Auflagenfälschung der News-Gruppe

Verleger Geringer fordert Ausschluss von Hanusch aus dem ÖAK-Vorstand

14. Februar 2012, 17:53

Hanusch: Hätte Auflagentricks sofort abgestellt, wenn davon gewusst - Callagy stellt sich hinter ihn

Den sofortigen Ausschluss Helmut Hanuschs aus dem Vorstand der Auflagenkontrolle ÖAK fordert Verleger Alexander Geringer (Flair, Home) wegen der im STANDARD publik gemachten Auflagenfälschungen der News-Gruppe. Hanusch dazu auf STANDARD-Anfrage: "Ich war als News-Geschäftsführer bis 2008 nie für Vertrieb verantwortlich." Hätte er davon gewusst, hätte er es sofort abgestellt: "Das wäre mit mir sicher nicht gegangen."

Geringer prozessiert mit der Media-Analyse, die Hanusch als Präsident leitet. Die MA weise seinen Heften zu geringe, unplausible Reichweiten aus. Geringer selbst nennt die Daten "unmöglich".

ÖAK-Präsidentin Sibylle Callagy und -Geschäftsführerin Alexandra Cizek-Beier schrieb Geringer nun unmittelbar vor der Sondersitzung zu den News-Auflagentricks, die der neue Geschäftsführer Axel Bogocz entdeckte und abstellte: Er "als ÖAK-Mitglied" halte Hanusch nach den Infos über "jahrelang bewusst gemeldete falsche und zu hohe Auflagenzahlen"  "für unvereinbar mit den Zielen des Vereins": "Es ist unerklärlich, dass ein so erfahrener Verlagskaufmann und langjähriger Vorstand des News-Verlags nicht weiß, was seine Zeitschriften verkaufen". Hanusch weist die Vorwürfe - siehe oben - entschieden zurück.

Auch Callagy stellt sich hinter Hanusch: Bei Bogocz Vorgänger hätten die deutschen Mehrheitseigentümer Gruner + Jahr demonstriert, welche Maßstäbe ihr interner Verhaltenskodex anlegt. Matthias Schönwandt musste gehen, weil er in einem internen Mail darüber nachdachte, einem Geschäftspartner iPads zur Verfügung zu stellen. "Die deutschen Eigentümer haben gezeigt, wie rasch sie reinen Tisch machen", sagt Callagy im Gespräch mit etat.at: "Hätte Hanusch in irgendeiner Weise damit zu tun, wäre er nicht mehr an seinem Schreibtisch." Hanusch ist noch beratend für die Verlagsgruppe tätig und hat ein Büro dort. (DER STANDARD; Printausgabe, 15.2.2012, online ergänzt)

drKannibalFekter
 
01
16.2.2012, 14:24
Geringer hat völlig Recht! Verlag-News raus aus der ÖAK!

Das war absichtlicher Betrug und zwar ganz von oben! Das darf sich die ÖAK nicht bieten lassen! Ein Exempel MUSS statuiert werden, sont ist der Verein und das Präsidium unglaubwürdig!

Sammie DL
00
15.2.2012, 14:48
Jetzt kommt Alex

und es klirrt im Glashaus

der schalldämpfer
00
15.2.2012, 14:11
Na…

… vielleicht wär°s eine Idee, Überraschungsbesuche in den Druckereien zu machen… bin mir sicher, man findet noch die eine oder andere Zeitschrift, die ihre Auflagenzahlen faked.

Jesus Christ Superstar
00
14.2.2012, 19:12

mit dieser meinung ist geringer nicht alleine. ein derart profilierter und langjahriger "medienmann" der zu zeiten voigt so ziemlich alles verlagsrelevante gesteuert hat ... schwer zu glauben.

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