U-Ausschuss

"BZÖ-Wahlkampf der Telekom verrechnet"

14. Februar 2012, 18:02
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    foto: standard/cremer

    Die ÖVP wendet den BZÖ-Slogan "Genug gezahlt" nun auf dessen Urheber an: Das BZÖ musste sich im Ausschuss unangenehmen Fragen stellen.

Der BZÖ-nahe Werber Kurt Schmied belastet die Orangen im Ausschuss schwer: Er habe der Telekom 720.000 Euro verrechnet, ohne dafür eine Leistung erbracht zu haben

Wien - Stefan Petzner, BZÖ-Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss, hält es nicht auf seinem Platz. Er geht auf und ab, bespricht sich mit seinen Mitarbeitern, verlässt mehrmals mit einer Zigarettenschachtel den Raum. Der Zeuge, der ihn unruhig macht, ist Kurt Schmied, Geschäftsführer der Projektentwicklung Werbeagentur Schmied GmbH.

Er belastet das BZÖ schwer. Während des Wahlkampfes 2006 habe ihn der ehemalige BZÖ-Abgeordnete Klaus Wittauer um Unterstützung für das BZÖ gebeten, die Rechnungen sollte er an die Telekom schicken. Verrechnet wurden insgesamt 720.000 Euro brutto. Leistungen für die Gesamtsumme habe er aber nicht erbracht, sagte Schmied, der unter Wahrheitspflicht aussagte.

Stattdessen sei mit dem Telekom-Geld die Arbeit für den BZÖ-Wahlkampf bezahlt worden, der Großteil ging an die Agentur Orange, die führende orange Wahlkampfagentur. Hinterfragt habe er die Zahlungen nicht. Wittauer habe ihm gesagt, dass Zahlungen der Telekom an das BZÖ bzw. an die Orange Agentur nicht direkt abgewickelt werden können.

Mit anderen BZÖ-Politikern habe er darüber nicht gesprochen. Wittauer, dessen Einvernahme für Dienstag angesetzt war, hat sich entschuldigen lassen. Er wird erst am 27. Februar erscheinen, da er sich in Südafrika aufhält.

Ebenfalls geladen war Orange-Geschäftsführer Arno Eccher. Er erklärte, Schmied sei zuerst Auftragnehmer von Orange gewesen, später dann aber Zahler.

Der Fraktionsführer der Grünen, Peter Pilz, legte einen Partnervertrag zwischen BZÖ, Schmied und Orange vor, wonach schon lange vor den Zahlungen von Schmied an Orange genau diese Vorgehensweise vereinbart worden war.

Eccher konnte sich daran nicht erinnern. Die Anweisung, Rechnungen von Orange an Schmied zu stellen, sei aber vom damaligen Bündnisobmann Peter Westenthaler gekommen, sagte er.

"Budget war angespannt"

Von Zahlungen der Telekom an das BZÖ wisse er nichts. Das BZÖ-Wahlkampfbudget sei angespannt gewesen, es standen etwa 3,6 bis 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Petzner bemühte sich, mögliche Schmiergeldzahlungen auf einzelne Bundesländer einzuschränken - die Bundespartei habe damit nichts zu tun.

Auf seine Frage, ob Schmied Hinweise darauf habe, das Telekom-Gelder für die Bundespartei verwendet wurden, antwortete dieser: "Ich wüsste nicht, welche Hinweise ich da haben soll."

Die Rolle von Klaus Wittauer müsse "deutlich durchleuchtet werden", resümierte Petzner.

Zahlungen ohne Leistung

Um Telekom-Zahlungen ging es bei der ehemaligen Sekretärin von Ex-Minister Hubert Gorbach, Gabriele Kröll-Maier. Sie stellte vor dem Ausschuss klar: "Ich kann in der Sache nicht helfen."

Folgerichtig beantwortete sie keine Fragen und bestätigte nur ihre Aussage aus dem Vernehmungsprotokoll. Zahlungen der Valora waren ohne Gegenleistung auf ihr Konto überwiesen worden. Abgesehen von einem Monatshonorar von 4500 Euro habe sie das Geld an Gorbach weitergeleitet. (nik, DER STANDARD, Printausgabe, 15.2.2012)

Kommentar posten
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Henry44
00
16.2.2012, 09:16
Die ÖVP sei gegen die Ladung von Westenthaler

lese ich heute in der Zeitung.

Amon sagte als Begründung, dass man nur exekutiv und nicht legislativ tätige Politiker befragen wolle. Da staunt der politische Laie und der Fachmann wundert sich gar nicht.

