ruanda in den 90er jahren, die jugoslawienkriege oder der bürgerkrieg in libyien legen die vermutung nahe, dass es weitaus mehr sind. und vor allem liegt die bestialität nur unter einen dünnen schicht zivilisation - wenn die mal aufgekratzt wird (zb durch krieg, propaganda etc) werden viele menschen sehr schnell zu folterknechten und mördern... ich hoffe ja stets, nie in eine solche situation zu kommen...

Geoffrey of Monmouth
23
15.2.2012, 13:42

Wer hat vor 10.000 Jahren wen gefoltert? Gibt's dafür Belege oder mutmaßen Sie das?

erwin meier
03
15.2.2012, 08:22

das problem ist dass auch nach jahrtausenden jeder mensch bei 0 anfängt, und manche kommen nicht recht weit.

NONE
20
14.2.2012, 22:04

Brasilien - das wird noch auf Jahrzehnte unterentwickelt bleiben ...

Johannes Benn
00
15.2.2012, 11:32
.

ein gewisses maß an auch gewaltsamen gesellschaftlichen konflikten muss man nicht als unterentwicklung deuten. man darf nie vergessen, dass die friedliche situation in europa maßgeblich auf die welthistorisch einmalige demographische situation zurueckzufuehren ist

PEACETIME
54
15.2.2012, 00:52
Brasilien ist in vielen Dingen uns bereits überlegen.

Brasilien vom wirtschaftlichen Standpunkt aus steht wesentlich besser da als wir.

Allerdings ist meiner Ansicht nach das Problem, dass Brasilien den europäischen Weg des Kapitalismus immer mehr einschlägt, immer industrieller wird, auf die Natur immer weniger Rücksicht nimmt ( siehe Staudamm, wo große Teile des Urwalds einfach überflutet werden, weil "wir den Strom brauchen" - im Land der Sonne und der Küste)
Das wird die Aufwärtsspirale über kurz oder lange wieder in eine Abwärtsspirale münden lassen, allerdings geht es jetzt mal (wirtschaftlich und sozial) steil bergauf dort (fast zu schnell), und steil bergab in Europa...
Die nähere positive Zukunft was Wohlstand betrifft, da ist Brasilien ein Teil davon, wir nicht unbedingt.

Jimmy Neutron
01
15.2.2012, 15:44

Während Europa wirtschaftlich bereits weitgehend gesättigt ist, ist Brasilien erst ein Schwellenland mit pro Kopf Bruttoinlandsprodukt von vielleicht 12.000 Dollar im Jahr. Der Wirtschaftswachstum beträgt 4-6%, Tendenz fallend. (In Europa, das jetzt nur stagniert und nicht bergab geht, war es früher nicht viel anders.) Die Kluft zwischen arm und reich ist enorm, was die Kriminalität nährt.

Nomad In Time
 
22
14.2.2012, 21:07

..und das sich die ansäßigen Kriminellen vielleicht gedacht haben - jö jetzt arbeitet die Polizei nicht, da räumen wir doch schnell mal ein paar Leute aus dem weg die uns schon länger gestört haben - könnte nicht sein?

Ex-milizen wird es doch viele geben...bzw. Handeschellen kann man ja auch kaufen.
Aber okay, der "Artikel" gibt ja kaum Informationen her ausser: Polizeistreik, Tote mit handschellen.

renato illuminato
00
15.2.2012, 12:15
in brasilien sind ex polizisten

gerne in "milizen" organisiert und liquidieren auch gegen bezahlung und nicht aus "eigenem interesse".

Peraí!
00
29.3.2012, 14:53
Die, die gestreikt haben, waren aber keine Ex-Polizisten.

Obwohl ich auf keinen Fall ausschliessen würde, dass Streikende hier auch Täter waren, ist der generelle Zusammenhang, wie er im Titel konstruiert wird, wahrscheinlich sehr überzogen.
Dass da einfach die „polizeifreie“ Zeit genutzt wurde, doch viel wahrscheinlicher.

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