ARBÖ

EU bestätigt Schädlichkeit von Biokraftstoffen

14. Februar 2012, 16:50

Einführung von Biosprit E10 zur Klimaschonung unglaubwürdig

Wien - Einer aktuellen Studie der EU-Kommission zufolge sind einige Biokraftstoffe klimaschädlicher als Benzin und Diesel. Der heimische Autofahrerclub ARBÖ nimmt dies zum Anlass, um erneut seine Ablehnung des Treibstoffs E10 zum Ausdruck zu bringen. "Unter dem Deckmantel 'Umweltschutz' den Agrosprit E10 einzuführen, ist aufgrund dieser Studie absolut unglaubwürdig", so ARBÖ-Generalsekretärin Lydia Ninz in Richtung Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP), nach dessen Willen der Treibstoff bereits im Herbst 2012 kommen soll.

Laut der noch unveröffentlichten Studie der EU-Kommission, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtete, belasten Biokraftstoffe aus Raps, Soja und Palmöl mit 95 bis 105 Gramm Kohlendioxid je Megajoule die Umwelt stärker als herkömmliche Treibstoffe aus Erdöl (87,5 Gramm). Wobei die Brüsseler Behörde klarstellte, dass der für die EU vorgesehene Mix von Biokraftstoffen klimafreundlicher als Benzin und Diesel sei.

Österreich ist beim beim Anteil von Biokraftstoffen führend. Der umstrittene Sprit E10 ist ein Treibstoff mit zehn Prozent Ethanolbeimischung, der hauptsächlich aus Mais und Zuckerrüben bzw. Zuckerrohr stammt. In Deutschland hat die E10-Einführung zu einem Boykott der Autofahrer geführt. In Österreich hat der ARBÖ eine Unterschriftenaktion initiiert, an der sich laut Angaben von heute, Dienstag, 15.000 Personen beteiligt haben. "Die Tatsache, dass E10 nicht nur von der Bevölkerung, sondern von einer Vielzahl von Experten abgelehnt wird darf nicht einfach ignoriert werden", so Ninz in einer Aussendung.

Aus dem Landwirtschaftsministerium war am Dienstagnachmittag vorerst keine Stellungnahme zu erhalten. (APA)

FeLiXe_
 
00
26.2.2012, 19:05

egal, wie man es genau rechnet, ist wohl klar, das Biosprit nicht das Allheilmittel ist. Ob er jetzt etwas schädlicher oder etwas weniger schädlich als fossiles Benzin ist, ist dann ja auch nicht die Frage

Insofern wird man wohl nicht über die Frage hinwegkommen, wie man Autoverkehr an sich reduzieren kann

schifan
00
23.2.2012, 11:02
Wäre interessant..

wieviel CO2 entsteht bei der Herstellung von Ethanol aus Mais. Dieser von der APA gekürzte Artikel erwähnt nicht das für Ethanol aus Rübenzucker und Rohrzucker nur 34 bzw. 36 Gramm CO2/MJ anfallen. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Rapsöl, Sojabohnenöl, Palmöl -> Grundlage für Biodiesel;
Mais, Rübenzucker, Rohrzucker -> Grundlage für Beimischung zu Benzin (E10).
Der Arbö kann das anscheinend auch nicht auseinanderhalten.....

Benjamin Klein
00
26.2.2012, 13:49
das ganze HERUMrechnen ist doch nur ...

immer vergleich von Äpfeln mit Birnen und Gurken mit Zwetschken , ....

Schon der Umstand dass die "biogene" Energie
(also alle auf pflanzlicher Basis gewohnenen Treibstoffe für Verbrennungsmotoren) nicht wirtschftlich funktionieren würde ohne erhebliche "STAATliche Subventionen" ist doch beenklich .....!

UND profitiieren tun in diesem Bereich immmer Firmen und Firmenkonstrukte im Dunstkreis der politisch Mächtigen ....

in Österreich schneidet eben
RAIFFEISEN und die OMV kräftig mit
und macht dabei auch noch Gewinne -
der Konsument zahlt höhere Preise und "Zuschläge" - der Staat zahlt direkt und indirekt Stützungen -

und man verkauft uns das als Energie- und CO2 Einsparungen ????

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