Mit dieser Begründung reiht sich Amon glaubwürdig in die stets schlüssigen Erklärungen für seltsame Finanzvorgänge von KHG, Plech, Meischberger usw. usf. ein.

atomkraft neindanke
02
15.2.2012, 18:26
2013-Grün!!!-eine Alternative mit sauberen Händen!

es ärgert mich, wenn jetzt alle PolitikerInnen verdächtigt werden, ich stell mir vor, wie Pilz und Moser angefangen haben, wollten sie ihre Visionen umsetzen, Gesetze verbessern, neue Wege gehen!

Jetzt sitzen sie hinter Aktenberger und leisten im Grunde die Arbeit, die die Staatsanwaltschaft leisten sollte, die decken nicht den 1. Skandal auf u wissen dh sicherlich ganz gut, wie es geht, sie haben immer noch saubere Hände!

Das ist trockene Oppositionsarbeit vom Feinsten über Jahre hinweg und wie danken wir Ihnen das?

Warum nicht Grün?

Zu ehrlich, zu anständig?

weil sie kein Klientel bedienen u sich die Welt nicht schönreden? weil sie wissenschaftl Tatsachen ernst nehmen u die Menschenrechte achten?

ich versteh die Leut einfach nicht!

Feuergeist
 
00
16.2.2012, 09:13
Gute Aussage

Aber ohne Führungswechsel wirds fürcht ich nix werden.

atomkraft neindanke
00
16.2.2012, 17:53

bei den Grünen hat eine Sprecherin, ein Sprecher keinen Anspruch auf die "klassische Führungsrolle!", denn hier machen Menschen noch gemeinsam Politik, die Aufgabe des Sprechers, der Sprecherin liegt in der Kommunikation dieser gemeinsamen Politik nach außen!

bei den Grünen gibt es keinen Clubzwang, das ist auch der Grund, warum ein aufrechter Antifaschist wie zb Konecny (SPÖ) bei den Grünen nicht auf der Reservebank (= Bundesrat)sitzen müsste!

Niemand würde nämlich sein Stimmverhalten maßregeln!, denn jede-r Abgeordnete-r ist verpflichtet nach bestem Wissen und Gewissen abzustimmen! und nicht als Parteisoldat_in die Hand zu heben, wenn es die "Führung" so will.

das ist ein weiterer guter Grund Grün zu wählen!

Feuergeist
 
00
17.2.2012, 08:17
Stimmt schon, aber es gibt trotzdem eine Art Chef(in)

Und das ist ein Posten für eine charismatische Rednerpersönlichkeit. Fachliche Kompetenz ist dabei nur Nebensache. Dafür sind die Hinterleute zuständig. Das ist derzeit mMn nicht gegeben.
Wenn ich Leute mobilisieren und Wählerstimmen gewinnen will muß ich in erster Linie Charisma haben. Ich muß sie von meiner Idee überzeugen. Sie müssem davon ünberzeugt sein das ich auf ihrer Seite stehe.
Tu ich das nicht mag ich zwar vielleicht Prinzipien vertreten, bleib aber auf der Strecke.
Das Verhalten der Blauen mag verwerflich sein (ist es definitiv) bringt aber Stimmen. Und Stimmen bringen Sitze. Einfache Rechnung.

atomkraft neindanke
00
18.2.2012, 00:17
eine soll es gut machen, das reicht!

offensichtlich ein Streitgespäch zwischen Realist _innen und Idealist_innen, wobei ich das sehr positiv sehe, denn sie bringen einen Aspekt ein, der zu würdigen ist, auch friedliche, pazifischte Bewegungen hatten immer charismatische Persönlichkeiten, die der Sache sehr nützlich waren, weil sie viele Menschen mobilisieren konnten, zb Gandhi und M. L. King, Frauen waren nicht darunter, vielleicht hat das auch damit zu tun, dass es Frauen leichter gelingt, das Wesentliche zu erkennen und Ihnen die Verpackung Nebensache ist, daher meine Frage hier: Könnte der Wunsch nach eine charismatischen Persönlichkeit auch einfach ein Resultat männlichen (Konkzúrrenz-)Denkens sein? vielleicht denken Frauen da in viel flacheren Hierachien?

Feuergeist
 
00
20.2.2012, 08:41
Dem kann ich zustimmen,

wobei ich als Mann es nicht beurteilen kann ob Frauen Verpackung brauchen oder nicht.
Es ist aber offensichtlich so das zumindest in Österreich auch die Frauen motiviert werden müssen und nicht nur nach Überlegungen wählen. Sonst hätten die Grünen mehr Wähler.
Ich denke das meine Aussage schon richtig war.
Und ich hab ja schon an anderer Stelle gepostet das ich mir die Frau Musiol auf dem Posten eher vorstellen kann.

GUX
00
15.2.2012, 18:25
Gebühren Erhöhung A1 heute ins Haus gekommen

Die liebe Telekom schickt heute ein Schreiben aus
Betreff: Wir erhöhen Preise ...

Naja, die Schweineren müssen ja irgendwie finanziert
werden ... (Gesetzeskauf, Schmiergelder, Parteinfreunderl-Kauf, Jagdgesellschaften, etc)

Danke und Kündigung!

