Gewerkschaften boykottieren britische Schiffe

14. Februar 2012, 16:16

Dem Dachverband der Transportarbeiter gehören vierzig Einzelgewerkschaften an

Buenos Aires - Der argentinisch-britische Dauerstreit um die Falklandinseln eskaliert weiter. Argentinische Transportarbeiter wollen künftig keine britischen Schiffe in argentinischen Häfen abfertigen. Der Dachverband der Transportarbeiter (CATT), dem rund 40 Einzelgewerkschaften angehören, wolle damit die Forderung Argentiniens unterstützen, mit Großbritannien über die Hoheit über die Inseln zu verhandeln, berichtete die Nachrichtenagentur Dyn am Montag (Ortszeit).

Argentinien hatte am 2. April 1982 die seit 1833 von Großbritannien verwalteten Falklandinseln im Südatlantik besetzt. In einem Krieg von zweieinhalb Monaten eroberten die Briten die Inselgruppe zurück. Bei den Kämpfen waren fast 1.000 Menschen getötet worden. (APA)

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Promille Prolet
01
20.2.2012, 10:04
wer will das schon

ich kann die leute dort verstehen. wer will schon von heut auf morgen argentinier werden wenn er von geburt an brite gewesen ist. noch dazu mit gewaltsandrohung. also, ich nicht.

seltsam finde ich, dass sich gewerkschaften für die imperialistischen machtspielchen hergeben. gewerkschaften sollten eher links sein.

Karl41
12
15.2.2012, 17:14
Falkland Islands, Islas Malvinas

Am 2. April 1982 hat Argentinien einen krieg vom Zaun gebrochen und als erstes die kleine britische Garnison überrumpelt. Sind da eigentlich keine Menschen gestorben worden? Und dann wurde der Agressor wieder hinausgeworfen. Eigentlich sollte in der zivilisierten Welt eine solche Regelung von Grenzen der Vergangenheit angehören. Momentan hbe ich den Eindruck, daß die Kirchner anfangen will ein wenig zurückzuschiessen, bitte nicht schon wieder!!

Strahlemann83
11
15.2.2012, 18:54
soweit ich weiss

kamen bei der argentinischen Invasion 1982 nur 2 oder 3 argentinische Elitesoldaten ums Leben. Die britischen Soldaten wurden nach Uruguay ausgeflogen.
Das ändert aber selbstverständlich nichts daran, dass Argentinien als Agressor aufgetreten ist.
Den selben Fehler werden die Argentinier kein zweites Mal begehen.

Der Waehlerwille
 
00
28.2.2012, 16:33
genaubesehn Tut Argentinien das bereits ... Der Ton macht auch hier die Musik.

insertnamehere
 
12
15.2.2012, 23:37
Nona.

Sie würden ja wieder ganz furchtbar auf die Schnauze kriegen.

Strahlemann83
90
15.2.2012, 14:19
Die Hintergründe des Konflikts

Jene die glauben, Argentinien hätte keine Ansprüche auf die Falkland Inseln / Islas Malvinas, würde ich bitten sich die Mühe zu machen, meinen Blog zu diesem Thema zu lesen.
(http://strahlemann.blogworld.at/)
Eine ausgewogene Meinungsbildung wird nicht möglich sein, wenn man sich nicht mit den geschichtlichen und völkerrechtlichen Hintergründen befasst.

eolith421
00
28.2.2012, 09:17

Der Blog ist durchaus interessant, ich bin kein Jurist kann daher nur mit dem Hausverstand argumentieren. Und hier kann ich nur widersprechen:
1. Die Bewohner leben dort schon seit über 100 Jahren und wollen britisch bleiben. Eine Volkabstimmung hat dies bestätigt. Damit haben Sie sich dieses Recht meiner Meinung nacvh ersessen.
2. Die Sieger einer Krieges bestimmt und die Argentinier haben den Krieg verloren womit Sie geschichtlich gesehen keine Rechte mehr drauf haben.
3. Die Briten haben eine Klärung vor dem ICJ angeboten, Arg. hat abgelehnt, damit sein Recht verwirkt.
Bezüglich des Kreuzers: Falls überhaupt gibt es für militärische Ziele keine "War exclusion zones", das wäre auch in einem Krieg komplett widersinnig.

Tower Hill
03
15.2.2012, 17:15
Naja, Strahlemann, haben´s in Ihrem ausgewogenen Blog nicht ein paar Kleinigkeiten vergessen?

Unter anderem die Tatsache, daß UK Argentinien dreimal angeboten hat, die Sache vor dem ICJ zu klären. Was die Argentinier allerdings zurückgewiesen haben. So ganz ausgewogen ist das nicht, denke ich.

Strahlemann83
20
15.2.2012, 17:29
wie gesagt,

die Außenpolitik Argentiniens war alles andere als geschickt. Die Klärung der Frage vor dem ICJ ist genau das wofür ich eintrete.

Tower Hill
01
15.2.2012, 17:51
Wäre eine Möglichkeit, ja.

Allerdings ist nicht anzunehmen, daß die Briten das nochmals anbieten. Der Krieg hat viele Briten das Leben gekostet - irgendwann ist also Schluss mit lustig.

Mal abgesehen davon, daß die Argentinier wohl selbst sehr genau wissen, daß ihr Anspruch derartig dünn argumentiert ist, daß sie keine Chance vor dem ICJ haben. Ansonsten hätten sie zugestimmt.

