Subsidiaranklage

Bawag fordert von Helmut Elsner Schadenersatz

14. Februar 2012, 19:08

Wien - Im zweiten Bawag-Strafprozess will die Bank ihren früheren Chef Helmut Elsner wieder auf der Anklagebank sehen. Die Bawag habe  beim Landesgericht für Strafsachen in Wien einen Antrag auf Subsidiaranklage eingebracht, weil die Staatsanwaltschaft die Verfolgung von Elsner zurückgelegt habe, erläuterte der Anwalt der Bank, Markus Fellner,  und bestätigte damit Medienberichte.

Eine eventuelle Verurteilung könnte für Elsner aber keine strafrechtlichen, sondern nur zivilrechtliche Folgen haben, da er beim ersten Bawag-Strafprozess bereits rechtskräftig zur Höchststrafe von zehn Jahren Haft verurteilt worden war. Eine allfällige neue Strafe würde durch die bereits verhängte Höchststrafe konsumiert.

Verdacht des Betrugs

Die Subsidiaranklage der Bawag richtet sich nur auf den Verdacht des Betrugs im Zusammenhang mit der Pension für den ehemaligen Bank-Chef. Das heißt, Elsner müsste auch nur dann vor Gericht, wenn dieser Punkt verhandelt wird. Bei einer Verurteilung wegen Betrugs könne die Bank auf das Stiftungsvermögen Elsners zugreifen, argumentiert der Anwalt. Elsner habe der Bawag eine Milliarde Euro Schaden zugefügt. Mit der Subsidiaranklage könnten auch die Sicherstellungsmaßnahmen aufrechterhalten werden, der Zugriff auf Elsners Stiftung Gambit bleibe also weiter gesperrt. Elsner habe noch rund fünf Millionen Euro Vermögen, schätzt der Bawag-Anwalt. Ein Teil davon liege in der Stiftung, auch auf das Anwesen in Südfrankreich wolle die Bank zugreifen.

Elsner ist wegen Untreue rechtskräftig verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte die Verurteilung wegen Betrugs in Bezug auf seine Pensionsabfindung, die von BAWAG-Richterin Claudia Bandion-Ortner verhängt worden war, aufgehoben. Die Bank könnte aber trotz ihrer Subsidiaranklage durch die Finger schauen, wenn der kranke Elsner nämlich für verhandlungsunfähig erklärt würde.

Elsner wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt und im Juli 2011 nach viereinhalb Jahren hinter Gittern aus gesundheitlichen Gründen enthaftet. Als einziger der neun Angeklagten hatte er das Haftübel verspürt. Im zweiten Bawag-Prozess werden sieben Angeklagte, darunter der Spekulant Wolfgang Flöttl, von der Staatsanwaltschaft wieder in erster Instanz vor Gericht gestellt. Wenn nun Elsner auch wieder vor Gericht muss, bleibt lediglich Johann Zwettler die Neuauflage des Verfahrens erspart. Zwettler ist bereits rechtskräftig zu fünf Jahren Haft verurteilt, er wurde aus gesundheitlichen Gründen für haftuntauglich erklärt. (APA)

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Kontrahent1
00
15.2.2012, 12:44
Da er 'haftunfähig' ist

wäre die Einziehung der Pension, die er sich ja wohl in weiser Voraussicht 'cash' auszahlen ließ, da er die Übersicht hatte, in welchen Zustand er die Bank geritten hat, die gerechte Strafe.- Mir kommt das vor, wie die tunesische Präsidentengattin: Raffen, raffen, was noch zu holen ist, und dann ab nach Südfrankreich:-(

Johann Hunger1
00
15.2.2012, 10:51
Zwei Wahrheitspostigs fehlen!

iamdaiam
02
15.2.2012, 10:42

und flöttl darf sich weiterhin das geld behalten?

Bergdolm
14
15.2.2012, 09:56
"Stiftungen" gehören ausnahmslos abgeschafft

.
Diese Konstruktionen sind Instrumente der Steuervermeidung, nicht transparent und Verstecke für illegale Gelder, wo die Betrogenen nicht mehr an ihr Geld rankommen.

Wenn Stiftungen Verbrechern Schutz bieten können, gehören sie - ausnahmslos - abgeschafft, bzw. sind bis zu einem Stichtag aufzulösen!
Grasser hat sogar eine Stiftung in der Stiftung, und er behauptet keinen Zugriff (zumindest offiziell) darauf zu haben (Informationen darüber usw.).

Eine "wirkliche" sozialdemokratische Partei müsste solche Konstruktionen sofort auflösen, bevor sie einem "Sparpaket für die Bevölkerung" zustimmt (auch wenn das Stiftungsrecht zuletzt von einem SPÖ-ler - Lacina - "angepasst" wurde).

pocoloco1
00
16.2.2012, 23:05
Und wenn ma schon dabei sind beim Abschaffen von absolut unnötigen Dingen dann bitte auch "Briefkastenfirmen" ersatzlos streichen! Danke!

Da Gschupfte
00
15.2.2012, 14:14
de Sozi werden sich hüten

Stiftungen abzuschaffen. Wo steckt denn das Geld von Gewerkschaften oder die Eigentümerschaft so mancher Wohnbaugesellschaft?

maldoone
00
15.2.2012, 13:26
nomen es omen

Welche die steuerlichen Vorteile sind, die eine Stiftung angeblich hat, können Sie uns sicher kurz erklären? Mir sind nämlich keine (mehr) bekannt. Auch daß eine Stiftung in einer Stiftung sein soll halte ich für ein Wunder, da ja eine Stiftung eine eigentümerlose Vermögensmasse ist. Aber wie gesagt, Sie können das sicher leicht erklären!

pocoloco1
00
16.2.2012, 23:07
dann kann mas ja eh abchaffen... Wenn keiner einen Vorteil hat...

