Hochegger zahlte an Echo-Verlag, Echo-Chef: "Nie Geld an die Partei"

14. Februar 2012, 17:46
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"Falter": Ermittlungen gegen Pöttler - Staatsanwaltschaft bestätigt nun doch

Wien - Im September 2011 berichtete News, Lobbyist Peter Hochegger habe 20.000 Euro an das Wiener Echo Medienhaus zu Protokoll gegeben, das der Wiener SPÖ zuzurechnen ist. Der "Falter" berichtet nun von einem Schreiben der Staatsanwaltschaft Wien über ein Strafverfahren gegen Echo-Chef Christian Pöttler, das Medienhaus und den Teppichhändler Ali Rahimi, der Hochegger auf eine Wahlkampfunterstützung der SPÖ angesprochen habe.

Thomas Vecsey, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, fand auf Anfrage des STANDARD die Namen Pöttler und Rahimi nicht im Computersystem. Erst als Falter"-Aufdecker Florian Klenk ihm auch die Aktenzahl der Causa nannte, war der Akt zu identifizieren. Unter 614 ST3/10 wurde das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung informiert über ein "Strafverfahren" gegen Pöttler & Co.

Pöttler erklärt dem STANDARD, er habe Hochegger und Telekom-Exmanager Gernot Schieszler "nie gemeinsam getroffen" wie geschildert, "daher auch nie über ein Scheingeschäft oder ähnliches verhandelt". Der Falter zitiert ihn mit: "Ich habe nie Geld an die Partei weitergeleitet." Mit 20.000 habe sich Hochegger an einer "Studie über Gratismedien" beteiligt. Rahimi sagt, er habe "nicht zu verbergen". (fid, APA, DER STANDARD; Printausgabe, 15.2.2012)

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