Offshore-Anlage

Japan plant Windkraft-Park im Meer vor Fukushima

14. Februar 2012, 16:01

Projekt soll bereits Ende März in Angriff genommen werden

Tokio - Im Meer vor der vom Erdbeben und Tsunami zerstörten japanischen Provinz Fukushima soll einem Medienbericht zufolge ein Windpark entstehen. Eine Gruppe japanischer Unternehmen habe sich unter Führung des Handelshauses Marubeni zusammengetan und wolle die Offshore-Anlage bereits ab Ende März planen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Dienstag unter Berufung auf Marubeni-Manager. Die Windräder sollen 12.000 Kilowatt erzeugen und damit mehr als 100.000 Haushalte versorgen. Das Projekt werde mit Wiederaufbaumitteln aus dem Industrieministerium unterstützt.

Im Jahr 2016 soll der erste Strom fließen. In Fukushima war die Atomanlage durch das verheerende Erdbeben und den anschließenden Tsunami schwer beschädigt worden. In den Wochen und Monaten nach der Katastrophe gelangte Radioaktivität in die Umwelt und in die Nahrungskette. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete rund um das Kraftwerk verlassen.

In Japan sind derzeit die meisten Atomreaktoren nicht am Netz. Die zuständigen japanischen Gemeinden scheuen sich nach der Atomkatastrophe, grünes Licht für ein Wiederanfahren der Reaktoren zu geben. Entsprechend dringend ist ein Ersatz für das Industrieland. (APA)

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24 Postings
Schnarch
00
15.2.2012, 15:27
Es ist ein Kreuz

mit kilo-, mega-, giga-....

WBR
00
15.2.2012, 16:43
12 MW sind schon korrekt

Was vom APA-Schreiberling vor lauter Aufregung über das Reizwort "Fukushima" offenbar übersehen wurde:
Es handelt sich vorerst nur um eine experimentelle Anlage.
Es sollen schwimmende Windkraftanlagen getestet werden.
Klappt die Sache gut, wird auf 160 MW aufgestockt.
Und die 160 MW reichen dann auch für die 100.000 Haushalte.

Stahl_____666
11
15.2.2012, 11:25
.

Strategisch natürlich die falsche Entscheidung. Jetzt, wo die Gegend ohnehin schon versaut ist, sollte man gerade hier soviele AKW wie möglich konzentrieren und den unverseuchten Rest des Landes möglichst atomfrei machen.

freimann1
22
15.2.2012, 11:15
Da sind mal wieder die Ökowunderwuzis der IG windkraft am Werk

"Die Windräder sollen 12.000 Kilowatt erzeugen und damit mehr als 100.000 Haushalte versorgen"
Demnach kann man mit 120W in Fukushima einen Haushalt versorgen, toll.
Jetzt versteh ich auch warum wir in NÖ bald "Energieautark" sein werden.
Der Pröll u. der Pernkopf glauben das sicher, denn sonst würden sie nicht als Lobbyisten von der Homapage der windigen Brüder herauslachen.

Trevor Goodchild
12
15.2.2012, 11:31
Besser die Öko-Wunderwuzzis...

...als die "Atomkraft alles verstrahl und unbewohnbar mach Fuzzies", auch wenn das für Sie eigenartig anmutet.

Uniquin
 
20
16.2.2012, 20:40

im gewohnten sinn unbewohnbar ist unsere heimat auch wenn wir nur auf windkraft setzen würden

Erstversuch
03
15.2.2012, 11:09
Dann muss man sich beim nächsten Tsunami wenigstens keien Sorgen wegen der Entsorgung und Endlagerung machen

mika33
02
15.2.2012, 10:55
Die Windräder sollen 12.000 Kilowatt erzeugen und damit mehr als 100.000 Haushalte versorgen.

Aber nur wenn ein Wind weht.

A ndreas Bogeschdorfer
00
17.2.2012, 12:04

Ein Wind, zwei Winde, drei Winde...

frank rosner
10
15.2.2012, 14:48
ergänzend

wenn der "richtige" wind weht, denn wenn ich auf der a4 mal im land der burgen links und rechts schau -sehe ich - stillstehnde windräder, weil wahrscheinlich der wind nicht entspricht. aber im fall eines kleinen tsunamis oder bebens - ist der schrott gleich mal unter wasser - das erspart zumindest aufräumarbeiten - in 100 jahre ist es dann ein riff.

freimann1
21
15.2.2012, 11:45
Aber nur wenn der Wind weht!