Fräulein Smillas Geschwür am Zeh
03
15.2.2012, 18:11

B estechungs
Z entrale
Ö sterreich

maus 14
00
15.2.2012, 16:28

ein sauhaufen und selbstbedienungslade
strapazierte unschuldsvermutung für alle

Spare in der Not, dann hast du im Beutel
00
15.2.2012, 15:39
Die Telekom ist eine AG

im Besitz von ÖIAG (Republik Österreich) 125.917.735 Stück Aktien= 28,42 %,
Streubesitz inkl. Mitarbeiteranteile und eigene Aktien 317.082.265=71,58 %
Gesamtanzahl der Aktien 443.000.000=100,0 %.
Wer klagt zuerst ? Die Republik oder der Ronny Pecik ?
Aktuell (Stand Februar 2012) hält Ronny Pecik über 20 % an der Telekom Austria AG. Diese Beteiligung hält er direkt und indirekt über die Wiener RPR Privatstiftung und ist folglich der zweitgrößte Aktionär der Telekom Austria AG

Mostbluzza
00
15.2.2012, 15:09
wann gibts erste massenverhaftungen?

hätt ich schon vor jahren aber gut ....grad wenn ich zuwenig richter hätte. fluchtgefahren bis an die grenze des universums und die verdunkelungsgefahren würden reichen für eine globale sonnenfinsternis.

wann wenn nicht jetzt in den jumpers zum sackelpicken?

freie spenden für alle im selfservice-laden österreich.

ein paar tausender hier fürs theater und 100 k für die partei da und das würd helfen, dafür .... den posten dort und .... als dankeschön, ...das augerl zudrücken ...den akt liegen lassen .... geh hilf mir mal ... kennst den, weisst eh .... der hat damals was wollen .... dafür .... my bua brauchat a hockn ....a scheinrchnung .... da peter ... dann musst denen aber auch was geben ....

huhhhh
10
15.2.2012, 13:59

Glaubt hier wirklich irgendwer das andere Parteien das nicht genauso machen? Träumer.
Nur das so etwas bei ÖVP/SPÖ eben nicht herauskommt.

atomkraft neindanke
01
15.2.2012, 18:27

ja, glaube ich: es sit wesentlich die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, die Österreicher sind ganz schlecht darin! Leider! Hoffentlich werden wir uns nicht verschlucken!!

hoba goas
01
15.2.2012, 14:31
Dann geh einmal auf NEWS.AT

Mostbluzza
00
15.2.2012, 15:03
aber nur 100.000 für övp

na guat, wegen so vü müsste der wulff auch nicht zurücktreten.

post.it
03
15.2.2012, 13:24
Hängt sie

HÖHER !!!

buena1vista1
00
15.2.2012, 13:07
Was ich nicht verstehe ...

wo waren die internen und externen Prüfer, die RE ohne Leistungsbeschreibung geprüft oder durchleuchtet haben/hätten/sollen .... ????

strike_back_mw3
00
15.2.2012, 13:12
auf deren Gehaltsliste vermutlich.

frank rosner
00
15.2.2012, 13:03
"Genug gezahlt"

hatte dazumals wahrscheinlich noch keine bedeutung, aber das war ja vor seppals zeit. mal sehen wie sie sich da rauswinden, nutznießer war sicher die bzö stixneusiedl, vielelicht sollt die justiz mal nachsehen ob das petzner ein solarium im keller stehen hat, so ein schickes hightech-gerät mit integriertem handy.

marcopolo1971
 
03
15.2.2012, 12:30

Gibt doch den Mafiaparagraphen. wo is das Problem?

aktuelle Epoche: DesInformationszeitalter
02
15.2.2012, 12:38

unsere Justiz ist defekt.

Toni Meister
00
15.2.2012, 12:56
Ein Teil der Defekte nachlesbar

http://www.ots.at/presseaus... ll-grasser

Follower
00
15.2.2012, 12:03
Interessante Achse: Gastinger - Beyond - Telekom

Wurde die damalige Auftragsvergabe von Gastinger an ihren zukünftigen Arbeitsgeber (Beyond) schon geprüft?
Dieses Unternehmen war damals auch noch für Schieszler in der Telekom tätig...

http://www.krone.at/Nachricht... tory-77677

der tueftler
01
15.2.2012, 11:49
die unterscheidung landes - bundespartei

ist wirklich wichtig!!!! glaubt der petzner wirklich, dass das die menschen interessiert?

noch gibt es ja kein gerichtsurteil und es gilt die unschukdsvermutung; allerdings muss ich schon zugeben, dass ich ziemliche verrenkungen machen muss um da noch irgendjemandes unschuld vermuten zu können...

es möge jeder seine eigenen schlüsse ziehen.

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