Baustelle Staatsoper

100 Tieflader für Opernball notwendig

14. Februar 2012, 15:57
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    foto: apa/helmut fohringer

    Zuschauerraum und Bühne werden in einen Ballsaal verwandelt. Dafür werden die Sitzreihen entfernt und ein Parkett aufgebaut. Rund 170 Platten müssen verlegt werden.

Die Verwandlung in einen Ballsaal dauert 30 Stunden, bis zu 500 Arbeiter im Einsatz

Wien - Die Wiener Staatsoper verwandelt sich wieder in eine glamouröse Balllocation: "Wir sind seit heute, 7.00 Uhr in der Früh, fest dahinter, die Oper im Bereich Zuschauerraum und Bühne zu dem Ballsaal zu verwandeln, den wir alle gewohnt sind. Und es ist absolut der schönste", berichtete Walter Renner von den Bundestheatern am Dienstag. Viel Zeit dafür gibt es nicht, denn bis zur Generalprobe am Mittwoch sollte die Metamorphose der Oper größtenteils abgeschlossen sein. Am Donnerstagabend findet schließlich der Opernball statt.

Der Auf- und Umbau dauern insgesamt 30 Stunden. Verzögerungen hat es noch keine gegeben, so Renner: "Nachdem der Wettergott von gestern auf heute mitspielt und doch kein Schneefall war, sind wir in einem Top-Zeitplan." Winterliche Verhältnisse hätten den Antransport der Bühnenlogencontainer schwierig gestaltet. Diese werden - ebenso wie die Parkettböden und diverse Verkleidungselemente - in einem Depot im niederösterreichischen Petronell aufbewahrt und extra für die Ballveranstaltung herbeitransportiert. Dafür sind rund 100 Tiefladertransporte notwendig.

Bis zu 500 Arbeiter im Haus

Zahlreiche Arbeiter sind unter anderem damit beschäftigt, den Zuschauerraum und die Bühne in einen Ballsaal zu verwandeln. Dafür wurden die Sitzreihen entfernt und ein Parkett aufgebaut. Rund 170 Platten müssen jedes Jahr für die Veranstaltung verlegt werden. Um die Neigung des Zuschauerraumes auszugleichen, wird darunter eine Art Gerüst aufgebaut, damit eine ebene Tanzfläche bereit steht. Auch der Aufbau der Bühnenlogen war bereits im Gang. "Heute, in den Spitzenzeiten, haben wir bis zu 500 Arbeiter im Haus", so Renner.

Zum ersten Mal gibt es heuer einen riesigen Alt-Wiener Würstelstand im Erdgeschoß, auch dort wurde heute schon fleißig gehämmert und gebohrt. Der Stand wurde extra für den Opernball designt, berichtete Renner: "Den Otto-Wagner-Stil wird man erkennen, wenn man vorbei geht."

Alstromerien dominieren beim Blumenschmuck

Am Dienstag wurden auch die Blumen geliefert, mit denen die Staatsoper geschmückt wird. 40.000 bis 45.0000 Blumen - zum Großteil Alstromerien - werden heuer das Sangeshaus verschönern. Die florale Pracht wird aber nicht nur in einer Couleur erstrahlen: "Es wird farbig werden", verriet Eva Dintsis vom Opernballbüro.

Ob bei den Um- und Aufbauarbeiten alles geklappt hat, erfahren die Verantwortlichen am Donnerstag. Die umgebaute Oper braucht nämlich erst das Okay der Behörde, damit die Gäste darin tanzen können. (APA)

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15 Postings
Befreier von Butter und Eier
22
15.2.2012, 08:57

Ob das Effizient ist, jedes Jahr Sitzreihen zu entfernen und 170 Platten zu verlegen?
Erinnert mich irgendwie an die Schildbürger - ist aber nur meine unbedeutende Meinung.

rudolf rendeer
00
17.2.2012, 14:28

es kommt gar nicht sooo selten vor, dass in theatern etc. die spielrichtung um 180° gedreht wird, dabei wechselt die bestuhlung komplett die seite und muss bewegt werden. als stage-hand mehrmals am eigenen leib erfahren *knurr*

motd
21
15.2.2012, 16:16
der Opernball ist die einzige gewinnbringende Veranstaltung

der Staatsoper.

Wooldeworth
01
15.2.2012, 16:48
Sagt wer?

Auch wenn es hundertmal wiederholt wird, wirds nicht richtiger.

Vorstadtmama
 
20
15.2.2012, 09:26

Da die Eintrittspreise hoch genug sind, ist es effizient. Wollt ihr auch diesen Leuten das Tanzen verbieten?

Vorstadtmama
 
11
15.2.2012, 13:16

Ein Rotstrichler will genau das:)

Wooldeworth
11
15.2.2012, 16:49

Die können meinethalben tanzen wann und wo sie wollen und sollen am besten an ihrem Geld ersticken. Deswegen brauchen sie aber nicht den halben ersten Hieb in Ausnahmezustand versetzen.

Vorstadtmama
 
00
16.2.2012, 09:19

Sie tun das eh nicht. Es gibt aber jedes Jahr ein paar Dillos, die "Demos" veranstalten. Nur deshalb gibt es einen Ausnahmezustand. Die Ballbesucher lassen vom Hotel zur Oper und wieder zurückbringen. Sie halten sich kaum auf der Straße auf...

pepe123
11
15.2.2012, 07:10

wer bezahlt das ? sparPaket

Vorstadtmama
 
20
15.2.2012, 09:25
..die Ballgäste zahlen das..

..und es bleibt der Oper sogar ein Gewinn über.

Wooldeworth
10
15.2.2012, 11:17
Zahlen die auch

den Polizeieinsatz, die Behinderungen für Öffis und Anrainer? Jedes Jahr die gleiche Chuzpe, vorher wird dem gemeinen Volk irgendein Sparprogramm reingewürgt, und zwei Wochen später lassen sich diese Verbrecher auch noch öffentlich und mit viel ORF-Gejubel feiern. Einfach nur widerlich!

Wenn das, was der Ball kostet, Obdachlosenorganisationen zugute käme, wäre das Geld weit besser investiert als in diesen Schwachsinn!

karakal
00
17.2.2012, 12:17
Es gibt Anrainer an die Oper?

Dachte, da sind nur irgendwelche Präsentationsbüros und irgendwelche Vorsorgewohnungen von reichen Russen?

Vorstadtmama
 
23
15.2.2012, 13:14

Der Polizeieinsatz ist nur notwendig, weil die Gefahr besteht, dass ein paar Chaoten eine nicht genehmigte Demo veranstalten. Dafür sollte man die Chaoten zur Kassa bieten, die sogar zur Faschingszeit Bälle verhindern wollen. Da die zahlungskräftigen Gäste viel Geld in Wien lassen, fliesst auch viel in die Stadtkassa. Warum der Häupl das nicht für die Obdachlosenhilfe verwenden will, mußt du ihn schon selber fragen:)

"Klimaexperte"
15
14.2.2012, 16:33
Dieser Opernball beschleunigt wieder die Erderwärmung!

Klimahysteriker > oder nicht?

Vorstadtmama
 
03
15.2.2012, 09:27

Ist dieses Posting als Faschingsscherz gedacht?

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