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Teheran - Im Iran hat es nach Angaben der Opposition zum ersten Mal seit zwölf Monaten wieder Proteste gegeben. Trotz aller Warnungen der Behörden trafen sich in mehreren Teilen der Innenstadt von Teheran Menschen, um an den geplanten Schweigemärschen teilzunehmen, berichtete die Grüne Bewegung am Dienstag auf ihrer Webseite "Kaleme". Anlass der Proteste ist der Hausarrest, der vor einem Jahr gegen die Führer der Oppositionsbewegung, Mir-Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi, verhängt worden war.
Im Stadtzentrum von Teheran sei eine große Zahl von Sicherheitskräften aufmarschiert, um die Proteste zu stoppen, berichtete die Webseite "Jaras". Augenzeugen bestätigten das Polizeiaufgebot, wiesen aber darauf hin, dass die Zahl der Sicherheitskräfte geringer gewesen sei als bei den Protesten vor einem Jahr. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben ist nicht möglich, da ausländischen Medien die Berichterstattung über die Proteste verboten ist.
Die Behörden in Teheran hatten vor der Teilnahme an den Protesten gewarnt. Man werde alle notwendigen Mittel ergreifen, um solche Versammlungen zu verhindern, hieß es aus dem Büro des Stadtgouverneurs. Iranische Sicherheitskräfte hatten Anti-Regierungsproteste nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad im Juni 2009 brutal niedergeschlagen. Es gab mehr als 30 Todesfälle. Die Opposition spricht sogar von über 80 Toten. Tausende von Regimegegnern wurden festgenommen. (APA)
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