Mormoloc
00
15.2.2012, 17:32
Warum lehnt Argentinien sie dann ab?

Strahlemann83
00
15.2.2012, 17:38
nun,

das müssen Sie die Kirchner fragen.
Es wäre jedenfalls der zivilisierteste Weg diesen Rechtsstreit zu beenden.

Mormoloc
00
15.2.2012, 17:48
Das mag ja sein - aber warum will man diesen Weg nicht gehen,

wenn man doch solch gute Argumente zu haben glaubt?

Vielleicht - weil es keine guten Argumente sind?

Strahlemann83
00
15.2.2012, 18:16
nochmal

es gibt Argumente auf beiden Seiten, es steht Ihnen, wie auch mir, natürlich frei diese abzuwägen.

Mormoloc
00
15.2.2012, 18:22
Das war nicht die Frage. Warum verweigert sich Argentinien einer Lösung, die Ihnen, mir, Tower Hill und dem VK gefallen täte?

Strahlemann83
10
15.2.2012, 18:35
ich glaube

über kurz oder lang werden die Argentinier diesen Weg einschlagen müssen, weil sie keine Alternativen haben. Die Aufrechterhaltung des status quo ist nicht in ihrem Interesse und politisch können sie keinen Druck ausüben.
Die bisherige Ablehnung könnte aber darauf beruhen, dass Argentinien im Beagle Konflikt mit Chile bereits einmal schlechte Erfahrungen mit dem ICJ gemacht hat (damals sicherlich zu recht)

insertnamehere
 
01
15.2.2012, 23:40

Ich glaub, dass sie bezüglich der Falklands WIEDER keine guten Erfahrungen machen werden.

Schon wieder zu Recht.

Mormoloc
00
15.2.2012, 20:06
Kann ja sein, das mit Chile.

Dann ist aber die argentinische Politik von einer ausgemachten Dämlichkeit.

Lord Chaos
02
15.2.2012, 17:03

Völliger Unsinn. Diesen Blog könnte Kirchner persönlich verfasst haben.

GB hat folgende Ansprüche auf die Inseln (nach Priorität geordnet):

- Den Willen der betroffenen Bevölkerung

- Einen wesentlich solideren historischen und juristischen Anspruch (von Mormoloc bereits ausführlich begründet).

- Die Macht des Faktischen.

- Das Recht des Stärkeren

Somit gilt: Kirchner kann einpacken oder sich lächerlich machen.

Hitecut
01
15.2.2012, 16:06

Ganz so ausgewogen erscheint mir Ihr Blog aber auch nicht. GB hatte schließlich schon früh angeboten die Inseln (gegen den Willen der dortigen Bevölkerung) zurückzugeben, sofern der Bevölkerung entsprechende Autonomierechte gewährt werden. Das hat Argentinien aber abgelehnt.

Die Besitzsituation bei den Falklandinseln ist schlicht nicht eindeutig, aber GB hat klar die besseren Karten, da die gesamte Bevölkerung dort britisch bleiben will und letztendlich sollte man sich danach richten, besonders wenn diese Besiedelung sich bereits über einen solchen Zeitraum erstreckt.

Strahlemann83
10
15.2.2012, 17:53
zu Ihrer Aufzählung

- den Willen der betroffenen Bevölkerung
ja, es sind ja auch Briten

- die Macht des Faktischen
ja, sie haben die Souveränität

- das Recht des Stärkeren
naja, sie sind die Stärkeren und handeln dementsprechend, aber ich hoffe nicht, dass Sie daraus ein Recht ableiten wollen

- juristischer Anspruch
den haben beide Parteien, meiner Ansicht nach sind jene Argentiniens gewichtiger, aber das soll der ICJ entscheiden.

sirnicha
00
28.2.2012, 13:38
so,

dann bin ich für die rückholung südtirols. wenn das nicht reicht holen wir uns nach und nach ein ehemaliges kronland zurück. oder sind sie nicht meiner meinung?

eolith421
00
28.2.2012, 09:29

Sie argumentieren die ganze Zeit juritisch, was auch ihr gutes Recht ist, nur sollten Sie auch den Tatsachen ins Auge blicken:
- Die Bevölkerung WILL bei GB bleiben und sie leben dort seit über 100 Jahren. Das sollte zählen und nicht irgendwelche Paragraphen im internationaln Recht. Was sollen diese Leute dann tun wenn Arg. die Inseln bekommt sie aber nicht zu Arg. wollen, auswandern?

Mormoloc
00
15.2.2012, 18:01
Ach, 'Ihrer Ansicht nach'? Da waren die vollmundigen Ankündigungen ("Die Hintergründe...") aber schon ein anderes Kaliber.

Ach ja... welche 'papal bulls' meinen Sie, und was daraus?

Auf welchen Artikel des Friedens von Utrecht möchten Sie speziell verweisen?

Warum ignorieren Sie den Vertrag von Madrid?

Strahlemann83
00
15.2.2012, 17:11
da haben Sie nicht ganz unrecht

die Argentinische Regierung hat sich außenpolitisch bestimmt nicht geschickt angestellt, das ändert jedoch nichts an möglichen Besitzansprüchen.
Auch haben sie dahingehend recht, dass die Besitzrechte nicht endgültig geklärt sind, deshalb bin ich für eine Schiedsentscheidung des IGH.

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