Richtig, aber was interessiert das diese Öko-Dilettanten. Da geht doch das Wollen vor dem Können, wie der Rietzschel sagt.
Und unsere Politiker können wegen der Gutgläubigkeit der Menschen an den kriminell hohen Förderungen ordentlich mitschneiden.
Eine klassische Umverteilung von unten nach oben.
Allein wenn diese Förderungen gestrichen würden, bräuchte man kein Sparpaket mehr.

Pylorus
04
15.2.2012, 08:54

kleiner tipp, nächstesmal 12.000.000 Watt schreiben, sieht nach noch mehr aus. oder am besten gleich mW statt MW verwenden...

norik
00
15.2.2012, 03:41

wieso teurere anlagen auf dem meer, das land rund um die reaktoren ist sowieso verseucht auf jahrzehnte

Michael Schmied
17
14.2.2012, 22:30
Dänemark vor Jahrzehnten

Statt 1 Atomkraftwerk wurden über das Land verteilt für einen Bruchteil des Preises Windkraftanlagen gebaut.

Bringt genausoviel Strom, ist billiger, kein Atommüll.

Die Japaner lernen dazu (also eigentlich sich von dem Atomfilz zu befreien).

WBR
01
15.2.2012, 15:02
Wirklich ein Musterbeispiel?

Obwohl Dänemark viel Windkraft installiert hat und diese manchmal kurzfristig sogar für die Vollversorgung reicht, macht sie über das Jahr gerechnet nur einen kleinen Teil der Stromerzeugung aus.
Über 78 Prozent des in Dänemark produzierten Stroms kamen im Jahr 2010 aus kalorischen Kraftwerken.

Quelle:
http://www.iea.org/stats/sur... ys/mes.pdf

WBR
00
14.2.2012, 21:07
Experiment mit 12 MW, später dann mehr

Es handelt sich um einen experimentellen schwimmenden Windpark mit 6 Turbinen á 2 MW.

Später könnte er auf 80 Turbinen erweitert werden.
Das wären dann 160 MW, was gut zu den "über 100.000 Haushalten" passen würde.

http://oceana.org/en/blog/2... -wind-farm

Petzi
 
01
14.2.2012, 16:13
12000 Kilowatt für 100000 Haushalte?

Also wenn die Ziffern einigermaßen stimmen, würde ich auf 1,2 Mrd kWh schließen, wobei 12000 kWh für einen Haushalt schon sehr viel sind. In Ö sind es nicht mehr als 5000 kWh glaube ich.

Art Vandalay
01
14.2.2012, 16:27

Sie vermischen Leistung (kW) mit Energie (kWh).

In Zusammenhang mit Kraftwerken macht die Angabe von kWh nur Sinn, wenn auch der Zeitraum ueber den diese erzeugt werden angegeben wird.

Aber in der Tat duerfte eine Leistung von 12 Megawatt fuer 100000 Haushalte (also 120 Watt pro Haushalt) kaum reichen. Das sind gerademal eine Handvoll Energiesparlampen pro Haushalt.

Uniquin
 
12
14.2.2012, 21:18

Die Zahlen sind wie üblich einfach nur Schrott.
Ein österreichischer Haushalt benötig im Schnitt 540W (16GJ im Jahr), das ein japanischer um so viel weniger benötigt glaubt wohl niemand.
12MW installierte Windkraftanlage bringt im Schnitt 3MW (gute europäische Verhältnisse, ich postuliere mal der Wind ist recht international).
Das reicht also im Schnitt für 5500 Haushalte. Im Sinne einer Dauerversorgung für NULL Haushalte.
Es ist halt ein Zeichen gesetzt -wies schön wäre aber eben nicht funktioniert.

Mary Nosch
31
15.2.2012, 08:45
DAUERversorgung

durch Fukushima - grins und heul - Hauptsache Atomstrom ist billig (siehe Folgeschäden)

BBBrrrrrrrrrrrrrrr

OGHaha
00
14.2.2012, 21:06
Geht sich sicher aus...

In Japan sinds gute Zimmerfahrradler, da kommt noch etliches dazu.

tan48
05
14.2.2012, 16:26
Nicht allzu ernst nehmen

Das "APA" am Ende des Artikels ist ein Hinweis darauf, dass Zahlen und deren Einheiten nur alibihalber im Artikel stehen.

Keyser
01
14.2.2012, 18:54

Im Original Release steht auch 1 (man = 10,000) 2000 (kirowatto) - ijou - (oder mehr) - also 12.000kw oder mehr als Output der Anlagen. Als maximalen Output werden 15.000kw angepeilt. Demnach stimmt also der APA Artikel, und die Zahlen wohl auch, da diese von Marubeni stammen.

TrifterSepp
 
02
14.2.2012, 18:06

Vorallem wenn das entscheidende Wort ATOM ist.

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