Kabarett

Nordic Walking mit Memphis

14. Februar 2012, 17:38

Zum Elfjahresjubiläum ist das Vokalensemble "Die Echten" seinem Rezept treu geblieben

Die Acapella-Comedy-Truppe Die Echten hatte am Montagabend ins gut gefüllte Orpheum zur Premiere ihres neuen Programms Verhört geladen. Es wurde harmonisiert, schaugestellt, wortgespielt und natürlich auch gelacht. Zum Elfjahresjubiläum ist das Vokalensemble, bestehend aus Christine Kisielewsky, Stephan Gleixner, Franz Alexander Langer und Alexandra Wartha, ihrem Rezept treu geblieben: internationale Pop- und Rockhits in eingedeutschtem Gewand, vierstimmig, schwungvoll und ganz ohne Instrumente vorgetragen. Die Textmutationen (Nordic Walking mit Memphis, Die perfekte Delle, Beim Hofer war's im Einkaufshaus, Billig Jeans), Evokationen von gängigen Ausländerklischees und amüsante Tanzeinlagen würzten das zweistündige Programm. Ein Höhepunkt war der Gastauftritt des Youtube-Professors Harald Havas, der eine seiner im Internet bereits viralen Lyriklesungen live abhielt und Bonnie M's Rasputin voller pseudoliterarischem Pathos darbot: "Ra, Ra, Rasputin, lover of the Russian Queen." Begeistern konnten auch die grandios imitierten Gitarrensoli, mit denen manche Nummern endeten. Insgesamt war das Dargebotene leichte Unterhaltungskost, stimmlich hervorragend, die Pointen aber oft geklaut oder nur halb lustig. Dem Publikum gefiel es jedenfalls ziemlich gut, Standing Ovations zeugten davon. (tim, DER STANDARD/Printausgabe 15.2.2012)

1. 3. Dornbirn, 3. 3. Güssing, ab 12. 3. Wien, Kulisse/Orpheum

Pianoman8125
00
18.2.2012, 02:41
Gut recherchiert ist halb gewonnen...

Hallo,
klar, in der Kabarett bzw. Comedy Szene ist es schwer, klar zu definieren, wer denn als erster ein lustiges Wortspiel oder eine passende Pointe gefunden hat. Aber musikalisch, szenisch und auch stimmlich sind das die besten ECHTEN gewesen, die ich je gehört und gesehen habe!

Ach ja: bezüglich Genauigkeit: Alexandra Wartha ist ein Mann... Alexander ;)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.