Die Literatin erhält die mit 7.300 Euro dotierte Auszeichnung für das Schreiben im Widerstand und Exil
Wien - Die Literatin Eva Kollisch erhält heuer den Theodor-Kramer-Preis für das Schreiben im Widerstand und Exil. Dies teilte
die verantwortliche Theodor Kramer Gesellschaft am Dienstag mit. Die
mit 7.300 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 2001 alljährlich
verliehen, wobei Kollisch unmittelbar Ruth Klüger nachfolgt. Auch
Milo Dor und Georg Stefan Troller finden sich auf der Liste der
Preisträger.
Mit dem Preis werden sowohl die literarische Qualität, als auch
die Haltung und das Schicksal der Preisträger gewürdigt. Weder ist
der Preis exklusive Österreichern vorbehalten, noch an das Schreiben
in deutscher Sprache geknüpft. Die am 17. August 1925 in Wien
geborene Kollisch habe aufs Eindringlichste geschildert, was Kinder
einer Minderheit erleben, wenn sie ausgegrenzt werden, so die
Begründung der Jury. Ihre ganze Kindheit sei eine "Meditation über
Macht und Machtlosigkeit" gewesen, meinte sie selbst, und zu diesem
Thema habe sie Entscheidendes beigetragen. Ihr Werk sei eine
wichtige Bereicherung für unser Verständnis der Exilerfahrung, so
die Auslober des Preises.
Aus Anlass der Preisvergabe begibt sich Kollisch auf eine
Lesereise durch Österreich. Am 22. Mai liest sie im Linzer
Adalbert-Stifter-Haus, am 24. Mai im Salzburger Literaturhaus, am
25. Mai im Unabhängigen Literaturhaus Krems, am 27. Mai in Baden und
am 30. Mai im Psychosozialen Zentrum ESRA in Wien.
(APA)