Komisch eigentlich dass die Superreichen alle zu ihrem Nachteil Stiftungen gründen... Die haben sicher nur schlechte Steuerberater, oder?

verwerfungen
01
15.2.2012, 14:16
sie werden doch nicht ernsthaft erwartet haben, dass diese loser hier, die gegen alles und jedes - funbeleckt von jeder sachkenntnis - anmosern, über hintergrundwissen verfügen... die sind zumeist doch eindimensional-beschränkte:

es fällt der name elsner, und schon hebt deren brechdurchfall an: häfn, einsperren, simulant, südfrankreich, stiftung, alles wegnehmen, grasser, alles gauner, die da obn, spler.. ,früher wärns dafür... unser göld, besser: meine steuern (sprich steiern)...

Bergdolm
00
15.2.2012, 14:35

"funbeleckt" - ist das Ihre Wortkreation?
Sie haben sicher mehr auf Lager. Ich könnte Sie managen.
Dann machen wir das große Geld - und bringen es in eine Stiftung ein. "steiern" wäre schon ein brauchbarer Name dafür :-)

Bergdolm
00
15.2.2012, 13:33

Kleiner Tipp:
Fragen Sie den Herrn Grasser, der kann Ihnen das viel besser erklären - sogar mit Beispielen aus der Praxis.

maldoone
00
15.2.2012, 13:50

Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein?
Es kann doch nicht so schwer sein mich über die Steuerprivilegien der Stiftungen gegen die hier so oft gewettert wird aufzuzählen.

Bergdolm
01
15.2.2012, 14:11

"nomen es omen" - Sie würden mir ohnehin nichts glauben ...
Aber Grasser ist wirklich eine gute Adresse, ich schwör's!

Mork vom Ork
00
15.2.2012, 11:27

Die Steuervorteile sind großteils weg und die Einbringung in eine Stiftung ist wie jede andere Schenkung anfechtbar. Über die Frist zur Anfechtung von Schenkungen kann man natürlich immer diskutieren.

Auf der anderen Seite gibt es den Vorteil, dass ein Familienvermögen nicht aufgeteilt werden muss, die Weiterführung eines Unternehmens daher wesentlich gesicherter ist. Dafür sind die Stiftungsvorstände meistens keine Manager und keine wirtschaftlichen Eigentümer. Die Eigentümervertretung der Beteiligungen ist daher meist zum grausen.

Ich würde nicht jede Privatstiftung über einen gemeinsamen Kamm scheren, und es gibt sehr wohl gerechtfertigte Gründe für eine solche.

Johann Hunger1
00
15.2.2012, 10:52
Ja! Raiffeisen hat über 100 Stiftungen.

gas karl
00
15.2.2012, 12:50
wohl keine Privatstiftungen

Sushinger
00
15.2.2012, 09:51

wenn er auf grund von gesundheitlichen gründen enthaftet wurde und es ihm jetzt wieder besser geht warum sitzt er dann nicht wieder hinter gittern?
wie sieht da das gesetz aus?

Nexialist
01
15.2.2012, 09:11
und was ist aus Verzetnisch geworden?

ohne seinen Kompagnon hätte Verzetnitsch niemals den Schaden anrichten können.

Aber Verzetnitsch kennt anscheinend die richtigen Leute und ist für die Justiz nicht greifbar (wer hält da die Leute zurück?)

Johann Hunger1
10
15.2.2012, 10:54
Um zu verstehe. Da verkauft ein Mann in Wien ein Zinshaus um ca. 28Mill.€. Warum blos. Ja die neuen Steuern! die schützen sich gegenseitig! Daher geistige Revolution. Nicht Gewalt. Siehe Naher Osten. Das ist nur für wem gut???

franz der freie
 
01
15.2.2012, 10:20
vor allem weiss der verzetnitsch viele dinge aus dem leben der richtigen leute.

sollte er auspacken ,gehen viele promis hinter gitter.

Johann Hunger1
00
15.2.2012, 10:14
Der arbeitete schon lange für gewisse Herrn in der usa.

Markus Miller 2
00
15.2.2012, 00:58
Marcel,

muss alles zurückzahlen. Er ist ein verurteilter Gauner.
Ganz gleich, ob die Unschuldsvermutung KHG schon sitzt oder nicht.

(°)(°)
13
14.2.2012, 23:16
Papperlapapp "Schadenersatz" !

Einen Orden solltens ihm verleihen dass er die Bank so gut aufgestellt hat für die Bankenkrise!

Während alle anderen Banken um ein bail out ringen und sogar bei Stresstests wanken da steht die Bawag glänzend und ohne Risiken in den Bilanzen da.

Seria
02
14.2.2012, 22:20

schlimm wie krank die alle sind!
Zu krank in einer (gemütlichen,) sauberen, geheizten Zelle zu sitzen, regelmäßig kleine Runden an der frischen Luft im Hof zu drehen. Ständige ärztliche Versorgung ...

nichtkaefer
00
14.2.2012, 22:13
Schadenersatz endlich!

Hat lange gedauert bis sich die BAWAG eine Klage überlegt hat. Elsner hat immer noch ein exzellentes Netzwerk in Österreich.

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