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Salzburg - Die Universität Salzburg, die heuer das 50-jährige Bestehen seit ihrer Wiedergründung im Jahr 1962 feiert, setzt in den nächsten Monaten einige ehrgeizige Projekte um. Im Herbst werde es den Spatenstich für ein neues Laborgebäude in Itzling geben, kündigte Rektor Heinrich Schmidinger im Gespräch im der APA an. Mit Beginn des Wintersemesters will die Universität auch ihre Lehramtsstudien in der "School of Education" auf neue Beine stellen.
Das neue Laborgebäude in Itzling ist nötig, weil die Naturwissenschaftliche Fakultät aus allen Nähten platzt. "Wir wollen in Itzling alle technischen Fächer konzentrieren", sagte Schmidinger. Neben den Computerwissenschaften, die schon jetzt an diesem Standort sind, werden künftig in Itzling auch Materialforschung und Physik untergebracht sein. Das neue Gebäude kostet zwölf Mio. Euro, die von Bund, Land und Universität aufgebracht werden. Die Übersiedelung in das neue Haus ist für 2014 geplant, kündigte Schmidinger an.
Expansion der Universität
Die freiwerdenden Flächen werden an der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Freisaal dringend benötigt. Durch das starke Wachstum der Studierenden sowie der Forschungsgruppen platzt das Gebäude aus allen Nähten. "Wir tun uns bei Neuberufungen schwer, weil wir keinen Platz mehr haben. Drittmittelprojekte können wir aus Platzmangel oft nicht mehr annehmen", berichtete Schmidinger. Für den Rektor ist die räumliche Konsolidierung auch Ausdruck der seit einigen Jahren laufenden Profilbildung und Expansion der Universität.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Einrichtung einer "School of Education". "Wir wollen die Lehrerausbildung damit konzentrieren und auf ein neues Qualitätsniveau heben", sagte Schmidinger. Die "School of Education" fasst alle an der Universität bestehenden Ausbildungsmöglichkeiten zusammen und deckt den pädagogischen Teil des Lehramtsstudiums ab. Die Studierenden werden zentral in Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Pädagogik und Schulpraxis unterrichtet und können nach dem Bachelor ein Masterstudium anschließen.
Kooperation mit Pädagogischer Hochschule
"Uns ist das ein sehr wichtiges Thema, wo wir Flagge zeigen müssen", sagte der Rektor. Schließlich gehe es um die Zukunft der Lehrerausbildung an den Universitäten. Die "School of Education" werde mit dem Wintersemester 2012 ihren Betrieb aufnehmen, kündigte Schmidinger an. Er erwartet auch Effizienzsteigerungen durch die neue zentrale Einrichtung. Eng kooperiert wird mit der Pädagogischen Hochschule in Salzburg.
Zum 50. Geburtstag der Alma Mater Paridiana wünscht sich Schmidinger, dass die Universität in Stadt und Land noch stärker wahrgenommen wird. "Es hat sich viel getan in den vergangenen Jahren, aber gegenüber Städten wie Graz oder Innsbruck haben wir noch Aufholbedarf als Universitätsstadt." Die Universität habe in den vergangenen zehn Jahren einen starken Professionalisierungsschub durchgemacht, habe klare Ziele und Schwerpunkte. Der Schwerpunkt "Wirtschaft und Recht" beispielsweise sei mit 1.740 Studierenden das am stärksten nachgefragte Fach. Auch der neue Europa-Schwerpunkt werde stark wahrgenommen und bringe international hochkarätige Veranstaltungen nach Salzburg.
33 Prozent ausländische Studierende
Die Universität Salzburg hat derzeit knapp 17.000 Studierende, der Anteil der ausländischen Studierenden beträgt über alle Fächer 33 Prozent. Rund jeder fünfte Studierende in Salzburg kommt aus Deutschland. In einzelnen Fachbereichen - wie beispielsweise Psychologie - sind 80 Prozent aller Plätze an deutsche Studierende gegangen. (APA)
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